„Der Antisemitismus ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt“
Mit Mahnwachen und Gedenkstunden wird in Frankfurt an die Novemberpogrome erinnert. Oberbürgermeister Mike Josef fordert die Zivilgesellschaft zu mehr Widerspruch gegen Judenhass auf.
Mit Mahnwachen und Gedenkstunden wird in Frankfurt an die Novemberpogrome erinnert. Oberbürgermeister Mike Josef fordert die Zivilgesellschaft zu mehr Widerspruch gegen Judenhass auf.
Der Bundestag will jüdisches Leben schützen und hat nach einem Jahr eine Resolution verabschiedet. Es gibt Sorgen vor staatlicher Einmischung – und davor, dass sie nichts verbessert.
Genug ist genug: Acht Autoren berichten über den Antisemitismus im deutschen Literaturbetrieb seit dem 7. Oktober 2023 – auf Initiative von Slata Roschal und Alexander Estis.
Die pogromartigen Übergriffe auf israelische Fußballfans in Amsterdam sollten den Relativierern von Judenhass ein Zeichen sein. So sieht „Israel-Kritik“ von „propalästinensischen“ Tätern auf der Straße aus: Hass und Gewalt.
Die nun verabschiedete Antisemitismus-Resolution des Bundestags ist ein Akt des guten Willens. Doch die Definition von Antisemitismus bleibt vage und öffnet Missbrauch damit Tür und Tor.
Die Verhandlungen über die Antisemitismus-Resolution des Bundestags wurden sehr geheim gehalten. Nicht nur daran stören sich Arbeitsgemeinschaften der Grünen.
Sie behaupten, die Antisemitismus-Resolution schränke die Meinungsfreiheit ein und unterstellen einen unsichtbaren Einfluss proisraelischer Lobbyisten: Die Gegner des Entwurfs wollen keine Antisemiten sein, doch die arbeiten mit unwahren Behauptungen und Geraune.
Die Ampelparteien ringen um den Fortbestand der Koalition. Der amerikanische Wahlkampf nähert sich dem Ende. Und in Moldau hat die Pro-Europäerin Maia Sandu die Präsidentschaftswahl gewonnen. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
So richtig es ist, Antisemitismus nicht noch mit Steuergeldern zu fördern, so falsch wären Überprüfungsverfahren, die mit einem Gesinnungs-TÜV verbunden wären.
Die Ampelfraktionen und die Union haben sich auf eine Antisemitismus-Resolution geeinigt. Es geht dabei auch um die Rolle von Zuwanderung aus bestimmten Regionen und das Asylrecht.
Die frühere Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) ist die neue Antisemitismusbeauftragte in NRW. Sie tritt in die Fußstapfen von Leutheusser-Schnarrenberger und sagt: Es gibt viel zu tun.
Die Berliner Linke streitet um eine einheitliche Position im Kampf gegen Antisemitismus. Nun kehren einige Abgeordnete der Partei den Rücken – auch der frühere Berliner Kultursenator Klaus Lederer. In der Fraktion wollen sie trotzdem weiter mitarbeiten.
In Folge 319 analysieren wir das Urteil gegen den Journalisten Arne Semsrott wegen der Veröffentlichung von Gerichtsbeschlüssen. Zudem sprechen wir mit dem Völkerrechtler Andreas Paulus über die anstehende Antisemitismus-Resolution des Bundestags und führen ein Interview mit dem hessischen Innenminister Roman Poseck über eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze.
Die Linken-Abgeordnete Henriette Quade will nicht mehr über „Judenhass im eigenen Laden“ schweigen – und verlässt ihre Partei. Die verliert damit einen Aktivposten.
Zum 20. Mal prämiert der Deutsche Fußball-Bund Initiativen, die sich für Demokratie und Menschenwürde sowie gegen Diskriminierung jeder Art einsetzen. Die Verleihung steht auch im Zeichen des 7. Oktober.
Beim Parteitag der Berliner Linken wollten Mitglieder ein deutliches Signal gegen Antisemitismus setzen. Ihr Antrag sorgte für heftigen Streit – ein böses Omen für den Bundesparteitag am Wochenende.
Fahnen der Partei Die Linke (Symbolbild) Die Berliner Linke ist gespalten, wenn es um den Umgang mit Antisemitismus geht. Beim Landesparteitag endet eine lebhafte Diskussion unversöhnlich.
