Leute der Woche
Herbert Grönemeyer hat der CDU untersagt, seinen Song für Wahlkampfzwecke zu nutzen. Jetzt nutzte auch Robert Habeck von den Grünen diese Melodie – und der Musikstar reagierte prompt.
Im Gespräch mit Kommilitonen schlägt unserem Autor zuweilen eine Unbildung entgegen, die ihn erschreckt – zumal er sie auch an sich selbst wahrnimmt. Bricht die Generation Tiktok endgültig mit einem bürgerlichen Ideal?
Die Art Cologne lässt sich von den politischen Verwerfungen nicht erschüttern und setzt auf junge Kunst. Ein Rundgang über die wichtigste deutsche Kunstmesse für Moderne und Zeitgenossen.
In Frankreich flammt die Debatte um Missbrauch in der katholischen Kirche neu auf. Auslöser ist eine Statue des Künstlers James Colomina, die den toten Priester Abbé Pierre mit erigiertem Penis zeigt. Über Jahrzehnte missbrauchte er Minderjährige.
Erstarrte Bewegung: Zu Besuch in Berlin bei Analog Glass, das Leuchten, Krüge und Spiegel mit Sammlerwert herstellen lässt. Es ist wie eine Reise in ein anderes Berlin.
Karikaturen passen nicht zur politischen Korrektheit. Manche Zeitung hat sie ganz verbannt. Aus Rücksicht? Aus Angst? Politik lässt sich aber nur mit Humor durchschauen.
Aufwendig gestaltete Chorbücher, die seit dem Mittelalter zur Grundausstattung des Mainzer Karmeliterklosters gehörten, sind aktuell im Dommuseum zu sehen.
Am zweiten Tag der F.A.Z.-KI-Konferenz in Frankfurt ist unter anderem Nico Lange von der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gast, der über die neue Rolle von KI im War-Room berichtet.
Essenz des Essens: Zum Tod des Gartenkünstlers, Bronze-Bildhauers, Museumsgründers und Spazierstocksammlers Daniel Spoerri.
Vielseitig und ambiguitätstolerant: Kaiser Maximilian I. war ein in vieler Hinsicht bemerkenswerter Herrscher. Ein Wiener Forschungsprojekt zeichnet ein glanzvolles Bild seines Hoflebens.
Kirill Serebrennikow macht aus der Oper „Leben mit einem Idioten“ von Alfred Schnittke nach Viktor Jerofejew eine frauenfeindliche Verherrlichung männlicher Homosexualität.
New Yorker wählen viel liberaler als der Großteil des Landes. Künstler und Intellektuelle sind entgeistert, als klar wird, dass Donald Trump vorn liegt.
Der Vorarlberger Maler Rudolf Wacker war das Puzzleteil, das bislang im großen Bild der Neuen Sachlichkeit noch fehlte. Nun zeigt das Wiener Leopold Museum dessen eindrückliche gemalte Magie.
New Yorker wählen viel liberaler als der Großteil des Landes. Künstler und Intellektuelle sind entsprechend entgeistert, als klar wird, dass Donald Trump einen deutlichen Vorsprung bei der US-Wahl hat.
Markt, Kunst und Barbarei: Bei den Mendelssohn-Festtagen musizieren Marek Janowski und Daniel Barenboim auf so exzellentem Niveau wie Orlando Figes und Elena Bashkirova miteinander diskutieren.
Dem Tanz als Pop-Phänomen widmet sich die erstaunliche Ausstellung „Tanz im Viereck“ im Neuen Kunstverein Aschaffenburg.
Drei Monate lang wollte OFF Radio Krakau ohne reale Moderatoren senden. Das ging schief. Ein KI-„Interview“ mit der verstorbenen Schriftstellerin Wisława Szymborska verärgerte die Hörer. Der Sender zog den Stecker.
