Die Massen rufen
Armeechef Sisi lässt sich als Retter feiern, ist aber ohne Programm. Ex-Militär Anan bringt sich als Präsidentschaftskandidat in Position. Für die Probleme des Landes findet Ägypten keine Lösung.
Armeechef Sisi lässt sich als Retter feiern, ist aber ohne Programm. Ex-Militär Anan bringt sich als Präsidentschaftskandidat in Position. Für die Probleme des Landes findet Ägypten keine Lösung.
In den vergangenen Tagen gab es nur wenige Beiträge, die sich wirklich seriös um eine Konfliktentschärfung auf der Krim bemühten. Einige davon kamen aus Berlin.
Der Paläogenetiker Svante Pääbo erforscht, wie der Mensch zum Menschen wurde. Und wie viel Neandertal noch in uns steckt. Jetzt hat er seine Biographie geschrieben.
Die Schweiz lässt Konten sperren und nimmt Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen Viktor Janukowitsch und seinen Sohn auf. Oleksandr Janukowitsch soll bis zu 500 Millionen Dollar besitzen.
Nur sieben Monate nach seiner Einsetzung durch Militärmachthaber Sisi hat Ministerpräsident Beblawi den Rücktritt seiner Regierung erklärt. Nun warten alle auf die Kandidatur Sisis bei den Präsidentenwahlen.
In Kairo müssen sich mehrere Mitarbeiter Al Dschaziras vor Gericht verantworten. Man wirft ihnen vor, ein „terroristisches Mediennetz“ aufgebaut zu haben.
Im dritten Quartal 2013 haben EU-Grenzschützer mehr als doppelt so viele Flüchtlinge an den südlichen Grenzen aufgegriffen wie im Jahr davor. Auch in Deutschland stiegen Festnahmen von Einwanderern.
Die Islamistengruppe „Ansar Bait al-Makdis“ hat sich zu dem jüngsten Anschlag in Ägypten bekannt. Drei Menschen waren getötet worden, mindestens 20 Menschen wurden verletzt.
Ägyptische Sicherheitskräfte befürchten nach dem jüngsten Anschlag eine neue Welle der Gewalt auf der Sinai-Halbinsel. Das Auswärtige Amt sprach eine Reisewarnung für den Badeort Taba aus.
Der ägyptische Militärmachthaber Sisi besucht Moskau. Es geht um umfangreiche Rüstungsgeschäfte - und eine neue Allianz auf autoritärer Grundlage. Nebenbei verkündet Putin Sisis Kandidatur bei der Präsidentenwahl.
Ein anonymer Anrufer will in einer Ruine kistenweise Artefakte und Gebeine entdeckt haben. Bei der Ortsbegehung zeigt sich: Hier lagert ein mittelalterlicher Schatz. Jetzt wird die Sache unheimlich.
Die ägyptische Regierung macht immer mehr Druck auf Journalisten: Wer nicht so berichtet wie die Behörden wollen, läuft Gefahr, ohne Anklage als Verräter verhaftet oder attackiert zu werden.
Politische Satire ist die Domäne des Ägypters Bassem Youssef. Im Herbst wurde seine Sendung „AlBernameg“ abgesetzt. Bald steht der Neustart an - und die Deutsche Welle nimmt die Schau ins Programm.
Die syrischen Christen geraten zwischen die Fronten. Vom Bürgerkrieg ist diese Minderheit besonders bedroht. Ihr religiöses Oberhaupt hofft auf Verständigung - ein Gespräch mit Ignatius Joseph III. Younan.
Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Muhammad Mursi fließen Milliarden nach Ägypten. Jetzt legt Saudi-Arabien noch einmal bis zu vier Milliarden Dollar drauf, berichtet die Zeitung „Al Ahram“.
Der Personenkult um Ägyptens Militärchef Abd al Fattah al Sisi hat ungeheure Ausmaße erreicht. Jetzt strebt er ins Präsidentenamt. Kritiker sehen das Land vor einem Übergang von einer Diktatur in die nächste.
Die Revolutionäre sehen sich betrogen. Es gibt zwar Lichtblicke in der arabischen Welt, zum Beispiel in Tunesien. Aber insgesamt überwiegen drei Jahre nach Beginn des „Arabischen Frühlings“ Enttäuschung und Düsternis, in Libyen, Ägypten, im Irak und im Libanon. Ein Kommentar.
Der ägyptische Militärchef al Sisi ist von der Militärführung zur Präsidentschaftskandidatur ermächtigt worden. Er gilt seit dem Sturz Mursis als der eigentliche Machthaber in Ägypten.
