Der neue Integralantisemitismus
Seit dem 7. Oktober amalgamieren sich die vorher getrennten Ausdrucksformen des Antisemitismus in Deutschland. Davon betroffen sind vor allem jüdische Gedenkorte.
Seit dem 7. Oktober amalgamieren sich die vorher getrennten Ausdrucksformen des Antisemitismus in Deutschland. Davon betroffen sind vor allem jüdische Gedenkorte.
Das Flandern-Festival für Musik in Gent lädt die Münchner Philharmoniker aus, weil sie von einem Israeli dirigiert werden. Die Begründung ist ein Dokument der Niedertracht und kommt der Sichtweise der Hamas auf Israel nahe.
Charlie Kirk war wichtig für die republikanische Partei. Mit seiner Organisation „Turning Point USA“ begeisterte er junge Menschen für Donald Trump, für rassistische Ideen und den christlichen Nationalismus.
Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg weist Australien einen Botschafter aus. Es sieht Iran als Drahtzieher hinter mindestens zwei antisemitischen Anschlägen. Teheran weist die Vorwürfe zurück.
Der Antisemitismus nimmt seit dem Massaker der Hamas in Europa bedrohlich zu. Übergriffe sind Alltag geworden, Links- und Rechtsextremisten eint der Hass auf Israel und Juden.
Ein Rabbiner ist in Bad Homburg bei Frankfurt beim Einkaufen angegriffen worden. Der Hochtaunuskreis verurteilt den Angriff und wendet sich in einer Erklärung gegen Antisemitismus.
Die lokale Linke plant in Berlin-Neukölln eine Pro-Palästina-Kundgebung. Auch Hamas-Anhänger sollen eingeladen sein. Die Landeschefin ruft zur Klärung auf.
Warum streiten Juden so heftig über den Antisemitismus? Dieser Frage widmete der Rabbiner Shaul Magid aus Harvard seine Mosse-Vorlesung. Er provozierte den Widerspruch einer jüdischen Zuhörerin.
Viele Boykottaufrufe in Richtung Israel sind lächerlich, wenn nicht antisemitisch. Mit der Aussetzung der Begünstigung israelischer Firmen im EU-Förderprogramm „Horizon Europe“ verhielte es sich anders.
Armin Laschet fordert, die Bilder der deutschen Geiseln täglich zu zeigen. Die Propaganda der Hamas habe sich in Europa durchgesetzt. Mit der Einschätzung liegt er leider richtig.
Die Schwedendemokraten erarbeiten ein „Weißbuch“ und zeigen sich entsetzt über die eigenen Wurzeln. Macht sie das jetzt besser?
Die US-Regierung hat der Columbia University wegen Antisemitismusvorwürfen Zuschüsse gekürzt. Nun muss Columbia eine Summe von mehr als 200 Millionen Dollar zahlen.
Friedrich Merz unterschreibt mit seinem britischen Amtskollegen einen Freundschaftsvertrag, der Vorschlag eines „Boomer-Soli“ befeuert die Rentendebatte – und: Vor fünfzig Jahren schrieb ein Händedruck im All Geschichte. Der F.A.Z. Frühdenker.
Viele Juden denken ans Auswandern, sagt Remko Leemhuis, Direktor des American Jewish Committee Berlin. Mit der deutschen Nahostpolitik geht er hart ins Gericht – und fordert eine Neudefinition der Staatsräson.
Wer dem Präsidenten und seinen Vorwürfen gegen Harvard glaubt, sollte sich Trumps eigene Äußerungen anschauen. Ein Zwischenruf aus dem Maschinenraum der US-Eliteuniversität, die unter Beschuss steht.
Expressive Freiheiten, staatliche Kulturförderung und der Kampf gegen Antisemitismus.
Immer mehr Deutsche lehnen das Vorgehen Israels im Gazastreifen ab. Das zeigt eine Allensbach-Umfrage für die F.A.Z., die vor dem Angriff auf Iran durchgeführt wurde. Antisemitische Einstellungen haben nicht zugenommen.