Italiens Kulturminister Giuli hält Reden, in denen manche versteckte Botschaften sehen. Einiges deutet darauf hin, dass Italiens Rechte den Futurismus zu ihrem kulturellen Aushängeschild machen will.
Kunst und Porno, Streit und Zensur – „Caligula“ hatte schon 1976 alles, was es für einen Skandalfilm braucht. Nun kommt der „Ultimate Cut“ – aber wie ultimativ ist der überhaupt?
Regisseurinnen wie Doris Dörrie loben das Programm, Filme gibt es mehr, als man zeigen kann und das Café ist beliebter Treffpunkt: Kinos wie das Frankfurter Mal Seh’n sind dringend nötig.
Die Toten von Pompeji und der Blitz im Wüstensand: Der Frankfurter Kunstverein fragt zwischen Natur und Kunst nach dem „Anwesenden des Abwesenden“.
Die Alte Oper in Frankfurt will nicht länger den Künstlern mit Schnittblumen Danke sagen. Stattdessen spendet das Haus für die Wiederaufforstung des brasilianischen Regenwaldes.
In Frankfurter Schulen stehen karge Mahlzeiten auf dem Speiseplan. Der florale Dank an Künstler in der Alten Oper entfällt von nun an. Und über den Streit im MTZ bleibt weiterhin vieles offen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Er wurde zum Glück nicht Gangster, sondern erst Jazzmusiker und dann Produzent. Quincy Jones war ein Gigant der Popgeschichte und hat Bedeutendes für die Musik von Schwarzen geleistet. Ein Nachruf.
Sechs Künstler in Berlin kündigen ein Drama an, in dem es um die Frage gehen soll, ob man Geld von Jurys aus Vertretern des vorherrschenden Diskurses annehmen sollte. Eine Akteurin gibt seit 25 Jahren ihre ganz eigene Antwort.
Hinter dem Erfolg von Michael Jackson, Frank Sinatra und vielen anderen stand er: Quincy Jones, der erfolgreichste Produzent der Musikgeschichte, ist im Alter von 91 Jahren in Los Angeles gestorben.
Eine „soziale Skulptur“ soll ein deutlich sichtbares Zeichen für ein friedliches Miteinander setzen.
Er malt Frida Kahlo und Malcolm X, und es geht um Menschenrechte: Die Spurensuche teilt Tim Kerr, den man eher als Punkmusiker kennt, mit Dieter Mammels „Lifelines“ in der Frankfurter Galerie Hübner.
Ein Frankfurter Ehepaar verkauft über einen Onlineshop Designmöbel und Accessoires aus dem Baltikum. Der schlichte, unverbundene Stil steht dem skandinavischen in nichts nach.
Weil man ihn fürchtet, geht man ihm aus dem Weg. Yves Müller sucht ihn auf: Er fotografiert Ossarien. Viele finden seine Faszination für Beinhäuser merkwürdig.
Musikvideos verlieren an ökonomischer Bedeutung. Das ist vordergründig auf die Kurzvideoplattform Tiktok und den Musikstreamingdienst Spotify zurückzuführen.
Das Dokumentar- und Animationsfilmfestival DOK Leipzig ist in diesem Jahr nicht so politisch, wie man hätte erwarten können. Die aktuellen Stoffe ragen aber dann doch heraus.
Darf’s noch ein wenig Hetze sein? Irina Rastorgueva dokumentiert das Gemisch aus Lügen, Desinformationen und Propaganda in Putins Russland.
Vieles könnte Ähnlichkeitswettbewerbe gewinnen, Trends und Entdeckungen sind auf 999 Quadratmetern zu sehen: Die siebte Discovery Art Fair eröffnet.
Die Schriftstellerin Zoë Jenny hat ein Buch über ihren Vater geschrieben: Im Interview erzählt sie von dem Verleger, dessen Leben sich um Bücher drehte, ihrer Kindheit im linken Milieu – und einem RAF-Terroristen auf dem Dachboden.