Gefühlte Ewigkeit
Im Januar 2022 hat das französische Ensemble seine Gesamteinspielung aller 15 Streichquartette Schuberts veröffentlicht. Nun spannte es in Frankfurt den Bogen von einem Jugend- zum Spätwerk.
Im Januar 2022 hat das französische Ensemble seine Gesamteinspielung aller 15 Streichquartette Schuberts veröffentlicht. Nun spannte es in Frankfurt den Bogen von einem Jugend- zum Spätwerk.
Erst durch Distanz kommt die Kunst zur Geltung, die Anteilnahme erzwingt: Der Bariton Christian Gerhaher hat ein „Lyrisches Tagebuch“ über Lieder von Franz Schubert bis Wolfgang Rihm geschrieben, das von immenser Reflexionsgabe zeugt.
Der Schauspieler Tom Schilling macht weiter Popmusik. Nennt seine Band jetzt Die Andere Seite, schreibt sehnsüchtige Texte wie aus dem Märchenbuch und wünscht sich, ein ausgeglichener Mensch zu sein. Sein neues Album „Epithymia“ macht trotzdem Spaß.
Ohne Sebastian Weigle: Nachdem der Generalmusikdirektor sich mit dem Corona-Virus angesteckt hat, spielt das Opern-und Museumsorchester Frankfurt unter anderer Leitung. Mit guten und mit schlechten Folgen.
Was verbindet Clara Schumann mit Heines Loreley? Und warum wurde ihr Mann Robert über den „Szenen aus Goethes Faust“ fast verrückt? Das Romantikmuseum in Frankfurt weiß Antwort.
Das Kunstlied teilt das Schicksal der klassischen Musik und zieht ein älteres Publikum an. Die internationale Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart will das ändern.
Hier finden müde Seelen endlich ihre ewige Ruh: Der legendäre Lindenbaum im Spiegel seiner kulturellen und ökologischen Bedeutung.
Das Frankfurter Duo „The OhOhOhs“ hat ein Release-Konzert auf der Sommerwiese gespielt. Dabei wurde wieder das vielseitige Repertoire der beiden Musiker deutlich.
Das neue Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt beleuchtet die Vielfalt der Epoche. Das F.A.Z.-Feuilleton stellt eine Auswahl der Exponate vor.
Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher haben Lieder von Franz Schubert aufgenommen – und sie aus den Wiener Salons des frühen 19. Jahrhunderts in die Jetztzeit geführt. Daraus ist nun auch ein Album entstanden.
Lange mussten Konzertliebhaber auf Live-Events in der Hauptstadt warten. Doch nun führt Kirill Petrenko die Berliner Philharmoniker auf der Waldbühne mit Schubert ins Konzertleben zurück
Alle Finessen eines eher hellen Mezzos und ein Pianist, der sich bis zur Grenze der Hörbarkeit zurücknehmen kann: Joyce DiDonato und Yannick Nézet-Séguin mit Schubert im Baden-Badener Festspielhaus.
Ist Singen mit Maske wünschenswert? Das beantwortet die Oper Frankfurt in einem Vorprogramm mit Chormusik von Schubert, Brahms und Lutosławskis negativ. Zum Glück folgt eine Kurzoper ohne Maske.
Wegen Corona mussten die Veranstalter viele Konzerte und Auftritte streichen. Doch das, was bei den Salzburger Festspielen stattfinden konnte, Auftritte von Sonya Yoncheva, Patricia Kopatchinskaja und Riccardo Muti, wusste zu begeistern.
Politisch mag Thomas Mann eine große Läuterung in seinem Leben durchgemacht haben. Aber an der Unvergleichlichkeit der Deutschen hielt er bis zum Schluss fest, besonders in der Kunst des Liedes. Ist sein Urteil legitim?
Der Countertenor Philippe Jaroussky gibt sich schon lange nicht mehr mit barockem Kastratenpartien zufrieden. Jetzt singt er zum ersten Mal Lieder von Franz Schubert. Sein Publikum begeistert er. Doch zuweilen gerät er an seine Grenzen.
Da liegen die Nerven bloß, da schreit ein Orchester: Erschütterndes von Franz Schubert, Explosives von Johannes Maria Staud bei Deutschlands ältestem Kammermusikfestival.
