Feuerprobe für die Kultur
Wenn das hier gut geht, können die Theater europaweit aufatmen: Die Salzburger Festspiele starten unter Virus-Bedingungen in ihr hundertstes Jubiläum.
Wenn das hier gut geht, können die Theater europaweit aufatmen: Die Salzburger Festspiele starten unter Virus-Bedingungen in ihr hundertstes Jubiläum.
Die „Queen of Cashmere“ Iris von Arnim hat dem Hamburger Ballett Pullover gespendet. Im Interview erzählt sie, warum man Flauschiges auch im Sommer tragen kann.
Besuch in einem mecklenburgischen Dorf, das bei Christa Wolf und Sarah Kirsch Literaturgeschichte schrieb. Die Bachmannpreisträgerin Helga Schubert lebt dort und erinnert sich an ein halbgebildetes Kleinbürgermilieu der DDR.
Die Kunstsammlung des Bundes wird erheblich erweitert. Durch Ankäufe will Kulturstaatsministerin Monika Grütters Künstlern in der Corona-Krise helfen.
Nur für eine kurze Zeit war Stephan Braunfels der bedeutendste Architekt Deutschlands. Die Karriere hat er sich dann selbst verbaut. Eine Rekapitulation zu seinem siebzigsten Geburtstag.
Haben Sie schon vom „SysAdminDay“ gehört? Der Gedenktag für Computer-Nerds und alle, die die Arbeit von Systemadministratoren zu schätzen wissen. Gefeiert wird mit Web-Musicals und „Maus-Weitwerfen“.
Ein ehemaliger Bertelsmann-Vorstand, ein IT-Unternehmer und der Leiter der Dresdner Musikfestspiele, Jan Vogler, wollen Musikern eine digitale Bühne bieten – mit Kartenverkauf, Interaktion und in hoher Stream-Qualität.
Kein Ende in Sicht: Fünfzig Prozent der Libanesen leben schon unterhalb der Armutsgrenze – ein Ende ist nicht ins Sicht. Im Interview spricht der Schriftsteller Elias Khoury über Krise und Kultur in seinem Heimatland.
Vor hundert Jahren fanden die Salzburger Festspiele zum ersten Mal statt. Sie träumten von einem durch Kultur geeinten Europa – eine Idee, die dabei ist, zum Relikt zu werden.
Aus dem hessischen Kinderzimmer auf die Bühnen der Welt: Die Band Milky Chance stammt aus Kassel, hat aber für Lady Gaga schon gegen das Coronavirus gespielt.
Politiker sollen die Zustimmung der Urheber einholen, bevor sie deren Songs bei Veranstaltungen abspielen: Das fordern Popmusiker in einem offenen Brief. Ihre Überzeugung, zu den Guten zu gehören, erstaunt – und wird immer totalitärer.
Auf Forschungsreise unter Dinosauriern: Das Festival „Die irritierte Stadt“ konkurriert mit Stuttgarts Wutbürgern.
Eine der besten Serien, die Netflix je gedreht hat: Die brillante „Umbrella Academy“ ist wieder da, und in der zweiten Staffel geht es schon wieder um alles.
Mehr als Vintage: Alexander Pechmanns Roman „Die zehnte Muse“ wirkt wie aus der Zeit gefallen und das nicht nur, weil er 1905 spielt. Seine raffinierte Künstlernovelle lässt den literarischen Impressionismus auferstehen.
So melancholisch wie elegisch ist sein Blick auf den ausgebeuteten Planeten: Kleve zeigt die aufwendige räumliche Installation „Purple“ von John Akomfrah.
Sie hat die Schrift jedes Malgrunds entkleidet und damit die öffentlichen Räume weltweit erobert. Erleuchtung als Programm: Zum siebzigsten Geburtstag der Künstlerin Jenny Holzer.
Jenseits der Psychose: Ein Gruppe freier und selbstbewusster Künstler in Belarus lässt sich von der Krise nicht beirren.
Welche Begriffe wir verwenden dürfen und welche nicht, ist eine äußerst komplizierte Frage. In den Selbstbezeichnungen diskriminierter Gruppen stecken nicht selten komplexe Begriffsgeschichten, die viel über ihr Selbstverständnis verraten, in der deutschen Sprache aber oft sperrig wirken.
