Politik der Denunziation
Der Migrationsforscher Stefan Luft wirft seiner Disziplin vor, unkritisch die Agenda von Wirtschaft und Politik zu bedienen und zum eigenen finanziellen Vorteil ein geschöntes Bild der Wirklichkeit zu zeichnen.
Der Migrationsforscher Stefan Luft wirft seiner Disziplin vor, unkritisch die Agenda von Wirtschaft und Politik zu bedienen und zum eigenen finanziellen Vorteil ein geschöntes Bild der Wirklichkeit zu zeichnen.
Die Schwächen der deutschen Migrationspolitik, die seit 2015 diskutiert werden, verschärfen die Krise in Städten und Gemeinden. Nun schlagen die kommunalen Verbände in Baden-Württemberg Alarm.
Mexikanische Behörden haben hunderte Migranten in einem verlassenen Lastwagen im Südosten des Landes entdeckt. Unter ihnen waren mehr als 100 unbegleitete Kinder und Jugendliche.
Rishi Sunak unternimmt einen neuen Anlauf, um die illegale Migration über den Ärmelkanal zu stoppen. Unklar ist, ob britische Gerichte solch ein Vorhaben abermals verzögern.
Die Kommunen sind an der Grenze der Belastbarkeit. Nun fordert Bundesinnenministerin Nancy Faeser, dass sie sich künftig besser auf die Krise vorbereiten – nach 2016 viele Kapazitäten abzubauen, sei ein Fehler gewesen.
Sozialdemokratische Innenpolitiker lehnen die von der Union vorgeschlagene Einwanderungsbehörde ab. Sie sehen jedoch auch Positives am Vorschlag von CDU und CSU.
Ein Positionspapier von CDU und CSU zur Migration verzichtet auf scharfe Töne. CDU-Chef Friedrich Merz weiß, wie bei diesem Thema Mehrheiten zu bekommen sind.
Fast ein Viertel der Menschen in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Wer als eingewandert gilt, wird mit diesen Zahlen erstmals europaweit vergleichbar definiert.
Viele Menschen ziehen aus der Katastrophenregion weg, ebenso steigt in Istanbul die Furcht vor einem großen Erdbeben. In Zentralanatolien könnte deshalb ein neuer Ballungsraum entstehen.
Die Regierung um den linken Präsidenten Boric steckt in einem Stimmungstief. Viele Chilenen sehen die illegale Migration als eines der größten Probleme. Jetzt soll die Armee aushelfen.
Bundeskanzler Scholz wirbt um Arbeitskräfte aus Indien. Viele von ihnen wollen auch nach Deutschland auswandern – trotz bürokratischer Hürden.
Die Grünen-Spitze will sich nicht mit einem Migrationspapier einer Gruppe um den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer beschäftigen. Aber sie sollte es.
Die Partei zieht mit den Themen Energie, Bildung und Migration in den Landtagswahlkampf. Abgestimmt wird am 8. Oktober.
Nach Ansicht von FDP-Chef Christian Lindner wird der Zuzug nach Deutschland aktuell nicht ausreichend gesteuert. Er fordert eine konsequentere Abschiebung von Migranten ohne Aufenthaltsrecht.
Klagen über eine Spaltung der Gesellschaft hört man immer wieder. Aber entsprechen die auch den empirischen Befunden? Drei Soziologen haben diese Frage untersucht.
Eine neue Gruppierung bei den Grünen will ohne Scheuklappen über Migration diskutieren. Aber in der Partei lässt sich kaum jemand auf eine Debatte ein.
Beim Flüchtlingsgipfel haben sich Bund, Länder und Kommunen auf eine verstärkte Zusammenarbeit geeinigt. Mehr Geld sollen die Länder erst einmal nicht bekommen. Der Landkreistag ist unzufrieden.
Abschiebungen scheitern oft daran, dass die Herkunftsstaaten ihre Bürger nicht zurücknehmen. Doch es gibt Ideen, wie sich das ändern ließe.
