Der nächste Deckel auf die Antisemitismusdebatte
Die Linken-Führung hat einen Antrag vorgelegt, um die innerparteiliche Debatte zur Nahostpolitik zu entschärfen. Kann das funktionieren?
Eine Frau jüdischen Glaubens fordert nach dem Antisemitismus-Eklat auf der Documenta fifteen Schmerzensgeld. Vor Gericht kam es zu keiner Einigung. Die Entscheidung soll am 15. April fallen.
Die Linken-Führung hat einen Antrag vorgelegt, um die innerparteiliche Debatte zur Nahostpolitik zu entschärfen. Kann das funktionieren?
Worauf die AfD wirklich setzt, zeigt ein Wahlspot zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Antisemitismus und Rassismus in Reinkultur. Da weiß jeder, was mit „unsere Werte“ gemeint ist.
In der Linkspartei tobt eine Debatte über Israel, seit der Landesverband Niedersachsen sich gegen den „real existierenden Zionismus“ wandte. Ein Fachmann nennt die Bestrebungen antisemitisch.
„Let’s talk about Antisemitismus“ von Marie-Sophie Adeoso ist ein Lern- und Mitmachbuch für Kinder und Jugendliche. Es gibt Handlungsimpulse, wie man sich gegen Judenhass einsetzen kann.
Staatlich verordnete Rituale und Schweigen: Die Erinnerungskultur der DDR bildete einen Nährboden für Antisemitismus.
Das belgische Außenminister hat den US-Botschafter einbestellt – nachdem dieser dem Land Antisemitismus unterstellt hat. In der Debatte geht es auch um die innenpolitische Einmischung Amerikas.
Mehrere Länder haben die UN-Sonderberichterstatterin zum Rücktritt aufgefordert. Doch einige der Antisemitismus-Vorwürfe stützen sich wohl auf ein manipuliertes Video.
Deutschland meldet EU-weit die meisten antisemitischen Vorfälle – dabei gilt es als Vorbild: Denn andere Länder zeichnen die Fälle überwiegend gar nicht richtig auf.
Die AfD inszeniert sich neuerdings als „Garant des jüdischen Lebens“, toleriert aber Judenhass in den eigenen Reihen. Wie passt das zusammen? In Frankfurt stellt der Journalist Stefan Dietl seine Recherchen zum Thema vor.
In den Ländern setzen sich Beauftragte für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus ein. Dafür werden sie angefeindet. Die F.A.Z. hat sich bei ihnen umgehört.
Streit bei Europapartei Volt über Antisemitismus, Waschbärenplage in Hessen, Unzufriedenheit über Regionalplan in Wiesbaden und beispielhafter interreligiöser Dialog. Der F.A.Z.-Podcast Rhein-Main Feierabend-Briefing informiert über die Themen der Region.
Die europäische Generalversammlung der Partei hat in Frankfurt eine umstrittene Antisemitismus-Definition angenommen. Daraufhin haben 25 Mitglieder ihren Austritt angekündigt – auch die Frankfurter Wahlkampfleiterin.
Auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg gerät ein Schuppen in Brand. Ministerpräsident Woidke und Innenminister Wilke finden klare Worte.
Wirtschafts- und Finanzkrisen fördern seit Langem Populismus und Judenhass. Das zeigt der Rückblick auf die Gründerzeit im 19. Jahrhundert.
Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, sieht eine gefährliche Normalisierung von Antisemitismus. Er hofft auf einen „neuen Aufstand der Anständigen“.
„Der linke Antisemitismus ist aus meiner Sicht der gefährlichste“, sagt Israels Botschafter in Deutschland. Er fordert: Antisemitische Studenten sollten exmatrikuliert werden dürfen.
An Sydneys Bondi Beach versammeln sich Familien zum jüdischen Chanukka-Fest, dann fallen plötzlich Schüsse. Mindestens 16 Menschen sterben. Australiens jüdische Gemeinde ist entsetzt.
Ist das Frankfurter Kulturdezernat zu nachsichtig gegenüber „antisemitischer Agitation“? Zwischen dem hessischen Innenminister und der Stadt ist ein Streit entbrannt.
