Die DDR den Deutschen
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Was die Netzgemeinschaft denkt, interessiert ihn nicht. Kurz vor Erscheinen von „Unschuld“ spricht Jonathan Franzen über einen deutschen Überwachungsstaat und seine Verpflichtung gegenüber den Lesern.
Die Helden des großen amerikanischen Erzählers Jonathan Franzen hatten bisher alle ein Dach über dem Kopf. Jetzt zappeln sie im Netz der Manipulation. Franzens neuer Roman, „Unschuld“, sucht die Reinheit.
Belastete Böden, wilde Deponien, giftige Müllkippen und verseuchtes Grundwasser: Als die DDR vor 25 Jahren verschwand, hinterließ die Industrie jede Menge Altlasten. Bis heute arbeiten die Länder an der Beseitigung der Umweltschäden.
Vor 25 Jahren beschloss das erste frei gewählte DDR-Parlament den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. Bei der Feierstunde im Rohbau des Berliner Schlosses, wo einst der „Palast der Republik“ stand, würdigt die Ost-Beauftragte das historische Datum.
Turnerinnen sollen durch die Vergabe von Anabolika klein gehalten worden sein. Nach der Karriere sei das Wachstum durch Leichenpräparate wieder angeregt worden.
Egon Bahr ist tot. Der SPD-Politiker galt zusammen mit Kanzler Willy Brandt als Architekt der deutschen Ostpolitik. Bahr starb im Alter von 93 Jahren.
Mit einem Vierteljahrhundert Abstand legt Johannes Ludewig seine Erinnerungen aus dem administrativen Maschinenraum der deutschen Einheit vor. Seine entspannte Rückschau ist von großem Respekt vor (fast) allen Beteiligten geprägt, von Helmut Kohl bis zu den ostdeutschen Betriebsräten.
„Verblitzen“: Es war die Staatssicherheit der DDR, die diesen Begriff in die deutsche Sprache einführte. Das Wort zum Mord bezog sich auf den in den Westen geflohenen Fußballer Lutz Eigendorf, dessen Tod bis heute ungeklärt ist.
Fenster zum Westen: Vor 50 Jahren wurde in der DDR mit dem Bau des Berliner Fernsehturms begonnen. Inzwischen hat er es zum poppigen, frischen Gesamtberliner geschafft – im Gegensatz zu seinem Westberliner Pendant.
Die Debatte um den Kulturgutschutz ist unnötig – meint Isabel Pfeiffer-Poensgen, Chefin der Länderkulturstiftung. Im Interview verteidigt sie, warum der Staat entscheiden darf, ob Bilder von Warhol oder Stücke von Beethoven wertvoller sind.
Relikte aus DDR-Zeiten beschäftigen Brandenburgs Fischer bis heute. Karpfen aus Südostasien, in die man damals viele Hoffnungen steckte, sind nicht zu vermarkten. Dulden wollen die Fischer sie nicht.
Eines der Hauptangriffsziele der Ostberliner Geheimpolizei war die im westlichen Teil Berlins ansässige „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), die neben Propagandaaktionen und „administrativen Störungen“ auf dem Gebiet der DDR auch militante Operationen durchführte.
Anfang der neunziger Jahre geriet der damalige Ministerpräsident Berndt Seite unter Stasi-Verdacht. Er war aber, das zeigten die Akten, ein Opfer des SED-Überwachungsapparats. Der CDU-Politiker veröffentlicht nun ein Buch gegen die Leiden der Vergangenheit.
Cornelia Reichhelm, ehermalige Ruderin, wurde schon im Alter von 13 Jahren in der DDR unwissentlich gedopt. Sie soll nun eine staatliche Rente bekommen.
Roland Jahn, der Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde, spricht über die mangelnde Aufarbeitung der DDR-Sportgeschichte und seine zerbrochene Freundschaft mit dem Stasi-Spitzel Rolf Beilschmidt.
West- und ostdeutsche Korrespondenten erinnern sich nach Jahrzehnten an ihre Tätigkeit im Kalten Krieg. Sie sind nicht immun gegen die allzumenschliche Neigung, ihr Agieren zu veredeln oder auch verharmlosen.
