Welt ohne Geländer
Erst ein antisemitischer offener Brief, jetzt eine neue Krise bei der Documenta: Die Kunstszene zeigt sich im Gazakrieg von ihrer fragwürdigsten Seite.
Erst ein antisemitischer offener Brief, jetzt eine neue Krise bei der Documenta: Die Kunstszene zeigt sich im Gazakrieg von ihrer fragwürdigsten Seite.
Der Krieg im Nahen Osten sorgt an den Schulen für Konflikte, viele Lehrer sind verunsichert. Wie geht man mit den Emotionen um, wie reagiert man, wenn Schüler sich judenfeindlich äußern? Und ist Antisemitismus vor allem ein Problem der Muslime?
Seit Beginn des Krieges in Nahost steigt die Zahl der antisemitischen Vorfälle auf der ganzen Welt. Wir sprechen mit Peter Neumann vom King's College darüber, wie Terrororganisationen die Wut der Menschen ausnutzen.
Spanien ist propalästinensich wie kaum ein anderes europäisches Land. Besonders die Linke und die Presse äußern sich antisemitisch. Kritik gibt es dafür nicht.
In Frankreich haben Zehntausende gegen Antisemitismus demonstriert. Unter ihnen auch Marine Le Pen – zwar verbannt ans Ende des Zuges, aber doch im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Ihr reicht es: Nach antisemitischen Äußerungen eines Documenta-Findungskommissionsmitglieds droht Kulturstaatsministerin Claudia Roth der Kasseler Weltkunstschau mit dem Ende der finanziellen Unterstützung des Bundes.
Studenten an amerikanischen Unis reiben sich in der Auseinandersetzung um den Krieg in Gaza auf, der ihnen vor allem ihre Ohnmacht zeigt – und, wie schnell Antisemitismus und Hass auf Muslime um sich greifen.
Im Deutschen Theater Berlin setzt eine prominent besetzte Solidaritätslesung ein Zeichen gegen Antisemitismus. Und zeigt, wie wichtig es gerade jetzt ist, Heinrich Heine, Hannah Arendt, Jean Améry oder Heinrich Mann zu lesen.
Der Präsident schreibt den Franzosen einen Brief, in dem er vor „entfesseltem Antisemitismus“ warnt. Doch einer Großkundgebung, an der auch Marine Le Pen teilnimmt, bleibt er fern.
Auf der Gedenkfeier zum 9. November spricht Josef Schuster über den „Pogrom unserer Zeit“. Und der Kanzler erinnert an das Versprechen, das nach 1945 wieder und wieder gegeben wurde.
Kurz vor dem Novemberpogrom verboten die Nazis alle jüdischen Presseorgane. An ihre Stelle trat auf Anweisung von Propagandaminister Joseph Goebbels das „Jüdische Nachrichtenblatt“.
Der islamische Antisemitismus ist nicht nur im Nahen Osten und Europa weit verbreitet. Seine Ursachen sind vielfältig. Nie-Wieder-Rufe reichen nicht aus, um ihn zu bekämpfen.
Über einen Monat nach der Attacke der Hamas fühlen sich Juden in Deutschland unsicher und allein gelassen. Einer sagt: Die Antisemiten haben ihr Ziel erreicht.
Einst fanden Tausende Juden Zuflucht „Down Under“. Am Jahrestag der Novemberpogrome schlagen 102 von ihnen in einem offenen Brief Alarm.
Bildungsbürger aufgepasst: Es gibt neben dem Hass noch ein weiteres fatales Gefühl. Ein Gespräch mit der Philosophin Hilge Landweer über Pro-Palästina-Demonstranten, Friedrich Merz und importierten Antisemitismus.
Der Staat kann kein friedliches Zusammenleben befehlen, aber die Voraussetzungen dafür schaffen. Haltung und Konsequenz, Bildung und Beispiel sind gefordert.
Deutschland gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht vor 85 Jahren. In Frankreich findet eine Hilfskonferenz für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen statt. Und Deutsche Bahn und Lokführergewerkschaft GDL starten ihre Tarifverhandlungen.
