Das Schweigen der AfD-Männer
Frauke Petry kokettiert in einem Interview mit dem Rücktritt. Das scheint in der AfD jedoch kein Entsetzen auszulösen. Im Gegenteil: kaum jemand widerspricht.
Frauke Petry kokettiert in einem Interview mit dem Rücktritt. Das scheint in der AfD jedoch kein Entsetzen auszulösen. Im Gegenteil: kaum jemand widerspricht.
In einem Interview sinniert AfD-Chefin Frauke Petry über einen Ausstieg aus der Politik. Anschließend lässt sie dementieren, Rücktrittsgedanken angedeutet zu haben. Das Interview hat sie nach FAZ.NET-Informationen aber selbst autorisiert.
Erstmals tritt mit Großbritannien ein Staat aus der EU aus. Über die unkalkulierbaren Folgen diskutierte auch Sandra Maischberger mit ihren Gästen. Fazit: Auf die Deutschen ist wenigstens noch Verlass.
Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland warnt „eindringlich“ vor der AfD. Mit deren Wahlerfolg sei der „Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“
Mit seinem Geschäftsordnungstrick, einen AfD-Alterspräsidenten zu verhindern, begibt sich der Bundestag auf das Niveau der Politiker, die er bekämpfen will.
Grüne und FDP lassen nach: In der repräsentativen Allensbach-Umfrage im Auftrag der F.A.Z. verringert sich der Abstand zwischen SPD und Union deutlich – der größte Verlierer ist aber die AfD.
In 150 Kölner Kneipen liegen in den nächsten Wochen Bierdeckel der etwas anderen Art aus: „Kein Kölsch für Nazis“ steht darauf. So wollen Gastronomen ein Zeichen gegen Rassismus und die AfD setzen.
Während die Kirchen die Religionsfreiheit hochhalten und für eine offene Gesellschaft eintreten, will die AfD genau das Gegenteil. Kirchenleute und Rechtspopulisten sind sich trotzdem manchmal ähnlicher, als ihnen lieb sein kann.
Wie viele gefallene AfD-Funktionäre schon wegen Frauke Petry in Tränen ausgebrochen sind, ist unbekannt. Nun brachten Rechte aus ihrem eigenen Landesverband die Parteichefin selbst zum Weinen. Was war passiert?
Das kleine Saarland hätte große Geschichte schreiben können. Aber zum Machtwechsel kommt es nicht. Dennoch ist jetzt klar: Die CDU kämpft gegen Rot-Rot-Grün – und gegen Demoskopen.
Wieso das Ergebnis für die SPD keine Klatsche war, wie sehr AfD-Anhänger mit der eigenen Partei hadern – und wie die CDU von der Angst vor Rot-Rot bei älteren Wählern profitieren konnte. Die Wahlanalyse.
Am Abend des Wahlsiegs der CDU im Saarland finden die Vertreter der Parteien bei Anne Will schnell zu sich: Fast jeder hat gewonnen, die Fehler liegen bei den anderen, für die Bundestagswahl ist nichts entschieden. Ist das der „Schulz-Effekt“?
Wie weggewischt sind auf einmal die Worst-Case-Szenarien in der Union. Den Kritikern von Merkels Wahlkampfstrategie sind mit der Saarland-Wahl vorerst die Argumente ausgegangen. Doch auch das kann sich schnell wieder ändern.
Lange Gesichter bei der SPD, kein Cuba Libre bei der Linkspartei, und die AfD verzichtet sogar auf eine Wahlparty – aus gutem Grund. Die Grünen sind zerknirscht, und in der FDP-Bundeszentrale geschieht etwas Bemerkenswertes.
Die AfD im Saarland kommt zwar mit sechs Prozent in den Landtag. Doch die rechtspopulistische Partei erzielt damit das viertschlechteste Ergebnis in elf Landtagswahlen. Ein Triumph sieht anders aus.
Im Saarland siegt die Zufriedenheit mit Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer. Die CDU ist glücklich, die SPD in Katerstimmung nach dem Schulz-Rausch. Nun wird wieder gemeinsam nüchtern regiert.
