Der Marsch, der keiner war
Benito Mussolini ist vor hundert Jahren durch eine Inszenierung an die Macht gekommen. Bis die Entscheidung gefallen war, hat er das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgt.
Benito Mussolini ist vor hundert Jahren durch eine Inszenierung an die Macht gekommen. Bis die Entscheidung gefallen war, hat er das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgt.
Silvio Berlusconi macht Giorgia Meloni das Leben schwer. Er zeigt offen seine Abneigung und brüstet sich damit, zu den „fünf wirklichen Freunden“ Putins zu gehören. Aber Meloni weist ihn in die Schranken.
Am 27. Oktober jährt sich die Machtergreifung der Faschisten unter Mussolini zum 100. Mal. Bilder des Diktators hängen indes immer noch in mehreren Regierungsgebäuden. Ein ehemaliger Minister protestiert nun öffentlich.
Im neuen italienischen Parlament warnt die Alterspräsidentin, eine Holocaustüberlebende, vor dem Faschismus. Rosen erhält sie vom neuen Senatspräsidenten, der eine Mussolini-Büste zu Hause stehen hat.
Giorgia Meloni wird voraussichtlich die Wahl in Italien gewinnen. Bei ihrer postfaschistischen Partei ist Zweideutigkeit Programm. Die Chefin hat das zu einer Kunst verfeinert.
Nicht nur in seinem Geburtsort ist die Erinnerung an Benito Mussolini noch wach. Auch die italienischen Rechtspopulisten atmen seinen Geist. Kehrt nach den Parlamentswahlen der Faschismus wieder?
Das Parteilogo der Brüder Italiens ziert eine Flamme. Das Symbol stammt von den Neofaschisten. Eine Holocaust-Überlebende fordert, darauf zu verzichten. Giorgia Meloni lehnt das ab.
Die politischen Kontroversen um diesen Papst sind mit Sicherheit noch nicht zu Ende: David Kertzer legt eine teils aus neuen Quellen gearbeitete Darstellung der Politik von Pius XII. in den Kriegsjahren vor.
Die italienische Regierung hat sich zerlegt. Die nächste wird wahrscheinlich von Giorgia Meloni angeführt, der Chefin der „Brüder Italiens“. Ihr Verhältnis zum Faschismus bezeichnet sie als „entspannt“.
Mit Wolle, Leinen und Löchern gegen Repressionen: Fünf Museen im norwegischen Trondheim zeigen die modernen Erbinnen der „Weberin gegen Hitler“, Hannah Ryggen.
Der „Tag der Befreiung“ spaltet Italien schon immer. Dieses Jahr ist er überschattet vom Streit der Linken über den Umgang mit Putins Krieg.
Auch 100 Jahre nach Gründung der faschistischen Partei lebt das Erbe des Diktators in Italien weiter. Die faschistische Epoche wird von manchen verklärt.
Historiker streiten über etwaige Bezüge zwischen Kolonialismus und Holocaust. Hat es literarische Fiktion da einfacher? Ein Besuch im Schloss Miramare bei Triest, dem Schauplatz von Claudio Magris’ jüngstem Roman, hält interessante Lehren parat.
Ein Park im italienischen Latina soll wieder nach einem Bruder Benito Mussolinis heißen. Der bizarre Namensstreit über die Grünanlage „Parco Falcone Borsellino“ belastet die Koalition in Rom.
Wer wollte nicht alles schon von Dante profitieren? Besonders eifrig versuchten es die Diktatoren Mussolini und Hitler, aber die Commedia überstand auch diese Anmaßungen.
Vier Männer brachten den Sprengstoff für die Südtiroler „Feuernacht“ von 1961 auf Saumpfaden über die italienische Grenze. Ihrer Verhaftung entzogen sie sich durch Flucht nach Österreich und Bayern. Wird Italiens Staatspräsident sie begnadigen?
Violet Gibson verfehlte Mussolini vor 95 Jahren nur knapp, kein Attentäter kam ihm so nah wie sie. Lange galt die Irin als Verrückte. 65 Jahre nach ihrem Tod soll in Dublin mit einer Plakette an die „politische Tat“ erinnert werden.
