Erhabener Schmelz
Spitzbergen ist unsere Sicherheitskopie für den Weltuntergang. Ausgerechnet hier gibt es mit dem Arcitc Chamber Music Festival Kunst von großem Mut und Charme.
Die Schubertiade in Hohenems wird fünfzig Jahre alt. Gerd Nachbauer lässt das Programm der ersten Saison nachstellen. Dabei beerbt Konstantin Krimmel seinen Vorgänger Hermann Prey. Sehr zu Recht.
Spitzbergen ist unsere Sicherheitskopie für den Weltuntergang. Ausgerechnet hier gibt es mit dem Arcitc Chamber Music Festival Kunst von großem Mut und Charme.
Ein Solist in perfektem Einklang und dankbare Musiker: Mit Schubert und Dutilleux brilliert der einstige Hamburger Generalmusikdirektor erstmals am Pult des hr-Sinfonieorchesters in Frankfurt.
Der Pianist Martin Helmchen nimmt gerade alle Klaviersonaten von Franz Schubert auf. Für ihn steckt viel Psychotisches in dieser Musik, vor allem eine Neigung zur Gewalt, die nicht konstruktiv ist.
Thomas Mann galt das Kunstlied als Inbegriff spezifisch deutscher Innerlichkeit. Dietrich Fischer-Dieskau bezeichnete es als „höchste Blüte deutschen Kunstsinnes und deutschen Wesens“. Das ist nicht zu halten.
Er konnte bei Beethoven kess, gar schnippisch sein, am ergreifendsten war er aber als Melancholiker, wenn er Schubert spielte. Jetzt ist der Pianist Alfred Brendel gestorben.
Er stellte mit seinen Opern den Sklavenhandel und ein rückständiges Frauenbild in Frage. Antonio Salieri war Mozarts Ko-Autor, Lehrer Schuberts und Liszts. Vor zweihundert Jahren starb dieser erstaunliche Komponist.
Die Schubertiade ist das wichtigste Festival der Welt für Liedgesang. Sie geht jetzt in die fünfzigste Saison. Gerd Nachbauer, ihr Gründer und Leiter, blickt auf ein immenses Lebenswerk und trotzdem weiter voraus.
Vergessen, aber einer Wiederentdeckung würdig: Der Komponist Arnold Ludwig Mendelssohn brillierte vor allem mit seinen Liedern.
Viele Menschen sind überzeugt davon, nicht singen zu können. Dabei sagt die Wissenschaft, dass unser Gehirn wie dafür gemacht ist – und mit seinen musikalischen Aufgaben sogar wächst.
Joseph Kreil war ein Freund Franz Schuberts. 1815 bereiste er Venedig und schrieb darüber ein Tagebuch. Es ist heute auf dem Buchmarkt nicht greifbar. Doch Udo Samel erschließt uns diesen erstaunlichen Text der „Venezianischen Reise“ als Hörbuch.
Zwei Uraufführungen in Kassel zeigen, wie sträflich die Tanzsparte hierzulande vernachlässigt wird. Anmerkungen zur Situation des Tanzes an Hessens Staatstheatern.
Schubert, Loewe, Mahler: Andrè Schuen, Julian Prégardien, Konstantin Krimmel und Samuel Hasselhorn zeigen mit neuen Alben, wie es um das deutsche Lied steht.
Zauberwortwechsel am Clavichord: Der Bariton Georg Nigl veranstaltet bei den Salzburger Festspielen zum zweiten Mal „Nachtmusiken“, in diesem Jahr mit dem Schauspieler August Diehl.
Dieses Gedicht wurde während einer zehnjährigen Festungshaft geschrieben. Zu bleibender Berühmtheit gelangte es durch die Vertonung Franz Schuberts.
Für die rätselhaften Zahlen im Programm scheint sich mancher Konzertbesucher nicht zu interessieren. Dabei sind sie nützlich, oft sogar unentbehrlich.
