Wenig Gefahren für Bundesanleihen
Die von S&P angedrohte Herabstufung des Euroraums als ganzes scheint spektakulär, zeigt aber nur letztlich die Krise der Gemeinschaftswährung, die für einige Tage vergessen wurde.
Die von S&P angedrohte Herabstufung des Euroraums als ganzes scheint spektakulär, zeigt aber nur letztlich die Krise der Gemeinschaftswährung, die für einige Tage vergessen wurde.
Die Kurse italienischer und spanischer Staatsanleihen steigen wieder. Die Anleger an den Anleihemärkten halten, so scheint’s, spürbare Fortschritte in der Krisenbewältigung für möglich.
Viele Investoren hätten gern unbegrenzte Staatsanleihekäufe durch die EZB. Doch die wird vorerst nur ihre Hilfen für die Banken ausweiten. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Die Börse spielt verrückt: Staatsanleihen sind Risikopapiere. Der Euro steht am Scheideweg. Wo ist das Geld noch sicher?
37 Mitarbeiter im Pariser Finanzministerium müssen regelmäßig Abnehmer für Staatsanleihen finden. In diesem Jahr verkaufen sie Papiere im Wert von 184 Milliarden Euro. Der Druck wächst täglich. F.A.Z.-Korrespondent Christian Schubert hat ihnen über die Schulter geschaut.
Starke Nachfrage nach neuen Anleihen aus Frankreich und Spanien lässt Renditen fallen. Deutsche Einjährige weisen sogar negative Rendite auf.
Japanische Anleger bauen ihre Anleihebestände vor allem aus Italien, Spanien und Griechenland deutlich ab. Die Regierung will den Euroraum aber weiter unterstützen.
Frankreich muss hohe Zinsen zahlen. Sein Top-Rating ist bedroht. Jetzt schlägt die Stunde der mutigen Investoren.
Zehnjährige Bundesanleihen rentieren zeitweise mit 2,27 Prozent. Damit erhöhte sich die Risikoprämie in den letzten zwei Wochen um mehr als einen halben Prozentpunkt.
Staatsanleihen sind sicher, haben wir lange geglaubt. Heute sind wir klüger. Die jüngste Auktion einer zehnjährigen Bundesanleihe zeigt, dass der Staat höhere Zinsen bieten muss, um Anleger zu locken. Der Spielraum für Defizite wird immer geringer. Eine Analyse von Holger Steltzner.
Seit April 2010 wird in Brüssel nur noch mit einem geschäftsführenden Kabinett regiert. Das Land sieht sich an den internationalen Finanzmärkten zunehmendem Argwohn ausgesetzt.
Mit Anleihekäufen hat die Europäische Zentralbank ihr Mandat überschritten, kritisiert Bankenverbandschef Andreas Schmitz. Steigende Zinsen seien richtig, um schlechte Regierungen aus dem Amt zu drängen.
Eurobonds heißen jetzt „Stabilitäts-Anleihen“. Die Kanzlerin bleibt skeptisch. Doch EU-Währungskommissar Olli Rehn will sie weiter zum Umdenken bewegen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn nennt den Plan einen „Weg ins Verderben Europas“.
Der Markt für europäische Staatsanleihen bleibt extrem unruhig. Am Devisenmarkt geht es hingegen eher gelassen zu. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso treibt seine Planungen für gemeinsame europäische Staatsanleihen voran. Am Mittwoch will er drei Varianten für die Einführung von sogenannten Euro-Bonds vorlegen.
Die Erfahrung, dass der Staat nicht immer ein sicherer Schuldner ist, versetzt die Banken in Aufruhr. Ohne die Fiktion der „risikolosen Anlage“ müssen die Banken umdenken.
Hochzinsanleihen haben sich im Rentenmarkt in den vergangenen Wochen als Renner erweisen. Ein Fonds von Pioneer Investments setzt sich an die Spitze der Fonds mit stabilem Ertrag.