Vor 80 Jahren begann der deutsche Angriff auf Griechenland und Jugoslawien. Er dauerte nur wenige Wochen – und ist weiter Anlass für Reparationsforderungen.
Vier Attentate hat es auf Mussolini gegeben. Niemand kam seinem Ziel so nah wie die Irin Violet Gibson. Nun soll sie rehabilitiert werden.
Das Städtchen Nemi fordert von Deutschland Wiedergutmachung, um zwei 1944 zerstörte Schiffe des Kaisers Caligula mittels 3-D-Druck zu rekonstruieren. Die Kähne waren erst 1940 auf Betreiben Mussolinis entdeckt worden.
In Italien wacht der Bademeister über die Abstandsregeln zwischen den Liegen. Auf Plexiglaswände kann man verzichten. Aber es wird minutiös festgelegt, wie sich Betreiber und Gäste von Strandbädern im „Pandemie-Sommer“ 2020 zu verhalten haben.
Italien hat verheerende Erfahrung mit seinen Staatsholdings gemacht. Doch das scheint nun vergessen – der Staat will das Sagen in den Unternehmen zurück.
Beziehung mit Machtumkehr: Christian Goeschel untersucht die Geschichte der Allianz zwischen Benito Mussolini und Adolf Hitler. Die ganze Praxis ihres mörderischen Handwerks erfasst er nicht.
Nach dem Eklat um eine Ehrenauszeichnung hat die Gesellschaft für Goldschmiedekunst in Hanau die Nazi-Verstrickungen der damaligen Vereinsspitze aufarbeiten lassen. Diese reichten bis ganz nach oben.
Fendi orientiert sich nach dem Tod von Chefdesigner Karl Lagerfeld neu – und macht die Baguette-Tasche wieder zum Trendobjekt.
Vor 75 Jahren ermordeten deutsche Soldaten in einem Bergdorf in der Toskana 560 wehrlose Menschen. Die Täter wurden nicht zur Rechenschaft gezogen.
Kurt Salterberg gehörte zur Begleitkompanie im Führerhauptquartier. Vor 75 Jahren erlebte er das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 aus nächster Nähe mit.
Über 20 Jahre lang herrschte Benito Mussolini als Diktator in Italien. Für große Empörung sorgte vergangene Woche der italienische Präsident des EU-Parlaments, als er sich positiv über den faschistischen Machthaber äußerte.
„Wenn wir ehrlich sein wollen, hat er Straßen, Brücken, Gebäude, Sportanlagen gebaut“. Das sagt EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani über den faschistischen Diktator Benito Mussolini – und löst damit große Empörung aus.
Die griechische Insel Leros will für ihre Architektur den Welterbestatus. Die dort gelegene Stadt Lakki wurde als Einheit im Stil des Rationalismus gebaut, sie entstand, als die Insel zu Italien gehörte.
Das tiefe Missverständnis zwischen ihm und der Stadt tritt noch einmal wie unter einem Brennglas hervor: Sir Simon Rattle nimmt Abschied von den Berliner Philharmonikern.
Italienische Richter haben die Eltern eines 14 Monate alten Jungen vorgeladen – weil ihr Sohn heißt, wie der frühere faschistische Diktator. Dabei hat sich das Paar nur an eine gängige Tradition gehalten.
Als Diktatur und Avantgarde paktierten: Die Fondazione Prada lässt in Mailand die Kunst des italienischen Faschismus auferstehen.
Ein offenbar rassistisch motivierter Angriff auf Afrikaner hat Italien erschüttert, mitten im Wahlkampf. Der dreht sich jetzt vor allem um ein Thema: Einwanderung.
Das Grabmal des römischen Kaisers Augustus wird mit Hilfe eines Mäzens restauriert. Bis 2019 soll Rom ein besonders verrottetes Herzstück frisch renoviert zurück erhalten.
Manche lernen aus der Geschichte nur die Selbstinszenierung als Gipfel der menschlichen Entwicklung. Dabei ist gerade die pauschale Verdammung der Vergangenheit Kernbestandteil aller totalitären Systeme.