Im Rahmen der Flüchtlingskrise: Das aus drei Ölgemälden bestehende Werk nimmt Bezug auf Menschen, die im letzten Jahrzehnt im Meer ertranken. Der gesamte Erlös soll an eine Klinik in Palästina gespendet werden.
Das Stadtmuseum Hofheim zeigt zwölf für den Marta Hoepffner-Preis für Fotografie ausgewählte Positionen. Thema der Ausstellung „Fremder Blick“ von Nikolaus Stein ist das persönliche Erzählen.
So viel Zeit, die verloren ging. Oder doch nicht? Kiki Kausch hat während des Lockdowns Kreative zu Hause in Berlin besucht. Von ihrer Leiter aus, also mit Abstand, nahm sie die zum Stillstand Verurteilten auf. Mit ihren Bildern kommt sie ihnen nahe.
Besser als erwartet sind die Hochschulen bisher durch die Corona-Krise gekommen. Das stimmt zuversichtlich – denn eine schnelle Rückkehr zur Normalität ist nicht in Sicht.
Seit Monaten bleiben die Konzertsäle leer: Die Umsatzeinbußen der Kulturmanager durch Corona sind dramatisch. Wenn Agenturen dieser Art wegbrächen, wäre das fatal für die Klassikszene.
Er verglich Juden mit Sklavenhändlern: Wegen der antisemitischen Äußerungen des britischen Rappers Wiley auf Twitter rufen tausende Nutzer zum Boykott der Plattform auf – Twitter habe nicht umfassend genug reagiert.
Die meisten Musiker sitzen wegen der Pandemie zwangsweise zu Hause fest. Und merken dabei, dass die schöne neue Streaming-Welt nicht funktioniert, wenn man mit seinen Hörern nicht über Konzerte Geld verdient.
Die moderne Zweideutigkeit: Der Maler James Tissot droht in allzu engen kunsthistorischen Schubladen zu landen. Mit einer neuen Ausstellung rettet ihn das Pariser Musée d’Orsay.
Großer Putin auf einmal ganz klein: Bilder von Michael Sowa in der neuen Gallery Good in Berlin.
Im Ostseebad Ahrenshoop findet die 46. Kunstauktion statt. Es werden Werke von mehr als hundert Künstlern angeboten.
In der Stadt im Bundesstaat Oregon ebben die Proteste nicht ab. Seit der Präsident eine Spezialeinheit des Heimatschutzministeriums entsandt hat, eskaliert die Lage. Es geht nicht mehr allein um Rassismus, es geht um Trump.
Der Sturm auf die Straßennamen wird von einem magischen Glauben an die Macht von Namen angetrieben. Verkannt wird, welche Funktionen sie im alltäglichen und im kulturellen Gedächtnis tatsächlich haben. Ein Gastbeitrag.
Sänger fürchten ihn und schätzen ihn zugleich, denn in seinem Urteil finden Kenntnis, Liebe und hohes Sprachvermögen zusammen: Jürgen Kesting wird achtzig Jahre alt. Huldigung einer Sängerin für einen Musikkritiker.
Die im Irak entführte Deutsche ist wieder frei. Sie hatte mutige Pläne für das kriegszerstörte Land. Doch die wurden erst einmal durchkreuzt.
Vor 25 Jahren hat Thomas Rainer die Konzertagentur Allegra in Mannheim gegründet. Vor allem das von ihm organisierte Festival „Klang im Kloster“ lockte viele Besucher an. Nun ist angesichts der Corona-Krise sein Lebenswerk in Gefahr.
Der Komponist Anton Bruckner war rätselhaft, verschlossen und vermutlich ein pathologischer Fall. Der Kino-Dokumentarfilm von Reiner E. Moritz enträtselt ihn nicht, lässt aber seine Musik überraschend gut wirken.
Die drei Frauen des Frankfurter Festivals „Implantieren“ loten aus, wie Performance sein kann. In Zeiten der Corona-Krise ein Prozess, von dem man lernen kann.
Wer hat´s erfunden? Für den Barock in Deutschland gilt: Rubens. Eine Schau im Paderborner Diözesanmuseum zeigt, wie einflussreich der flämische Maler aus Siegen gerade in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs war.