+++ Martin Schulz gesteht Niederlage an der Saar ein +++ Linkspartei fordert von SPD Politikwechsel +++ Grünen-Spitzenkandidat Ulrich kündigt Rückzug aus dem Landesvorstand an +++ AfD hofft auf besseres Ergebnis bei der Bundestagswahl +++ Die Saarlandwahl im FAZ.NET-Liveblog
+++ CDU mit deutlichen Zugewinnen stärkste Kraft +++ SPD kann vom Schulz-Effekt nicht profitieren +++ Die AfD erreicht sechs Prozent +++ Grüne und FDP ziehen nicht in den Landtag ein +++
Die CDU hat die Landtagswahl im Saarland überraschend klar gewonnen. Die SPD verliert leicht, die Grünen sind nicht mehr im Parlament vertreten, die AfD liegt bei mehr als sechs Prozent, die Piratenpartei fliegt raus.
Bei der Wahl im kleinen Saarland werden dieses Mal viele Fragen beantwortet, die auch bundespolitisch von großer Bedeutung sind. Kommt die erste rot-rot(-grün)e Koalition in einem westdeutschen Flächenland?
Mit dem AfD-Kandidaten Wilhelm von Gottberg könnte der Bundestag bald einen Alterspräsidenten mit fragwürdigen Ansichten haben. Das würde Deutschland schaden. Norbert Lammerts Auswahlkriterium für das Amt ist daher das bessere.
Während Martin Schulz mit dem Thema soziale Gerechtigkeit punktet, schweigt Kanzlerin Merkel – und wirkt geradezu ideenlos. Womit könnte sie auch Wahlkampf machen?
Wie im Saarland gewählt wird, hat normalerweise nur wenig Einfluss auf die Bundespolitik. Dieses Mal ist das anders: Welche Koalition künftig in Saarbrücken regiert, könnte auch ein Zeichen für Berlin sein.
Wenn der Zensurgärtner gleichzeitig der Pöblerbock im rechtsfreien Raum ist: Parteien und ihre Partner neigen im Internet selbst dazu, sich unangemessen zu benehmen. Eigentlich sind sie ein Fall für ein Hatespeechgesetz.
Als Oppositionspartei dürfte die AfD im zukünftigen Bundestag ziemlich isoliert sein. Ein Vorstoß von Norbert Lammert gibt jetzt schon einen Vorgeschmack darauf: Er will offenbar verhindern, dass ein AfD-Politiker Alterspräsident wird.
Mit Spannung schauen auch die Bundesparteien nach Saarbrücken. Die erste Landtagswahl nach der Nominierung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten wird zeigen, ob der Hype um ihn nicht nur in den Umfragen anhält.
London trauert, und die Ermittler stehen noch am Anfang der Untersuchungen zum Anschlag vom Mittwoch. Doch einige Politiker in Europa glauben schon zu wissen, welche Schlüsse zu ziehen sind.
Am Samstag wird sich in Schwetzingen ein „Freiheitlich-konservativer Aufbruch in der Union“ formieren. Der bekannteste Vertreter ist der ehemalige hessische Kultus- und Justizminister Christean Wagner (CDU).
Die AfD kritisiert andere Parteien häufig, lässt sich aber selbst auf „intransparente Wahlwerbung“ ein, so der Vorwurf von Lobbycontrol: Wie zuvor in anderen Ländern, fließt auch im saarländischen Wahlkampf Geld aus seltsamer Quelle.
Nicht nur Abgehängte wählen die AfD. Viele sind von den Ideen der Partei überzeugt. Wer der AfD Wähler abjagen will, muss sich dessen bewusst sein.
Über sein Wahlprogramm hat Martin Schulz auf dem SPD-Parteitag wenig Konkretes gesagt. Doch in einem Punkt wurde er ganz deutlich: Seine Partei sei die stärkste Gegnerin europa- und demokratiefeindlicher Kräfte.
Der Parteichef der AfD in Kiel hält Multikulti für gescheitert. Kein ungewöhnlicher Standpunkt in der Partei. Doch Herr Demagbo stammt aus Westafrika. Wie passt das zusammen?
Wie kommt man in den Schulz-Rausch? Ich versuche es so: Schulz sehen, Autogramm holen, in Ohnmacht fallen. Ein Selbstversuch.
Jung, rechts und vermeintlich hip demonstrieren die „Identitären“ gegen eine „Islamisierung Europas“. Der Präsident des Verfassungsschutzes warnt nun, die Gruppe radikalisiere sich zusehends.
Die AfD ist keineswegs ein Sammelbecken der Abgehängten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorliegt.
Der Wirtschaftsclub Rhein-Main hat die AfD-Chefin Frauke Petry eingeladen und steht jetzt in der Pflicht: Seine Mitglieder müssen populistische Argumente in der Debatte entzaubern.