Auch deutsche Juden werden zunehmend für die Politik Israels in Haftung genommen. Dahinter verbirgt sich Antisemitismus, der sich als Kritik tarnt.
Immer öfter werden Juden in Deutschland Opfer antisemitischer Gewalt und Bedrohungen. Hintergrund ist am häufigsten israelbezogener Hass. Der Antisemitismusbeauftragte Klein nennt die Zahlen „schockierend“.
Das in Washington ermordete Paar, beide Mitarbeiter der israelischen Botschaft, wurde aus Judenhass getötet. Dass in den Kommentaren von Gaza die Rede war, zeigt den ganzen Abgrund.
Seit die Linkspartei die umstrittene Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus verabschiedet hat, fühlen sich Kritiker des Staates Israel bestätigt. Doch die neue Definition hat klare Schwächen.
Das Tischtuch zwischen dem einstigen Fußballstar Gary Lineker und der BBC war schon seit langem zerschnitten. In einem Jahr sollte er als Moderator aufhören. Nach einem Antisemitismus-Vorwurf geht er schon jetzt.
Die Linke hat sich gegen die in Deutschland übliche Definition von Antisemitismus gestellt und damit viel Kritik auf sich gezogen. Tatsächlich zeigt die Partei, dass sie jüdischen Pluralismus respektiert. Andere sollten ihrem Beispiel folgen.
Ab welchem Punkt ist Kritik an Israel antisemitisch? Die Linke stimmt gegen die IHRA-„Arbeitsdefinition“ und wird dafür heftig kritisiert. Dabei steht sie mit ihren Vorbehalten nicht alleine da.
Fast jeder zweite Thüringer teilt antisemistische Aussagen. Und auch die Vorbehalte gegenüber Ausländern erreichen in dem Bundesland einen neuen Höchststand.
Die sieben größten jüdischen Diasporagemeinden suchen nach Strategien, um zunehmenden antisemitischen Vorfällen zu begegnen. Allein in den USA sind diese von 2021 bis 2023 um 227 Prozent gestiegen.
Am 80. Jahrestag des Kriegsendes übernehmen die CEOs von 49 Unternehmen Verantwortung. Deutsche Konzerne hätten dazu beigetragen, „die Herrschaft der Nationalsozialisten zu festigen.“ Ihre Erklärung im Wortlaut.
Die Kneipe „Bajszel“ in Berlin-Neukölln ist im Visier von Hamas-Unterstützern. Sie wird fortwährend angegriffen und steht unter Polizeischutz. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein hat sich ein Bild von der Lage gemacht.
Bei der Feier zum Fest der Auferstehung Jesu war der Papst schon erheblich geschwächt. Am Ostersonntag sprach er ein letztes Mal zu den Gläubigen – und empfing einen Besucher aus Washington.
Im vergangenen Sommer hat ein Mann in München zwei Männer mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Wie sich vor Gericht zeigt, handelte er aus einem Wahn heraus – und dachte, er müsse Deutschland von Muslimen befreien.
Der Auftritt des amerikanischen Rappers Macklemore bei einem Festival in Frankfurt sorgt für Kritik. Ihm wird Antisemitismus vorgeworfen.
Lahav Shapira wurde 2024 krankenhausreif geprügelt, nach einem Streit über den Nahostkonflikt. Mustafa El-H. A. gibt die Tat vor Gericht zu. Dass er aus antisemitischen Motiven zuschlug, bestreitet er.
Der Humanismus der Nachkriegsordnung steht auf dem Prüfstand: Im Streit um die Völkermordvorwürfe im Gazakrieg muss das Recht gerettet werden.
Weil eine Konferenz zu Antisemitismus in Israel zum Familientreffen rechtspopulistischer Europäer gerät, hagelt es Absagen. Auch der Staatspräsident geht auf Distanz.
Ist ein Faltblatt des Bayerischen Nationalmuseums München mit einer mittelalterlichen Darstellung des Judas aus der Ölbergszene antisemitisch?
Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks beschäftigt sich mit dem Bericht zum Antisemitismusvorwurf von Haya Schulmann. Eine gemeinsame Erklärung könnte helfen, die Kontroverse zu klären.