Wo bleiben Stolz und Zorn?
Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin bespielt den Libeskind-Bau überzeugender als ihre Vorgängerin. Aber es fehlt ihr bei allem Geschick im Umgang mit dem Gebäude an Emotionen.
Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin bespielt den Libeskind-Bau überzeugender als ihre Vorgängerin. Aber es fehlt ihr bei allem Geschick im Umgang mit dem Gebäude an Emotionen.
Es sei viel zu früh, um den Karneval wegen Corona komplett zu verbieten, sagt Wolfgang Bosbach. Die Session solle lieber organisiert und mit Hygiene-Regeln stattfinden als chaotisch – wenn plötzlich doch 100 Leute auf eigene Faust feierten.
Sean Scully hat dem Land Baden-Württemberg eine Schenkung von hundertachtzig Gemälden und Papierarbeiten im Wert von etwa hundert Millionen Euro angeboten. Nach monatelangem Hickhack zog der Künstler das Angebot zurück.
Nachdem Jens Spahn verlauten ließ, Karneval 2020/21 müsse eventuell abgesagt werden, äußert sich auch der Kölner Karnevalschef Christoph Kuckelkorn besorgt. Straßen- und Kneipenkarneval könne man sich nicht vorstellen.
Ausgerechnet in ihrem dreizehnten Jahr müssen die Veranstalter das „Grüne Soße Festival“ in Frankfurt absagen. Stattdessen planen sie für Fans, Gastronomen und Künstler einen Galaabend.
Der belarussische Autokrat Lukaschenka sucht in Russland eine schützende Hand. Der Opposition wirft er eine „Machtergreifung“ vor. Oppositionspolitikerin Tichanowskaja organisiert derweil eine Reihe von Unterstützern.
Arte erinnert an eine Schlacht unter Nachbarn: Die dreiteilige Dokumentation „Der Bruderkrieg – Deutsche und Franzosen 1870/71“ erzählt anhand schriftlicher Quellen von einem fast vergessenen Konflikt.
Die Vervollkommnung der Technik hinterlässt Spuren an unserem filmischen Erbe. Heute ist die Bildschärfe das Mantra des digitalen Kinos. Aber für klassische, analog gedrehte Filme kann sie zum Problem werden. Ein Gastbeitrag.
Mit Urlaubsende und Schulbeginn steigen die Infektionszahlen in Deutschland. Das war allen klar. Schuld ist die Politik, meint Frank Plasberg. Doch so mancher Gast sieht das differenzierter.
Genie, Maestro, Megastar: Billard-Künstler Ronnie O‘Sullivan musste bei der WM durch viele Tiefen gehen, ehe er doch wieder die „alte, silberne Dame“ küssen darf. Jetzt jagt er einen weiteren Rekord.
Förderer der Interessen Putins? Der Oligarch Evgeny Lebedev sammelt Kunst und holt Gäste mit dem Privatflugzeug ab. Für seine Treue zu Boris Johnson bekommt er jetzt einen Sitz im britischen Oberhaus.
Stephan Thanscheidt ist Geschäftsführer von FKP Scorpio und verantwortlich für riesige Festivals wie das Hurricane. Die Pandemie stellt ihn vor neue Herausforderungen. Seine Branche ist in einer dramatischen Lage.
So wichtig war niemand in den drei höchsten deutschen Spielklassen für die eigenen Tore: Wehen Wiesbaden wird es schwer haben, Stürmer Manuel Schäffler zu ersetzen. Immerhin gibt sein Wechsel den Verantwortlichen mehr Freiheiten für die Etatplanung.
Es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: ein Klassiker der Bildbearbeitung im Online-Gewand.
Die bei Nachtschwärmern so beliebte Bar am Schwedlersee in Frankfurt hat nach langem Umbau wieder geöffnet – und eine neue Betreiberin.
In Belarus berichten festgenommene Demonstranten über Folter und Schikane in der Haft. Das Regime bestreitet das. Doch die Freigelassenen zeigen ihre misshandelten Körper.
