Auf dem diplomatischen Schlachtfeld
Nach Monaten mühsamer Vermittlung zwischen Israel und Palästina scheint der amerikanische Außenminister John Kerry die Geduld mit den unversöhnlichen Parteien zu verlieren.
Nach Monaten mühsamer Vermittlung zwischen Israel und Palästina scheint der amerikanische Außenminister John Kerry die Geduld mit den unversöhnlichen Parteien zu verlieren.
Der Friedensprozess stockt, und Washington zieht einen Trumpf aus dem Ärmel: Die Amerikaner erwägen, den israelischen Spion Jonathan Pollard freizulassen. Das soll Israel zu Zugeständnissen bewegen.
Israelische Diplomaten protestieren gegen schlechte Arbeitsbedingungen. Das Außenministerium und mehr als 100 Vertretungen bleiben geschlossen. Außenminister Liebermann kritisiert den Streik als „verantwortungslos“.
Der britische Premier Cameron will in Israel für Frieden mit den Palästinensern werben. Aber dann gerät Israel unter massiven Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen.
Das israelische Parlament hat eine historische Entscheidung getroffen: Künftig gilt auch für ultraorthodoxe Juden die Wehrpflicht. Die Opposition boykottierte die Abstimmung in der Knesset.
Bei ihrem Besuch in Teheran hat die EU-Außenbeauftragte Ashton vor einem Scheitern der Verhandlungen über Irans Atomprogramm gewarnt. Ihr Besuch ist der ranghöchste der EU in Iran seit 2008. Israel ist verärgert.
Israels Ministerpräsident Netanjahu hat sich gegen die Iran-Politik Washingtons gewandt. Werde Iran erlaubt, weiterhin Uran anzureichern, so „würde das die Schleusen für die Proliferation öffnen“.
Amerikas Präsident Obama hat den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zu Kompromissbereitschaft im Nahen Osten gedrängt - wohl vergeblich. Netanjahu sagte, er müsse im Interesse Israels „hart bleiben“.
Israelis und Palästinenser sehnen das Ende der Verhandlungen herbei, die Amerika ihnen aufgenötigt hatte. Noch ist kein Kompromiss in Sicht. Nun greift der amerikanische Präsident Obama noch einmal ein: Heute empfängt er den Ministerpräsidenten Netanjahu.
Merkel und Netanjahu bemühen sich um Einigkeit - trotz einiger Streitpunkte. Der Vorsitzende der nationalreligiösen Partei plaudert derweil entspannt mit Ursula von der Leyen.
Bei den deutsch-israelischen Konsultationen in Jerusalem bekräftigt Kanzlerin Merkel das Ziel einer Zweistaatenlösung. Sie äußerte sich besorgt über Israels Siedlungspolitik. Einen Boykott gegen Israel aber lehnt sie ab.
Fast das ganze Bundeskabinett ist mit Angela Merkel nach Israel gereist. Man plant Projekte und unterzeichnet Abkommen. Heiklere Themen stehen noch im Hintergrund.
Bundeskanzlerin Merkel will mit Israels Premier Netanjahu über den stockenden Friedensprozess reden, vor allem die Siedlungspolitik sieht sie kritisch. Der israelische Historiker Segev hofft, Deutschland werde das selbstzerstörerische Israel retten.
Damit Israel einem Friedensabkommen mit den Palästinensern zustimmt, erhöht die EU den Druck. „Die Seite, die für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich sein wird, muss mit Konsequenzen rechnen“, sagte der EU-Botschafter in Tel Aviv der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz eine „selektive Wahrnehmung“ der Lage in Nahost vorgehalten. Zuvor hatten nationalreligiöse Abgeordnete Schulz’ Rede vor der Knesset mit Zwischenrufen gestört.
Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr war John Kerry immer wieder in Israel und den Palästinensergebieten. Der erhoffte Erfolg blieb aus - doch die Verachtung, die dem amerikanischen Außenminister entgegenschlägt, scheint stetig größer zu werden.
Im Streit mit Ankara über eine Entschädigung für die Erstürmung des Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara“ macht Israel laut einem Zeitungsbericht ein neues Angebot. Damals waren neun Menschen getötet worden.