Die Gewinnsträhne bei der BayernLB ist wieder zu Ende: Belastet von ihrer ungarischen Tochter MKB und einem „Robin-Hood-Gesetz“ hat die Landesbank im dritten Quartal einen Verlust eingefahren.
Der Allianz-Vorstand Paul Achleitner soll anstelle von Josef Ackermann die Deutsche Bank beaufsichtigen. Seine Nominierung entspannt die Lage erheblich.
Bundesbankpräsident Weidmann fordert ein Ende der Anleihenkäufe und wehrt sich gegen politischen Druck. Italien kann seine Anleihen nur mit Mühe plazieren.
Die Zahl der Befürworter unbegrenzter Anleihekäufe von Staatsanleihen scheint zuzunehmen. Widerstand kommt hingegen aus Berlin und von Geldpolitikern.
Das mangelnde Vertrauen der Kreditmärkte in Italiens Zahlungsfähigkeit hat die Finanzmärkte erschüttert. Zweifel an einem raschen Schuldenabbau in Italien haben den Dax deutlich gedrückt.
Die Kurse italienischer Staatsanleihen brechen ein. Aber das Land muss die Krise allein bewältigen - Hilfe wäre fatal. Das Land hat industrielle Substanz.
Trotz der Rücktrittsankündigung von Italiens Ministerpräsident Berlusconi verlieren die Staatsanleihen des Landes weiter an Wert. Die Renditen für die Schuldpapiere kletterten über die Marke von sieben Prozent.
Ministerpräsident Berlusconi hat nahezu jede Glaubwürdigkeit an den Kapitalmärkten verloren. Die Renditen italienischer Staatsanleihen sind weiter gestiegen.
Die Europäer schließen nicht mehr aus, dass Griechenland die Eurozone verlassen muss. Das ist ein Tabubruch. Fortan ist auch der Rückbau von Institutionen und Aufgaben nicht mehr ausgeschlossen.
Der ehemalige Bundesbankpräsidenten geht davon aus, dass die Staatsschuldenkrise noch ein Jahrzehnt andauern wird. Sie könnte auch auf andere Länder außerhalb Europas übergreifen.
Mehr Geld und niedrigere Zinsen: So hätten es die Euro-Staaten am liebsten. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
So manche Unternehmensanleihe ist sicherer als eine Staatsanleihe. Und mehr Zinsen gibt es auch. Mit überschaubarem Risiko sind vier und mehr Prozent Rendite möglich.
F.A.S.-Redakteur Patrick Bernau hat eine Griechenland-Anleihe. Jetzt soll er auf sein Geld verzichten. Geredet hat darüber keiner mit ihm.
Die EU hat sich mit den Banken bei griechischen Staatsanleihen auf einen Schuldenschnitt geeinigt. Noch unklar ist, was das für die von privaten Sparern gehaltenen Papiere bedeutet. Das führt zu heftigen Spekulationen.
Den Schuldenerlass für Griechenland fordert bei der HRE-Bad Bank eine Abschreibung von 5 Milliarden Euro. Es ist auch ein Verlust der Steuerzahler.
Vorstandschef Blessing will möglichst alle Kredite an Staaten loswerden. Das Vorhaben sei aber schwierig, da es einen „Käuferstreik“ gebe. Kritik an seinem Vorhaben wollte Blessing nicht gelten lassen.
Die Griechenland-Krise brach 2010 aus. Die Politik wollte damals von einer Umschuldung nichts wissen, sondern hoffte, das Land werde auf den rechten Weg zurückfinden. Dieser Traum ist ausgeträumt.
Die Commerzbank hat 3 Milliarden Euro und die Deutsche Bank knapp 1 Milliarde Euro in Griechenland im Feuer. Aber abseits dieser beiden börsennotierten Institute liegen weitere Griechenland-Risiken im deutschen Bankensektor.
Die großen griechischen Finanzwerte verlieren mehr als 20 Prozent an Wert nach zunehmenden Hinweisen auf einen größeren Schuldenschnitt. An Athens Börse fallen die Kurse. Die übrigen Aktienmärkte reagieren gelassen auf den EU-Gipfel.