Im Oktober 2021 berichtete der Sänger Gil Ofarim, er sei in einem Hotel antisemitisch diskriminiert worden. Seit Dienstag muss er sich selbst vor Gericht verantworten: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm falsche Verdächtigung vor.
Die Antisemitismus-Vorwürfe von Musiker Gil Ofarim schlugen hohe Wellen. Jetzt muss er sich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten. Der Antisemitismusbeauftragte mahnt zum vorsichtigen Umgang mit Informationen.
Das liberale Amerika wird nicht nur von rechts bedroht. An den Hochschulen führt eine woke Studentenschaft das Wort – auch in der Debatte über Israel und den Krieg in Gaza.
Ahmad Mansour leitet Projekte und Initiativen gegen Antisemitismus. Im Interview erklärt er, warum Antisemitismusprävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und welche Rolle Schulen dabei spielen.
Die Reaktion des Kremls auf die antijüdischen Ausschreitungen in Dagestan offenbart innere Widersprüche in Putins Politik, mit denen er sich selbst verwundbar macht.
Deutsche sollten zum Antisemitismus nicht Juden und Israelis befragen. Sondern besser sich selbst. Ein Gastbeitrag.
Richard David Precht hat kürzlich mit Aussagen zum orthodoxen Judentum für scharfe Kritik gesorgt. Nun ist in Hamburg seine Lesung abgesagt worden, zu der parallel ein israelischer Künstler aufgetreten wäre.
Der „Spiegel“ schreibt, Juden in Deutschland fühlten sich nicht mehr sicher. Dabei hat das Blatt zur Ausbreitung von Antisemitismus beigetragen. Es ist die reine Heuchelei.
Der Vizekanzler will auch den importierten Antisemitismus nicht dulden. Bei den Abschiebungen wird sich zeigen, ob den großen Worten Taten folgen.
Habeck macht mit einem Video über Antisemitismus und die Hamas von sich reden. Wichtige Botschaften gehen an Muslime und die politische Linke in Deutschland.
„Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz, wir werden ihn mit aller Kraft bekämpfen“, sagte Faeser zur Begründung. Die Hamas habe als Terrororganisation zum Ziel, den Staat Israel zu vernichten.
Auf zwei Millionen Klicks innerhalb weniger Stunden kommt ein Video von Vizekanzler Robert Habeck zum Nahost-Konflikt. Darin fordert er auch von Muslimen in Deutschland, sich von Antisemitismus zu distanzieren.
Junge Menschen nutzen Tiktok als Leitmedium. Doch dort wird auch viel Antisemitismus geteilt und vom Algorithmus weiterverbreitet. Politik und Gesellschaft müssen den Druck auf die Plattform erhöhen.
Fußballprofis und Nahost-Krieg: Die Fälle Mazraoui und El Ghazi sorgen weiter für Aufregung. Der Mainzer reagiert auf die Stellungnahme seines Klubs – und meldet sich krank.
Mit einem Meldebutton sollen künftig antisemitische Vorfälle besser erfasst werden. Ein entsprechendes Projekt wurde am Montag vorgestellt.
Eine Welle des Antisemitismus rollt durch Deutschland und so auch über Frankfurt. Die Stadt sollte mehr unternehmen, um ihre Solidarität mit der bedrängten jüdischen Bevölkerung zu zeigen.
An der Berliner Charité sorgt ein schon länger zurückliegender Verdachtsfall von Antisemitismus wieder für Aufregung. Das Vorgehen der Hochschule wirft Fragen auf.
Die beiden FDP-Minister Christian Lindner und Bettina Stark-Watzinger haben die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt besucht. Dort informierten sie sich über Antisemitismusprävention.
Der Comedian Shahak Shapira ist in Israel geboren und aufgewachsen. Ein Interview über Humor zur Traumabewältigung, Witze über die Hamas und die Art, wie sich Greta Thunberg nach dem Massaker geäußert hat.