In Israel wächst die Sorge angesichts zunehmender europäischer Boykotte. Die Regierung Netanjahu weiß noch nicht, wie sie damit umgehen soll.
Noch nie wanderten so viele französische Juden nach Israel aus. Allein im vergangenen Jahr entschieden sich mehr als 3200 dafür - ein Zuwachs von mehr als 60 Prozent. Im gelobten Land haben sie nicht nur mit der neuen Sprache zu kämpfen.
Der Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu hat eine norwegische Freundin. Von der Verbindung mit einer nichtjüdischen Frau sind nicht alle in Jerusalem begeistert.
Irans Präsident Rohani nutzt das Weltwirtschaftsforum in Davos, um den Westen zu umwerben. Selbst eine Wiedereröffnung der amerikanischen Botschaft in Teheran schließt er nicht aus. Aber Israel hält dagegen: Iran bleibe ein „Zentrum des Terrors“.
Das Weltwirtschaftsforum in Davos steht in diesem Jahr unter besonderen politischen Vorzeichen: Neben Irans Präsident Rohani werden auch Israels Präsident Peres und Premierminister Netanjahu teilnehmen. Ein Überblick über das Programm.
Die EU ist besorgt über den Bau weiterer Siedlungen in den Palästinensergebieten. Israel hat nun mehrere europäische Botschafter einbestellt: Ministerpräsident Netanjahu bezeichnet die Kritik als heuchlerisch.
Der frühere Ministerpräsident Scharon hat auf einem Hügel neben seinem Bauernhof die letzte Ruhe gefunden. Ministerpräsident Netanjahu würdigte ihn als einen „der größten Kämpfer des Volkes Israel“.
Der Sarg des früheren Ministerpräsidenten ist vor dem israelischen Parlament aufgebahrt worden. Bis zum Abend werden tausende Israelis erwartet, um Ariel Scharon die letzte Ehre zu erweisen.
Der verstorbene Ariel Scharon war ein eigenwilliger und draufgängerischer Politiker. Bevor er vor acht Jahren ins Koma fiel, überraschte er sein Land mit einem radikalen Kurswechsel in der Gaza-Frage.
Politiker des Westens haben Ariel Scharon nach seinem Tod als einen der wichtigsten Architekten Israels gewürdigt. Die radikalislamistische Hamas wünscht ihn zur Hölle. Von Sonntag an wird er in der Knesset aufgebahrt.
Der Soldat Scharon kämpfte schonungslos gegen die Palästinenser. Als Regierungschef musste er jedoch einsehen, dass Israel Siedlungen aufgeben muss. Ein Kommentar.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann trifft Siedler aus dem Westjordanland. Danach schreiben israelische Medien von einer „neuen Lobby im Bundestag“ für den Siedlungsbau. Connemann fühlt sich missverstanden - und ist „bestürzt“.
In Israel sprechen sich auch Spitzenpolitiker mit Spitznamen an. Nett sind sie deshalb längst nicht zueinander.
Außenminister Kerry hat das Abkommen mit Iran im Kongress verteidigt. Doch Parlamentarier beider Parteien wollen die Sanktionen verschärfen.
Zur Trauerfeier Nelson Mandelas haben sich mehr als 100 amtierende und frühere Regierungschefs angekündigt. Israels Ministerpräsident Netanjahu und der Dalai Lama sagten indes ab.
Was andere als Durchbruch im Atomstreit feiern, sieht Israel als „historischen Fehler“. Im Telefongespräch mit Ministerpräsident Netanjahu versucht Obama, den Zorn des Verbündeten zu mildern. Die EU will schon im Dezember erste Sanktionen aufheben.
Nach der Einigung von Genf twittern Irans Oberhaupt Chamenei und Präsident Rohani, als seien sie ein Herz und eine Seele. Rohani leitet gar Kurzmitteilungen des Erzfeindes Amerika weiter.
löw./anr./hcr. GENF/WASHINGTON/JERUSALEM, 24. November. Der amerikanische Präsident Barack Obama hat die Genfer Vereinbarung der Sechsergruppe mit Iran als ...
Barack Obama wollte den Genfer Erfolg als erster verkünden. Mit Blick auf Israel und die Republikaner gab er sich zurückhaltend.