Für die Freiheit der Kunst in einer stolzen Pharaonenstadt: Das Filmfestival in Luxor trotzt Anschlägen und Repression und lässt die Kinokultur in Ägypten aufleben.
Drei Jahre nach dem Volksaufstand gegen Mubarak eskaliert der Machtkampf zwischen Armee und Anhängern des gestürzten Präsidenten Mursi. Bei Anschlägen und Zusammenstößen sind Dutzende Tote zu beklagen.
In Ägypten weicht die Hoffnung auf Wandel immer mehr dem trügerischen Traum von einem starken Mann in Uniform, der alles wieder in Ordnung bringt. Er könnte zum Albtraum werden.
Sechs Tote bei vier Anschlägen: Kurz vor dem Jahrestag der Revolution gegen Husni Mubarak erschüttert Terror die ägyptische Hauptstadt. Die deutsche Botschaft rät, Menschenansammlungen zu meiden.
Die Sprayer schlagen zurück: Marco Wilms Dokumentarfilm „Art War“ zeigt den dramatischen Protest von Künstlern in Kairo im arabischen Frühling.
Eine überwältigende Mehrheit für die neue Verfassung kann die Spaltung des Landes nicht überdecken. Alle Hoffnung liegt nun auf Armeechef Sisi, für Ägyptens Rückkehr in stabile Verhältnisse zu sorgen.
Die neue Verfassung für Ägypten ist offenbar mit großer Mehrheit angenommen worden. Wie das Innenministerium unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte, stimmten etwa 95 Prozent der Teilnehmer des Referendums zu.
Die Ägypter haben abgestimmt: Die Regierung meldet als vorläufiges Ergebnis mehr als 90 Prozent Zustimmung für den Verfassungsentwurf, der die Rolle des Militärs stärkt. Die entmachtete Muslimbruderschaft hatte die Abstimmung boykottiert.
Amerikanische Archäologen sind im ägyptischen Abydos auf das Grab des bisher unbekannten Pharaos Senebkai gestoßen. Es ist erst die zweite unversehrt aufgefundene Grabkammer nach der Tutenchamuns.
Mit der Restauration und Dominanz des Militärs scheint ein Großteil der Ägypter einverstanden zu sein. Das ist nicht das, was die Revolutionäre 2011 im Sinn gehabt hatten. Aber die Leute wollen Stabilität.
Auch am zweiten Tag des Verfassungsreferendums in Ägypten strömen Zehntausende an die Wahlurnen. Anhänger Armeechefs Sisi behaupten, die Wahlbeteiligung sei am ersten Tag so hoch gewesen wie bei keiner Wahl seit dem Sturz Mubaraks.
Auch am Tag der Abstimmung über die neue Verfassung gibt es Tote in Ägypten. Zugleich wird überall Armeechef Abd al Fattah al Sisi gefeiert. Die Stimmung ist eindeutig, Debatten vor den Wahllokalen gibt es nicht mehr.
Hunderttausende sind in Kairo auf der Straße, um für die neue Verfassung zu stimmen. Sie trägt die Handschrift von Armeechef Sisi, den sich viele Ägypter als Präsidenten wünschen. Die Stimmung ist friedlich. Anderswo explodieren Bomben.
In Ägypten hat die zweitägige Abstimmung über die neue Verfassung begonnen. Sie trägt die deutliche Handschrift der amtierenden Militärregierung. Am Morgen explodierte eine Bombe in Kairo.
Die Ägypter stimmen heute und Morgen über ihre neue Verfassung ab. Armeechef Sisi macht aus dem Referendum ein Votum über seine Präsidentschaftskandidatur: „Blamiert mich nicht vor der Welt!“
Vor fast genau acht Jahren fiel der israelische Likud-Politiker Ariel Scharon nach einer Hirnblutung ins Koma. Nun ist Scharon in einer Klinik in Tel Aviv gestorben. Er stand für die Siedlungsgeschichte Israels wie kein anderer.
In Ägypten stehen sich Islamisten und Regierung weiter unversöhnlich gegenüber. Der einflussreiche Prediger Qaradwi rief zum Boykott des nahenden Verfassungsreferendums auf.
Der Dokumentarfilmer Eric Friedler erinnert an Abie Nathan, den Mann, der sich im Alleingang zwischen die Fronten des Nahost-Konflikts wagte: „The Voice of Peace“ im Ersten.