Seit Monaten warnen viele Kommunen in Deutschland wegen steigender Flüchtlingszahlen vor einer Überlastung des Systems. Vor dem Flüchtlingsgipfel im Innenministerium sprechen wir mit CDU-Landrat Christian Engelhardt über seine Sorgen und Forderungen.
Utopie und Zustandsbeschreibung. Thomas Faist versucht ein globales Phänomen zu erklären.
Seit Beginn des Monats ist der FDP-Politiker Joachim Stamp Sonderbevollmächtigter der Bundesregierung für Migrationsabkommen. Etliche solcher Vereinbarungen mit Asylherkunftsländern funktionieren nicht. Welche Fehler sind künftig zu vermeiden?
In der Migrationspolitik verändert sich die EU nur in Trippelschritten. Die Richtung aber ist unverkennbar: Europa verstärkt die Grenzsicherung, Deutschland ist politisch isoliert.
Die Europäische Union will die irreguläre Migration stärker bekämpfen. Es sollen weniger Menschen kommen. Wer keinen Anspruch auf Asyl hat, soll schneller abgeschoben werden.
Die EU-Staaten wollen Geld aus dem Gemeinschaftshaushalt für Infrastruktur an der Außengrenze aufwenden, besonders in Bulgarien. Auch die Kommission gibt ihre starre Haltung auf.
Nicht erst nach dem Messerangriff von Brokstedt fordern Politiker effektivere Abschiebungen. Bundeskanzler Scholz berät an diesem Donnerstag auf dem EU-Gipfel darüber. Warum ist die Sache so kompliziert? Ein Überblick.
Der ukrainische Präsident Selenskyj will „Flügel“ für die Freiheit seines Landes und wirbt dafür in Brüssel. Die EU-Staaten ringen um einen härteren Migrationskurs. Und: Ignoriert die Gastronomie das Mehrweggebot? Der F.A.Z.-Newsletter.
Kurz vor dem EU-Gipfel zur Migrationspolitik wurde darüber auch im Bundestag debattiert. Doch die Union ließ die Gelegenheit zur Zuspitzung verstreichen.
Der FDP-Politiker Joachim Stamp ist der neue Sonderbevollmächtigte für Migrationsabkommen. Er will straffällige Ausländer schnell abschieben und dafür legale Zuwanderung erleichtern.
Nach mehr als hundert Tagen im Amt macht die italienische Ministerpräsidentin Meloni ihren Antrittsbesuch in Berlin. Auf der Tagesordnung steht nicht zuletzt die Migration über das Mittelmeer.
Nancy Faeser will sich in Hessen zur SPD-Spitzenkandidatin küren lassen. Wirtschaftsminister Habeck umgarnt das Batterieunternehmen Northvolt. Und in Kiew findet der EU-Ukraine-Gipfel statt. Der F.A.Z.-Newsletter.
Currywurst, Döner und gefillte Fisch: Seit Jahrzehnten wissen wir, dass Deutschland Zuwanderung braucht, um die Gesellschaft am Laufen zu halten. Wann wird aus uns allen ein großes Wir?
Nur jeder fünfte abgelehnte Asylbewerber kehrt in sein Heimatland zurück. Diese Quote soll wieder steigen, doch über die richtige Strategie gehen die Ansichten auseinander.
Private Seenotretter müssen nach einem Einsatz direkt einen Hafen ansteuern. Sonst droht nach dem neuen Verhaltenskodex der Regierung Meloni ein Bußgeld. Die Besatzung der Geo Barents widersetzt sich diesen Regeln.
Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag lehnt die Reformpläne der Ampelkoalition ab. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident sieht es anders: Man müsse die Zuwanderung als etwas Positives begreifen, sagt Daniel Günther.
Asylanträge in der EU sind im vergangen Jahr fast um die Hälfte gestiegen. Den höchsten Wert soll mit weitem Abstand Deutschland verzeichnet haben.
Wenn Deutschland auch allen Heimstatt sein wollte, die sein Gastrecht missbrauchen, versündigt es sich an seinen Bürgern, an Flüchtlingen und Einwanderern.