Der große Gold-Crash
Lange war Gold eine gute Versicherung gegen die Krise. Doch plötzlich sinkt der Wert so stark wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Was ist da passiert?
Lange war Gold eine gute Versicherung gegen die Krise. Doch plötzlich sinkt der Wert so stark wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Was ist da passiert?
Der vergangene Montag war wohl einer der denkwürdigsten der Edelmetallgeschichte. Binnen 24 Stunden verlor die Feinunze Gold fast 10 Prozent an Wert. Silber sogar noch mehr. Ein Ende des Abwärtstrends ist noch nicht in Sicht.
Nach einem Jahrzehnt der Hausse ist der Goldpreis nun dramatisch gefallen. Manche Privatanleger nutzen dies, um sich einzudecken. Im Gegensatz zu Großinvestoren, die sich schon vor Monaten vom Gold verabschieden haben.
Der deutsche Aktienmarkt ging am Dienstag abermals schwach aus dem Handel. Deutliche Kursverluste bei Eon und RWE belasteten den Aktienmarkt Börsianern zufolge ebenso wie die überraschend deutliche Eintrübung der Stimmung deutscher Finanzexperten.
Nach dem großen Ausverkauf beruhigt sich der Edelmetallmarkt am Dienstag wieder etwas. Doch langfristig sind die Aussichten für Gold und Silber eher trübe.
Rohstoffanlagen haben in jüngerer Zeit viele Anleger enttäuscht. Trotzdem ist Christoph Eibl, Vorstandsvorsitzender der Tiberius Group in Zug, für manche Metalle zuversichtlich.
Der Edelmetalle stehen unter Druck. Auch Öl und andere Rohstoffe werden billiger. Immer mehr Anleger ziehen sich aus ihren Investments zurück.
Die Aufwertung des Dollar hat das glänzende Edelmetall zum Wochenschluss auf ein neues Zehn-Monats-Tief gedrückt. Derweil muss auch der Ölpreis massive Einbußen hinnehmen.
Das Edelmetall Silber hat in den letzten Monaten drastisch an Wert verloren. Auch Gold ist weit von seinen einstigen Höchstständen entfernt.
So klein Zypern im Vergleich zum Euroraum ist - die Verlustbeteiligung der Sparer missfällt den Finanzmärkten. Euro- und Aktienkurse fallen, doch die große Panik bleibt aus.
Starinvestor Jim Rogers über guten Krisenschutz, Chancen bei Ackerland und Tipps seiner Mutter.
Nach dem Skandal um getürkte Zinsen untersucht die amerikanische Terminbösenaufsicht nun den Goldpreis auf Manipulationen. Der kleine Entscheiderkreis legt den Verdacht nahe.
Die amerikanischen Regulierungsbehörden prüfen laut Medienberichten, ob beim Londoner Goldfixing der Preis des Edelmetalls manipuliert wurde. Fünf Banken sind an der Goldpreisbildung maßgeblich beteiligt.
Die Banque de Luxembourg punktet mit Einzeltiteln in Schwellenländern und die Fonds von Flossbach von Storch gehören weiter zu den Besten unter den Mischfonds.
Seit 2008 haben die Preise für Industriemetalle, Edelmetalle und auch Agrarrohstoffe nur eine Richtung gekannt: nach oben. Rohstoffpreise sinken jedoch aktuell zu Unrecht, Rohstoffaktien zu Recht.
Die wichtigsten Goldmünzen der Welt im Überblick: Ihre Geschichte, ihre Beschaffenheit, ihr Wert.
Der Goldpreis hat auf dem Weg abwärts nur noch wenige Unterstützungen vor sich, bis das Ende der Hausse besiegelt ist. Der Dax steckt dagegen in der Konsolidierung.
In Krisenzeiten ist Gold eine sichere Anlage, jetzt sinkt der Goldpreis. Der Rohstoffanalyst der Commerzbank, Daniel Briesemann, sieht eine Ursache in der sich entspannenden Eurokrise.
Die Anleger wollen ihr Gold vor dem Zugriff westlicher Regierungen schützen. Aber auch die Nachfrage nach Gold und Silber in Asien wächst. China ist mittlerweile größter Goldproduzent der Welt.
Kein Land der Welt fragt so viel Gold nach wie Indien – nun wird die Einfuhrsteuer zum zweiten Mal innerhalb von zehn Monaten erhöht. Das kann die Preise nachhaltig beeinflussen.
Die deutsche Bundesbank plant, die Goldreserven in Deutschland zu erhöhen. In Frankreich soll hingegen gar kein Gold mehr gelagert werden, da die Bundesbank im Falle einer Weltwährungskrise keine Devisen bekäme.
Ulrich Stephan, Chefstratege der Deutschen Bank, über die Aussichten für das neue Jahr und warum die Deutschen keine Aktien mögen
Indien gehört zu den wichtigsten Ländern für den internationalen Goldmarkt. Immerhin ist das Land der größte Importeur des Metalls. Jetzt tritt die Regierung auf die Bremse.
Unser Kolumnist Thomas Mayer befürchtet eine weltweite Krise des Papiergelds. Und extrem niedrige Zinsen für mindestens ein Jahrzehnt.
Anlagen in Gold haben von der Finanzkrise bislang profitiert. Nun könnte der Einfluss der realen Zinsen aber wieder wachsen und den Goldpreis unter Druck setzen.
Es ist eine seltsame Sache mit dem Gold. Anders als Aktien etwa, bringt es keine reale Rendite. Trotzdem erfreut sich das Edelmetall derzeit großer Beliebtheit.
Die Konjunkturschwäche belastet den Rohstoffmarkt: Die Wetten auf steigende Preise sinken, Hedgefonds und andere Anleger sind skeptisch. Die Goldnachfrage bleibt jedoch hoch.
Die Queen besichtigt Großbritanniens Goldschatz in der Bank of England. Derweil warnen Ratingagenturen, das Land könne seine Spitzenbonität verlieren.
Gold ist bei Anlegern sehr begehrt. Der Wert des Goldvermögens der Deutschen beträgt 393 Milliarden Euro. Die Hälfte der Anleger hortet das Metall zuhause.
Das Edelmetall verteuert sich schon das zwölfte Jahr in Folge, auch wenn der Aufwärtstrend zuletzt Schwung verloren hat. Die Furcht vor Geldentwertung steigert die Nachfrage nach Münzen, Barren und mit Gold hinterlegten Wertpapieren.
Der zweitgrößte Förderer Gold Fields gliedert einheimische Bergwerke in ein neues Unternehmen aus. Weitere Konzerne sollen folgen.
Seit 44 Jahren investiert Jens Ehrhardt in Aktien. Seine Vermögensverwaltung betreut gut 10 Milliarden Euro. Der Investor meidet Europa.
Niedrige Zinsen in Zeiten der Schuldenkrise machen Privatanleger unzufrieden. Vor allem Aktien gewinnen, auch wenn der Anleger risikobereiter sein muss.
Börsennotierte Rohstofffonds für Gold sind ein Erfolg. Nun soll es sie auch für Diamanten geben. Doch das Geschäft bleibt für Anleger schwierig.
Die Papiere von Rohstoffunternehmen haben zuletzt an Wert verloren. Jetzt bieten viele Aktien günstige Einstiegsmöglichkeiten. Analysten sagen außerdem ein Anziehen der Konjunktur voraus.
Zwar haben Investoren ihre Wetten auf steigende Preise zuletzt stark reduziert, aber Banken und Analysten bleiben optimistisch. Sie rechnen mit einem Goldpreis von 1900 Dollar je Feinunze.