Der Antisemitismusbeauftragte spricht sich für strafrechtliche Reformen im Kampf gegen Antisemitismus aus. Er sieht aber auch gesellschaftspolitischen Handlungsbedarf.
In einer Studie wurde untersucht, wie antisemitische Straftaten polizeilich erfasst werden. Eine der Autorinnen weist auf „konzeptionelle Schwächen“ hin.
„Juden haben hier Hausverbot!!!“, schrieb ein Ladenbesitzer an sein Schaufenster. Jetzt hat ihn die Staatsanwaltschaft Flensburg angeklagt.
Die katholische Kirche feiert sich für sechzig Jahre Dialog mit dem Judentum. Aber zum Antisemitismus äußert sich der Papst nur formelhaft. Und viele Bischöfe schweigen.
Die Forscherin Monika Schwarz-Friesel berichtet von Antisemitismus in den Medien. Eklatante Beispiele dafür finden sich ihr zufolge vor allem bei ARD und ZDF. Eines handelt vom Politmagazinmacher Georg Restle.
Gut zwei Jahre lang war die Flagge Israels dauerhaft vor dem hessischen Landtag gehisst. Vor dem Hintergrund des Waffenstillstands in Gaza wurde sie nun eingeholt. An der Solidarität mit den Menschen in Israel und den Juden in Hessen soll das nichts ändern.
Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München offenbart, wie bedenklich sich die Maßstäbe im Umgang mit rechtsextremen Beamten verändert haben. Die Politik muss gegensteuern.
Birmingham hat einen Muslimanteil von rund 30 Prozent. Die Polizei glaubt deshalb, die Sicherheit israelischer Fußballfans nicht garantieren zu können und schließt sie aus. Das befeuert die Antisemitismusdebatte.
Die Jüdische Studierendenunion Deutschland legt den Wissenschaftsministern der Länder Forderungen zum Vorgehen gegen Antisemitismus vor. Seit zwei Jahren fühle man sich im Stich gelassen.
Wann schlägt Antizionismus in Antisemitismus um? Eva Illouz geht den tieferliegenden Ursachen für das gegenwärtig vergiftete Diskursklima nach.
Am zweiten Jahrestag wird der Opfer des Terrorangriffs auf Israel gedacht. In Ägypten laufen die Verhandlungen zwischen Israel und Hamas. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland warnen vor einem erstarkten Antisemitismus. Und Frankreich steckt in einer Regierungskrise. Der F.A.Z. Frühdenker.
Eine RIAS-Studie macht deutlich, in welchem Ausmaß der Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023 in Deutschland zugenommen hat. Was könnte dagegen helfen?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer begrüßt, dass das Haus der Kulturen der Welt und Jan Böhmermann das für den 7. Oktober geplante Konzert mit dem Rapper Chefket abgesagt haben. Antisemitismus habe „auf Bühnen nichts zu suchen“.
In Flensburg und Fürth hängen Schilder aus, die Juden oder Israelis fernhalten sollen. Das ist offener Antisemitismus. Den getarnten sehen wir aber noch viel öfter. Er ist Alltag in Deutschland.
Johannes Paul II. hatte die Formel vom „nie gekündigten Bund“ Gottes mit dem Volk Israel geprägt. Heute fehlt eine zu Herzen gehende, Israel auch religiös in die Pflicht nehmende, aber eben dem Antisemitismus den Boden entziehende Botschaft.
Makkabi Köln erstattet Anzeige nach einem Kreisligaspiel und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Gegner der TFG Nippes. Dessen Vertreter bestreitet antisemitische Beleidigungen.
Das Frankfurter Verwaltungsgericht hebt immer wieder Verbote von propalästinensischen Demonstrationen auf und steht deshalb in der Kritik – sogar Antisemitismusvorwürfe werden laut. Die Richter schauen mit Sorge auf diese Entwicklung.
Seit dem 7. Oktober amalgamieren sich die vorher getrennten Ausdrucksformen des Antisemitismus in Deutschland. Davon betroffen sind vor allem jüdische Gedenkorte.