Die Arbeit ist und bleibt gefährlich
Mit dem Rückzug der Amerikaner aus Afghanistan stellt sich auch jenseits der Bundeswehr die Frage, wer noch im Land bleiben kann: Wie können deutsche und lokale Mitarbeiter künftig geschützt werden?
Mit dem Rückzug der Amerikaner aus Afghanistan stellt sich auch jenseits der Bundeswehr die Frage, wer noch im Land bleiben kann: Wie können deutsche und lokale Mitarbeiter künftig geschützt werden?
Wenn die Taliban wieder größeren Einfluss am Hindukusch gewinnen, könnte es noch mehr Flüchtlinge geben. Deshalb sollte Deutschland Afghanistan weiter beistehen.
Eigentlich sollte es einheitliche Regeln für Geimpfte geben. Doch einzelne Bundesländer preschen einmal mehr vor. Und: Ist klassische Musik rassistisch und kann unser Land Fahrradland werden? Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Kurz vor dem Beginn des geplanten Truppenabzugs aus Afghanistan reduzieren die Vereinigten Staaten ihr Botschaftspersonal in Kabul. Grund sei die zunehmende Gewalt in dem Land.
Wenn die Amerikaner gehen, können die Deutschen nicht bleiben. Deshalb drückt Berlin jetzt beim Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan aufs Tempo. Vieles bleibt zurück am Hindukusch.
Das Ziel, Al Qaida zu zerschlagen, sei erreicht worden, sagt die Verteidigungsministerin zum Ende des Afghanistan-Einsatzes. Einige Vorstellungen für das Land seien jedoch von Anfang an unrealistisch gewesen.
Die Entscheidung der Amerikaner, Afghanistan bis September zu verlassen, setzt die Verbündeten unter Druck. Auch die verbliebenen deutschen Polizeiausbilder sollen nun zügig bis Ende des Monats abgezogen werden.
Die Bundeswehr ist auf einen früheren Abzug aus Afghanistan vorbereitet.
Eigentlich wollte die Bundeswehr alle deutschen Soldaten bis Mitte August aus Afghanistan abgezogen haben, doch nun könnte es schon Anfang Juli so weit sein.
Der Abzug vom Hindukusch könnte deutlich an Tempo zulegen. Für die Bundeswehr wäre das eine Herausforderung. Sie könnte gezwungen sein, Material zurückzulassen oder zu zerstören.
Wer als Afghane sein Leben für deutsche Truppen riskiert habe, dürfe nicht schutzlos zurückgelassen werden, sagt die Verteidigungsministerin. Die Ortskräfte sollen schneller nach Deutschland kommen können.
Die politische Lesart von Joe Bidens Entscheidung zum Truppenabzug in Afghanistan scheint klar: Amerika will nicht länger Weltpolizei spielen. Aber wie steht es um die moralische Lesart?
Biden legt mit seiner Ankündigung, die Truppen aus Afghanistan abzuziehen, den Finger in die Wunde: Es war nicht mehr klar, was die Nato am Hindukusch erreichen will und kann.
Unmittelbar nach der umstrittenen Abzugsentscheidung reist der amerikanische Außenminister überraschend nach Kabul. Er wolle Amerikas anhaltendes Engagement in Afghanistan demonstrieren, sagt Antony Blinken dort.
Ganze 20 Jahre nach Beginn des Afghanistan-Kriegs läuten die USA und ihre Nato-Partner, darunter Deutschland, das Ende des Militäreinsatzes ein.
Nach der Ankündigung der Vereinigten Staaten hat auch die Nato den vollständigen Truppenabzug aus Afghanistan offiziell beschlossen. Die Außen- und Verteidigungsminister der 30 Nato-Länder einigten sich nach Angaben des Militärbündnisses darauf, am 1. Mai „geordnet, koordiniert und überlegt“ mit dem Truppenabzug zu beginnen.
