„Ich will etwas über den Täter lernen“
Warum er am Prozess gegen den mutmaßlichen Halle-Attentäter als Beobachter teilnimmt und wie man Radikalisierung im Netz verhindern kann, erklärt Cem Özdemir im Interview.
Warum er am Prozess gegen den mutmaßlichen Halle-Attentäter als Beobachter teilnimmt und wie man Radikalisierung im Netz verhindern kann, erklärt Cem Özdemir im Interview.
Der vom Arbeitsminister Hubertus Heil vorgelegte Entwurf hat über weite Strecken sehr wenig mit Infektionsschutz zu tun. Es ist erschreckend.
Die Koalition kämpft gegen Missstände in der Fleischbranche und engt die unternehmerische Freiheit stark ein. Nicht nur die Opposition ist entsetzt.
Die Regierung Johnson legt sich gleich mit zwei Großmächten auf einmal an. Die neue Außenpolitik Londons folgt einer eigentümlichen Mischung aus Idealismus und Pragmatismus.
Das neue Schulgesetz von Rheinland-Pfalz soll die Mitbestimmungsrechte der Schüler stärken. Das klingt gut, doch der Preis für diese Demokratisierung ist hoch.
Amerikas Außenminister Mike Pompeo hat einen Schlussstrich unter vier Jahrzehnte amerikanischer China-Politik gezogen. Die Rivalität der alten und der aufkommenden neuen Supermacht wird die internationale Politik auf Jahre prägen.
Die sozialpolitische Bestimmung, wer als verletztlich Schutz und Subvention bekommen soll, ist lobbyistisch geprägt. Und immer neue Benachteiligungen, ungedeckte Bedürfnisse, Glückseinbußen und Anfälligkeiten machen sich bemerkbar.
Polen und Ungarn sind nach dem EU-Gipfel zum Corona-Wiederaufbaupaket in der Defensive. Geschlagen sind sie aber noch nicht. Denn die Vereinbarung zum Rechtsstaatsmechanismus eröffnet Spielraum.
Links wird jetzt nicht Marx, sondern Aristoteles zitiert: Danielle Allen plädiert für eine grundlegende Gesellschaftsreform in den Vereinigten Staaten.
Der Tod des SPD-Politikers Hans-Jochen Vogel hat parteiübergreifend für Trauer gesorgt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hebt seine Geradlinigkeit und sein christliches Menschenbild hervor.
Seine Parkinson-Erkrankung hatte er erst wenige Jahre vor seinem Tod öffentlich gemacht, nun ist Hans-Jochen Vogel mit 94 Jahren gestorben.
Seit dem Ende der Wehrpflicht hat sich das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Bundeswehr verschlechtert. Kramp-Karrenbauer hält mit einem neuen Freiwilligendienst dagegen. Das Gejammer der Kritiker sollte sie auf ihrem Weg nur bestärken.
In „What You Gonna Do When The World’s On Fire“ zeigt der Dokumentarfilmer Roberto Minervini das Leben einer Barbesitzerin aus New Orleans. Danach weiß man mehr über Amerika als nach hundert Stunden Breaking News.
Die Krise hat gezeigt, wie verletzlich unsere Landwirtschaft ist. Die Produktion von Lebensmitteln muss ökologischer, regionaler, diverser werden. Wie schafft man das – ohne dass die Preise explodieren?
Städte wie Chicago könnten aufrichtige Hilfe des Bundes gut gebrauchen, um der tödlichen Gewalt Herr zu werden. Trump aber will nicht helfen, sondern spalten.
Das Verhältnis zwischen China und dem Westen steht unter Spannung. Nicola Leibinger-Kammüller ist geschäftsführende Gesellschafterin der Trumpf-Gruppe, Stephan Mayer der China-Chef. Sie reden Klartext.
Der Berliner Innensenat hat eine für Samstag geplante Demonstration des Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann verboten. Das Verbot stütze sich auf mehrere Ermittlungsverfahren.
König Juan Carlos wurde einst als Geburtshelfer der spanischen Demokratie verehrt. Jetzt ermittelt der Oberste Gerichtshof in Madrid gegen ihn. König Felipe steht vor einer schwierigen Entscheidung.