Keine Aufarbeitung, kein Umdenken: Der Landessportbund Thüringen ist noch immer nicht bereit zur Auseinandersetzung mit geschundenen Athleten und Trainern der ehemaligen DDR. Warum streitet ihr nicht Auge in Auge?
Vor 25 Jahren kam die D-Mark in die DDR. Politisch war das alternativlos. Für die Wirtschaft waren die Folgen dramatisch.
Wie lebten diejenigen, die sich als „sozialistische Persönlichkeiten“ gerieren sollten, privat, zu Hause im Wohngebiet, gegebenenfalls in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis? Was haben die DDR-Tschekisten verdient?
Der frühere SED-Wirtschaftsfunktionär Alexander Schalck-Golodkowski und ehemalige Honecker-Vertraute, der sich aber auch gut mit Franz Josef Strauß verstanden hatte, ist im Alter von 82 Jahren in Rottach-Egern verstorben. Ein Nachruf.
Petra Sitte sitzt für „Die Linke“ seit 1995 im Bundestag. Das hat ihren Körper verändert. Seine Warnungen nimmt sie ernst.
Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt: Hans Joachim Schädlich entführt uns in seinem neuen Roman an deutsche Schlosshöfe. Da lässt er die Geschichte ganz schöne Faxen aufführen.
In den 1960er und 1970er Jahren war Entwicklungshilfe immer auch ein Instrument im Systemkonflikt, weil die Bundesregierung Geld und materielle Hilfe insbesondere solchen Regierungen gewährte, die im Gegenzug die DDR nicht anerkannten.
Übersiedler und Flüchtlinge aus der DDR haben doppelte Nachteile: Erst wurden sie von der Stasi schikaniert und verloren sie ihren Besitz, dann strich ihnen die Bundesrepublik große Teile ihrer Rentenansprüche. Nun soll das Verfassungsgericht entscheiden.
Im Netz sind die Daten über EU-Beihilfen öffentlich einsehbar. Vor allem Großbetriebe im Osten erhalten Millionen-Subventionen. Größter Empfänger von Beihilfen ist jedoch der Staat selbst.
Wer dieser Tage nach Iran reist, erlebt eine Gesellschaft im Umbruch. Ist das die erhoffte Tauwetterperiode? Spielerisch testet das Land aus, was erlaubt ist. Der Fortschritt ist in Zentimetern freier Frauenhaut pro Saison zu messen.
Ein Kofferradio aus der DDR war jahrelang nicht mehr als ein Schmuckstück. Doch es funktioniert tatsächlich – wenn auch nicht so, wie ein Radio es normalerweise tut.
Das angebliche „Dilemma kommunistischer Intellektueller“ in der DDR wird in einem Beitrag des Sammelbandes herausgestellt. Diese Betroffenheitsarie ist oft genug abgespielt.
Hat Gregor Gysi eine falsche eidesstattliche Versicherung im Zusammenhang mit möglichen Stasi-Kontakten abgegeben? Der Hamburger Generalstaatsanwalt will nun eine Anklage erzwingen. Ein untergebener Beamter wehrt sich dagegen. Justizsenator Steffen prüft den Fall. Ein ungewöhnlicher Vorgang.
Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
Heute vor 25 Jahren unterzeichneten die BRD und die DDR den Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, in Köln diskutiert der Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen über „Mobilität 4.0“ und in Genf lädt die Weltgesundheitsorganisation WHO zur Jahresversammlung.
Das Ampelmännchen ist wohl die letzte verbliebene „Errungenschaft“ der DDR. Wenn im Oktober 25 Jahre deutsche Einheit gefeiert wird, darf daher getrost daran erinnert werden, was unser Land seit 1990 erreicht hat.
Vor fünfundzwanzig Jahren fand die deutsche Wiedervereinigung statt. Die Gräben zwischen Ost und West sind immer noch nicht geschlossen. Die allzu pauschale Verurteilung der DDR als Unrechtsstaat trägt dazu bei. Ein Gastbeitrag
Heute muss man Familie für antiquiert, DDR-Krippen für vorbildlich und den Euro für das größte Friedensprojekt halten: Sind die alle irre, diese linken Solidaritätkasperl? Ein Aufschrei von Bruno Jonas.