Das Bundesverfassungsgericht fällt sein Urteil über den Berliner Mietendeckel. Auch die Nato zieht ihre Truppen aus Afghanistan ab. Und die CDU wünscht sich ein Ende des Machtkampfes. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Außenminister Heiko Maas betont, dass die zivile Unterstützung des Landes weitergeht. Bundeswehrvertreter fordern eine ehrliche Aufarbeitung des Einsatzes. Weil die Frage nach dem „Wofür“ nicht beantwortet worden sei, bleibe ein bitterer Nachgeschmack.
Präsident Bidens Ankündigung, aus Afghanistan abzuziehen, stellt die Nato-Partner vor vollendete Tatsachen. Aber aus amerikanischer Sicht ist das Zeitalter der Antiterrorkriege vorbei. Die strategischen Interessen liegen woanders.
Bis zum 11. September sollen die Soldaten aus Afghanistan abziehen – dann endet Amerikas längster Krieg. Zurück bleibt ein ungutes Gefühl. Doch der Präsident sieht Amerika mitten in einem weit größeren Konflikt.
Seit 2001 sind amerikanische Truppen in Afghanistan stationiert. Der Abzug ist beschlossen, Präsident Joe Biden will damit Verantwortung übernehmen.
Mehr als 150.000 deutsche Soldaten haben seit 2001 in Afghanistan gedient. Inzwischen bereitet sich auch die Bundeswehr auf den Abzug vor – ohne die Amerikaner wäre sie dort kaum einsatzfähig.
Der Präsident mag eine Lösung dafür gefunden haben, die Vereinigten Staaten aus dem längsten Krieg ihrer Geschichte herauszunehmen. Aber für die Afghanen ist der Krieg damit noch lange nicht beendet.
Der amerikanische Außenminister Blinken verteidigt beim Nato-Treffen die Entscheidung über den Abzug aus Afghanistan. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer macht klar, dass dies auch den Abzug der Bundeswehr bedeutet.
Nach der Festlegung Nordamerikas für den Truppenabzug aus Afghanistan rechnet Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) damit, dass nun auch die Nato sehr schnell einen entsprechenden Beschluss fassen wird. Damit könnte auch der Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch bis zum 11. September enden.
Präsident Joe Biden will bis zum 11. September die amerikanischen Truppen aus Afghanistan abziehen.
Joe Biden will in Kürze den Abzug der Soldaten aus Afghanistan verkünden. Der Einsatz dort gilt als gescheitert, die Zukunft ohne amerikanische Truppen ist ungewiss.
Opposition und Fraktionen debattieren weiter über die neue Bundes-Notbremse. In New York geht das größte amerikanische Crypto-Unternehmen an die Börse. Die Nato beruft ein außerordentliches Treffen ein. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die 750 noch am Hindukusch stationierten britischen Soldaten seien auf die Infrastruktur der Amerikaner angewiesen, heißt es in London. Daher schließe sich Großbritannien den Abzugsplänen in Washington an.
Der amerikanische Präsident hat sich dafür entschieden, den internationalen Militäreinsatz am Hindukusch in den nächsten fünf Monaten zu beenden – ohne Gegenleistung der Taliban.
Die Ukraine hat die Nato angesichts des russischen Truppenaufmarschs an ihren Grenzen um militärische Hilfe gebeten. Aber die Allianz reagiert verhalten. Was kann sie tun?
Der Bund bringt 20 abgelehnte Asylsuchende zurück nach Afghanistan. Seit Wiederaufnahme der Abschiebungen im Dezember wird monatlich ein Flug durchgeführt. In Berlin gibt es Proteste.
Wenn sich genügend Unterstützer fänden, könnte ein Boykott Pekings Propagandashow 2022 verderben. Aber die eigentlich Schuldigen an dem Konflikt sitzen im Internationalen Olympischen Komitee.
Washington nimmt die von Trump verhängten Sanktionen gegen das Gericht in Den Haag zurück. Die Kritik an den Ermittlungen gegen amerikanische Soldaten in Afghanistan bekräftigte Außenminister Blinken jedoch.
Bei seiner ersten formellen Pressekonferenz betont der amerikanische Präsident die Fortschritte seiner Regierung bei den Corona-Impfungen. Aussagen macht Biden auch über den Truppenabzug aus Afghanistan und seine Wiederwahl.