Er konnte so schön wie einsichtsvoll über Musik schreiben. Er hat Franz Schuberts „Winterreise“ neu gedeutet und der zeitgenössischen Musik einen Platz im Repertoire der Orchester erstritten. Jetzt ist der Komponist, Dirigent und Philosoph Hans Zender mit 82 Jahren gestorben.
András Schiff will nicht mehr bei der Schubertiade auftreten: Das Publikum passt ihm nicht, die Kollegenschaft nicht, vor allem nicht die Klavierfirma. Vor lauter Ressentiments steigert er sich in einen Wahn hinein.
Beim Hindsgavl Festival in Dänemark trifft sich inzwischen die Elite der europäischen Kammermusik. Der Gast taucht ein in eine unverwechselbare Synthese aus Musik, Natur und ökologischer Gastronomie.
Huawei steht unter Spionageverdacht. Jetzt soll eine Künstliche Intelligenz des chinesischen Konzerns Schuberts „Unvollendete“ vollendet haben. Uraufgeführt wurde diese Fassung an einem denkwürdigen Tag. Eine Glosse.
Mit Instinkt und Wissen: Die russische Pianistin Elisabeth Leonskaja und das Streichquartett der Staatskapelle Berlin reißen das Publikum im Pierre-Boulez-Saal mit.
Barbara Hendrricks (Sopran) and Roland Pöntinen (Klavier) während der Aufnahme von „Ave Maria“ (Ellens Gesang III) von Franz Schubert in Stockholm im November 2007.
Bei der Märzauktion der Autographenhandlung J.A. Stargardt in Berlin sorgte Franz Schuberts „Allegretto“ für die größte Überraschung: Ein Blick auf die Ergebnisse
Die Europäer sind nicht so risikofreudig: Im Interview spricht Thomas Hampson über die Bedeutung von Schubert und sein Vorhaben, in Berlin öffentlich Gesang zu lehren.
Im Théâtre du Capitole in Toulouse singt Thomas Hampson 1999 „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert.
Wer würde bei Scooter nicht sofort an Schubert denken oder an Mendelssohn? Die Pianistin Olga Scheps spielt die Hits des Tanzmusik-Trios als romantische Miniaturen: cool und dreist.
Transatlantisches Glühen: Auf dem Album „New Worlds“ kombinieren Bill Murray und Jan Vogler Musik und Literatur – nämlich Schubert mit Cooper, Whitman mit Bach und Saint-Saëns. Das schlägt mitunter amüsante Funken.
Auf dem Musikfest Frankfurt werden verschiedene Versionen von Franz Schuberts „Winterreise“ dargeboten. Wir fragen Stephan Pauly, den Intendanten der Alten Oper Frankfurt: Was steckt dahinter?
Für das Allzubekannte werden wir blind: Wie genießt man das Vertraute? Ein Liederabend im Münchner Literaturhaus findet den Schlüssel in einem Heine-Gedicht.
Sein Schaffen hat die britische Liebe zum deutschen Kunstlied zu neuer Blüte geführt. Jetzt wird der Sänger aufgefordert, Deutsch zu lernen, das Publikum schweigt. Bericht von einer Attacke auf Ian Bostridge.
2017 wird die Reformation 500 Jahre alt. Ist die Bundesrepublik heute protestantisch? Hätte Luther getwittert? Und war er selbst je Protestant? Fragen an den Luther-Biografen Willi Winkler.
Grönemeyer, Monty Python, Schubert, Sinatra. Welche Musik passt zur eigenen Beerdigung? Eine Frage, die man sich ernsthaft stellen sollte – besser heute als morgen.
Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus: Mit Wilhelm Müller als Cicerone durch die eisstarre Landschaft von Sachsen-Anhalt.
Christian Gerhaher weckt Sehnsüchte: In Salzburg sang er jetzt Wolfgang Rihms neue „Harzreise“. Dabei verweben sich Goethes Verse mit variantenreicher Komposition. Etwas Kostbares entsteht: Klangliche Empfindsamkeit.
Er ist der beste und der vielseitigste Bariton unserer Tage, weltweit gefragt für Lied und Oper. Gerade hat Christian Gerhaher ein neues Album herausgebracht. Ein Gespräch über das Liedersingen und die prinzipielle Unschärfe der Kunst.