Die Berliner Linke ist gespalten, wenn es um den Umgang mit Antisemitismus geht. Beim Landesparteitag endet eine lebhafte Diskussion unversöhnlich.
Fünf Jahre nach dem Anschlag von Halle wird mit einer Feier an die Opfer erinnert. Ministerpräsident Haseloff gedenkt der brutal ermordeten Menschen – und fordert mehr Einsatz gegen Rechtsextremismus.
Antisemitische Parolen, gewaltsame Proteste, dämonisierende Kritik: Orna von Fürstenberg spricht darüber, warum Juden sich an deutschen Hochschulen nicht mehr sicher fühlen – und wie sich islamistischer von israelbezogenem Antisemitismus unterscheidet.
In Frankfurt demonstrieren propalästinensische Gruppen. Die Stadt hatte versucht, die Demo am Jahrestag des Hamas-Überfalls zu verbieten, scheiterte aber vor Gericht. Bei der Kundgebung wird unter anderem „Kindermörder Israel“ gerufen.
Ein Jahr nach dem Angriff der Hamas sieht der Zentralrat der Juden eine „Normalisierung des Ausnahmezustands“ in Deutschland. Er warnt vor Abstumpfung.
Sie ist über siebzig, ihre Kinder haben Israel verlassen, sie aber harrt in ihrer Heimat Tel Aviv aus: Die Schriftstellerin Lizzie Doron über Gedanken im Schutzraum, Strategien des Überlebens und Sprache als Fluchtort.
Israel solle verschwinden: Dieser Wunsch steckt hinter der eifrigen Kommentierung der politischen Folgen des Terrors vom 7. Oktober, die sich als links versteht.
Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle wirbt dafür, den Schutz jüdischen Lebens als Staatsziel in die Verfassung zu schreiben. Gegner sagen, es gebe schon genug Schutz.
Religiös geprägtes Erbe: Ivan G. Marcus ortet die Wurzeln des modernen europäischen Antisemitismus im lateinischen Mittelalter.
Beim wahlentscheidenden Thema kommt es auf den Unterschied zwischen Aslysuchenden und Arbeitsmigranten an: Was wir Zuwanderern in diesem Land geben wollen – und was wir von ihnen fordern müssen.
Die Antisemitismusforscherin Julia Bernstein hat den Anstieg der Judenfeindlichkeit an deutschen Hochschulen seit dem 7. Oktober dokumentiert. Jetzt ist sie selbst Opfer einer Hetzkampagne geworden.
Der Hip-Hop der Nullerjahre ist zurück. Dabei wissen wir heute: Viele Texte strotzen vor Seximus, P.Diddy wurde gerade wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Wie sollten wir mit ihm, Kanye West, Eminem und Co. umgehen?
Warum konnte der verhinderte Attentäter von München trotz eines Waffenverbots ein altes Gewehr kaufen? In Österreich ist ein Streit über die Konsequenzen des vereitelten Anschlags entbrannt.
Am Montagabend ist eine israelische Touristin in der Heidelberger Altstadt von einem Mann attackiert worden. Die Polizei nimmt an, dass es sich um einen politisch motivierten Angriff handelt.
An deutschen Hochschulen gibt es verstörende Vorfälle von Judenhass. Besonders anfällig für Antisemitismus sind sie aber nicht. Was jetzt zu tun ist. Ein Gastbeitrag des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz.
Die Antisemitismusvorwürfe auf der Documenta 15 ziehen keine rechtlichen Folgen nach sich. Nachdem bereits die Staatsanwaltschaft Kassel die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt hat, bestätigt nun auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt diese Entscheidung.
Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland bleibt auf einem hohem Niveau, wie neue Zahlen belegen. Ressentiments führen verstärkt zu Gewalttaten gegen Jüdinnen und Juden.
Auf Instagram teilt Mesut Özil eine Landkarte, auf der Israel mit einem roten Kreuz versehen ist. Der jüdische Sportverband Makkabi wirft ihm Antisemitismus vor und fordert Konsequenzen vom DFB.
Doug Emhoff hat seinen Beruf aufgegeben, um die Karriere seiner Frau zu unterstützen. Im Wahlkampf könnte vor allem eine seiner Eigenschaften für Kamala Harris nützlich sein.