Ein Reizbegriff wird zur Verständlichkeit gebracht: Das Deutsche Theatermuseum in München zeigt auf faszinierende Weise, wie es zum Regietheater kam.
Ein Gemälde des Orientalisten Alphonse Étienne Dinet rief viele Bieter auf den Plan: Das erste Halbjahr bei Karl & Faber in München.
Eine knisternde und lustige Dreiecksgeschichte in zwei Wohnungen: Zwei Frankfurter Filmemacher hatten eine Idee für einen Corona-Film. Der Dreh war nicht ganz einfach, das Ergebnis ist vorzeigbar.
Sommerlicher Rundgang durch Wiener Galerien: Jongsuk Yoon bei Nächst St. Stephan, Liesl Raff bei Sophie Tappeiner und Joannis Avramidis bei Crone.
Wir diskutieren über Ausgrenzung in Amerika – und übersehen dabei die alltägliche Selbstbezogenheit und Erniedrigung in Europa. Ein Gastbeitrag aus baltischer Perspektive.
Wer heute die Märchen der Brüder Grimm illustriert, tut gut daran, die Balance aus Anziehendem und Befremdlichem zu wahren. Bei den „Bremer Stadtmusikanten“ hat sich Gabriel Pacheco für eine nahezu theatralische Variante entschieden.
Im Schmetterlingspark Bendorf-Sayn tummeln sich fragile Wunder der Schöpfung, die manchmal nur wenige Wochen leben. Manche kleine Besucher fürchten sich davor.
Ist Ernst Barlachs Werk wirklich verstaubt, wie viele meinen? Das ihm gewidmete Museum in Ratzeburg zeigt einen Modernen mit Ideen für das Heute.
Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich spätestens vier Tage vor dem eigentlichen Termin. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung.
Komplexer Kitsch gegen die Krise: John Miller füllt den Schinkel Pavillon Berlin mit einer gold-braunen Installation. Es ist seine erste Rückschau in Deutschland.
Kein Wort der Entschuldigung: Der Beiruter Videokünstler und Kurator Akram Zaatari hat bei der fatalen Explosion Bekannte verloren. Ein Gespräch über Wut und ihre Folgen.
Das Berliner Jugendorchesterfestival Young Euro Classic musste unter Corona-Bedingungen auf vieles verzichten: ausländische Gäste, die Festivalfanfare, den Volksfestrummel. Und plötzlich ist es so interessant wie lange nicht mehr.
Die Tänzer Zachary Chant und Denislav Matzel sind unter dem Namen „De-Da Productions“ in der Rhein-Main-Region als Videokünstler und Fotografen erfolgreich. Was heute berufliches Stand- oder Spielbein ist, begann als Hobby, das die beiden miteinander verband.
Ein Gärtner pflegt in Bilbao vor dem Guggenheim-Museum die Terrier-Skulptur von Jeff Koons. Das erfordert eine Menge Logistik und Hingabe für „Puppy“.
Die Corona-Krise hat es offenbart: Virtuelle Mode eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Unsere Fotostrecke führt vor Augen, dass digitale und physische Welt klimafreundlich zusammenwirken können.
Der Musiker Tim Burgess feiert auf Twitter alte Platten und lädt die Popstars dazu ein, die ihre Geheimnisse verraten. Den klassischen Popjournalismus lässt das alt aussehen.
Der Lithograph Eckhard Gehrmann stellt seine Flachdrucke im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach aus. Die Ausstellung zeigt Arbeiten der vergangenen 30 Jahre.
Amerika geht gegen die Tiktok-Muttergesellschaft Bytedance und den chinesischen Technologiekonzern Tencent vor. Das kann die Musikindustrie empfindlich treffen – und das gleich mehrfach.
Akribisch wurde die Provenienzgeschichte der Bilder für ein geplantes NS-Museum für Schwäbische Kunst in Stuttgart untersucht. Dabei fand sich auch viel Neues aus der Übergangszeit der Malerei zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus.
Hybris des Diktators Erdogan +++ Katastrophe von Beirut ++++ Deutschunterricht +++ Christa Wolf +++ Kirche und atomare Abschreckung