Manchmal fuhr sie lieber Traktor, als Klavier zu spielen. Aber wenn sie Mozart, Schumann oder Schubert spielt, erleben die Hörer Wunder der Weisheit. Jetzt wird die Pianistin Maria João Pires 80 Jahre alt.
Die Mozart-Nacht beim Rheingau Musik Festival in Kloster Eberbach zeigt Schubert als Schüler Salieris.
An der Oper Frankfurt gibt Samuel Hasselhorn einen eindrucksvollen Liederabend.
Der Musikwissenschaftler, Dirigent und Schriftsteller Peter Gülke schreibt ein hinreißendes Buch über Erfahrung und Interpretation von Musik.
Beim Festival „Le piano symphonique“ in Luzern elektrisieren Michail Pletnjow und Martha Argerich ihr Publikum. Und Elisabeth Leonskaja bestaunt die Wunder Edvard Griegs.
Der Sänger Andrè Schuen stellte seine exzellente Technik bei einem Abend in der Oper Frankfurt zur Schau: Er sang Werke von Schubert und Mahler.
Ein im Auftrag des Hessischen Staatsorchesters geschriebenes Werk des Komponisten Gerhard R. Winkler erwies sich zum Saisonauftakt als alberne Beliebigkeit.
Elegante Zwanzigerjahre-Architektur, spektakuläre Weitsichten – und eine Sauna gibt es auch: Das Wiesbadener Opelbad ist ein Traumort für den Sommer.
Flackernde Inbrunst, stete Aufmerksamkeit: Christoph Eschenbach verabschiedet sich als Chef des Berliner Konzerthausorchesters mit furchtlosem Blick auf den Tod.
Er hat den Liedgesang in der Pandemie wieder entdeckt. Nun zeigt der Bass Andreas Bauer Kanabas in der Oper Frankfurt und auf einer CD die Lust an Schubert.
Zauber des Augenblicks: Julian Prégardien und Michael Gees tragen zwei „Winterreisen“ gleichzeitig vor und improvisieren dabei traumwandlerisch sicher.
Reisebuch
Das neue Trio des Pianisten Michael Wollny spielt Klassiker aus Jazz und Romantik, in denen es um das Unheimliche geht – auf geniale Art.
Von Franz Schubert, über Paul Hindemith zu Alban Berg: Der Jazzpianist Michael Wollny und sein Trio schöpften bei ihrem Auftritt aus vielen Inspirationsquellen.
Stefan Weillers Hörspiel „Die schöne Müllerin“ ist eine sehr gelungene Adaption, die uns Schuberts Liederzyklus neu begreifen lässt.
Im Sitzen, aber voller Leben und Leidenschaft: Der 95 Jahre alte Herbert Blomstedt dirigiert die Berliner Philharmoniker bei Beethovens siebter Symphonie. Sie entwickelt unter seinen Händen eine zauberhafte Leuchtkraft.
Die letzten drei Klaviersonaten von Franz Schubert stehen im Fokus des Konzerts von Fabian Müller. Der Pianist spricht vorher über den Charakter dieser Stücke.
Der Bariton Konstantin Krimmel gestaltet mit dem Pianisten Ammiel Bushakevitz einen Liederabend in der Oper Frankfurt. Das Programm ist weit gefächert und rangiert zwischen Robert Schumann und dem Rumänen Mandyczewski.
Franz Schubert hat ein riesiges Werk hinterlassen, darunter auch völlig unbekannte Opern. Ein Dramatiker und ein Meister des Timings war er aber nicht.
In diesem Stück, das er selbst zu seinen Lebzeiten nie hat hören können, hat Franz Schubert einige beunruhigende Entscheidungen getroffen: Gespräche in der Kölner Philharmonie.
Im Januar 2022 hat das französische Ensemble seine Gesamteinspielung aller 15 Streichquartette Schuberts veröffentlicht. Nun spannte es in Frankfurt den Bogen von einem Jugend- zum Spätwerk.