Britische Universitäten sind immer stärker von Studenten und Forschungsgeldern aus China abhängig. Ein Reisebericht von Hugh Trevor-Roper aus dem Jahr 1965 wirft ein Schlaglicht auf die gegenwärtige Situation.
In Hessen rumort es: Die hessische SPD-Vorsitzende Nancy Faeser spricht im Interview über die Verantwortung von Innenminister Beuth in der Drohmail-Affäre, die Randale auf dem Frankfurter Opernplatz und das Selbstverständnis ihrer Partei.
Niemand hatte sich so gründlich auf seine Mission vorbereitet wie die deutschen Kommunisten in Moskau. Warum die „Brigade Ulbricht“ programmatisch und organisatorisch in den Wochen und Monaten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs allen anderen Kräften überlegen war, erklärt die neue Folge des F.A.Z.-Essay-Podcasts.
+++ Gewaltmonopol +++ Rentenreform in Frankreich +++ EU - EZB - BVG
Reichspräsident Hindenburg setzt einen abgelehnten Gesetzentwurf mit einer Notverordnung durch. Als die Abgeordneten sie aufheben, löst er den Reichstag auf. Ein Leser der Frankfurter Zeitung zeigt sich besorgt.
Bernhard Schlink wurde mit seinem Roman „Der Vorleser“ weltberühmt. Der Jurist, der vor vier Jahren für Hillary Clinton Klinken putzte, im Gespräch über Gerechtigkeit, Generationen und Gesellschaften im Ausnahmezustand.
Österreichs Integrationsministerin richtet eine Beobachtungsstelle für den politischen Islam ein. Die soll berichten, wenn extremistisches Gedankengut ins Land kommt. Einigen geht das zu weit. Anderen nicht weit genug.
Der britische Geheimdienstausschuss hat ein Dossier über die Einmischung Russlands im Königreich vorgelegt. Mitglieder werfen der eigenen Regierung Versagen vor. Sie habe nicht versucht, der Sache auf den Grund zu gehen.
Niederländische Rechtspopulisten wollen den „Nexit“. Auch sie hatte der Ministerpräsident im Blick, als er sich in Brüssel so hartleibig zeigte. Sind die Holländer die neuen Briten der EU?
Die Sturheit des niederländischen Kollegen Rutte machte den französischen Präsidenten zornig. Auch dem Ungarn Orbán drohte er. Dafür genehmigte er sich nachts um drei einen Wein mit Merkel. Und jubelt nun: Man habe Geschichte geschrieben.
Gegen den erklärten Willen der Stadt setzt Präsident Trump Kräfte des Bundes in Portland ein. Nun droht er auch anderen von Demokraten geführten Städten damit.
In Brüssel sind die Verhandlungen zu einem zähen Kampf geworden. Proeuropäische Abgeordnete finden jetzt drastische Worte. Die Kritik richtet sich an Ratspräsident Charles Michel und den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte.
Apokalyptiker fühlen sich von Trump verstanden. Auch deshalb könne der Präsident bei der Wahl im Herbst auf die Stimmen weißer Evangelikaler bauen, sagt der amerikanische Soziologe Philip Gorski.
Donald Trump schickt eigene Truppen nach Portland, um gegen Proteste vorzugehen. Das schürt Angst und Vorbehalte in der Bevölkerung. Die Stadt klagt über Gesetzesbruch. Doch woher kommen die Einsatzkräfte eigentlich?
Politik funktioniert nicht ohne Kompromisse. Doch die Parteien, die 1930 im deutschen Reichstag sitzen, stellen eigene Interessen vor die Mehrheitsbildung. Was sollten die Abgeordneten aus der Auflösung des Parlaments lernen?
Freie Wahlen kann sich der venezolanische Präsident nicht erlauben. Sein Regime hat abgewirtschaftet. Also inszeniert er eine Show und nennt das Ganze Parlamentswahl. Sogar eine Scheinopposition hat er aufgebaut.
Ist das Paritätsgesetz nur gekippt worden, weil die Mehrheit der Richter männlich ist? Das suggerieren einige linke Politiker. Sie bedrohen damit nicht nur die Integrität der Justiz.
Viele Deutsche hätten die Zeit des Nationalsozialismus nach dem Krieg lieber verdrängt. Heute gehört jüdisches Leben selbstverständlich zu Deutschland. Das ist auch ein Verdienst des Zentralrats der Juden in Deutschland.