Fragen an Bodo Ramelow
Der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen war in der Sendung „Maybrit Illner“ zwar nicht zu Gast. Nach dem Auftritt seiner Parteivorsitzenden Katja Kipping sollte er aber dringend einige Fragen beantworten.
Der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen war in der Sendung „Maybrit Illner“ zwar nicht zu Gast. Nach dem Auftritt seiner Parteivorsitzenden Katja Kipping sollte er aber dringend einige Fragen beantworten.
Vertreter Ungarns haben in deutschen Talkshows zurzeit einen schweren Stand. Sie werden von allen anderen angegriffen. Bei der ARD macht dabei jetzt sogar die Moderatorin mit.
Ungarn kann man in der Flüchtlingspolitik manches vorwerfen, aber nicht fehlende Stringenz. Daran fehlt es in Deutschland, wie am Montagabend deutlich geworden ist.
Europa erlebt eine historische Flüchtlingskrise. Und was macht das ZDF? Einen Unterhaltungsabend. Doch selbst hier wird die Haltung der deutschen Politik gnadenlos entlarvt. Die Devise: Kopf in den Sand stecken.
Zensur oder Schutz der Grundrechte? Der WDR wollte die Debatte um die aus der Mediathek entfernte März-Sendung beenden. Das hat trotz der Einladung zweier zusätzlicher Gäste leider nicht funktioniert.
Die Deutschen sind nicht ehrlich - nicht zu sich selbst und nicht zu den Flüchtlingen. Denn wer Versprechen macht, sollte sie auch einlösen wollen.
„Rückt Deutschland nach rechts?“ Die Frage geht immer, zumal, wenn es um das Thema Flüchtlinge geht. Doch ist sie richtig gestellt? Zur AfD passt das Stichwort vom Rechtsruck jedenfalls bestens. Das zeigt sich im Fernsehen und auf der Straße.
„800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das??“, so der Titel der Sendung. Danach war man sich sicher: Die beiden Fragezeichen waren berechtigt. Auch wegen sprachlicher Entgleisungen des bayerischen Innenministers.
Sandra Maischberger diskutierte mit ihren Gästen über die Krisen im Nahen Osten. Während Journalist Jürgen Todenhöfer die Fakten seinem Weltbild unterordnete, sorgten zwei Gäste mit Wurzeln in der Region für interessante Einblicke.
Angela Merkel muss ihre Fraktion von der Griechenland-Politik überzeugen. Ob man deren Loyalität mit einer Geschäftsordnung sichern kann? Offenbar ist die Kanzlerin dieser Meinung.
Ulrich Meyer suchte „unsere Helden“. Er fand die Mitarbeiter der Bahn AG. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Steckt GDL-Chef Claus Weselsky dahinter, oder was?
Der Linken-Politiker hat seinen wohl letzten Auftritt im ZDF-Sommerinterview gewohnt humorvoll und eloquent absolviert. Das Gespräch hob dennoch die Makel von Gysis Karriere hervor.
Welchen Anteil hat die „Bild“-Zeitung am Tiefpunkt im deutsch-griechischen Verhältnis? In Dunja Hayalis „Donnerstalk“ präsentiert sich das Blatt wie eine seriöse Wirtschaftszeitung. Irreführende Schlagzeilen kommen nicht zur Sprache.
Anne Will lässt angesichts der Flüchtlingsdebatte über Deutschlands Willkommenskultur diskutieren. In der Sendung wurde deutlich, warum dieser Begriff mehr verschleiert, als er erklärt.
In der Sommerpause von Maybrit Illner versucht sich das ZDF an einem neuen Format. Der „Donnerstalk“ erwies sich dabei als entwicklungsfähig. Nur hätte sich Frau Hayali entscheiden sollen, was sie will.
Das Flüchtlingsmädchen Reem liefert Anne Will den Anlass für eine Asyldebatte. Doch um entscheidende Fragen machen die Diskutanten einen weiten Bogen.
Im Bundestag wird die Regierung für ihr Verhalten in der Griechenland-Krise ordentlich Federn lassen müssen. Die Illner-Sendung stimmte die Zuschauer schon einmal darauf ein.
Aus der Griechenland-Krise ist eine Debatte über die deutsche Rolle in Europa geworden. Diese ist längst überfällig gewesen - und sollte nicht dem Bundesfinanzminister überlassen werden, wie die Sendung von Anne Will zeigte.
Tsipras hat mal wieder alles durcheinander gebracht. Dabei hatte sich die Diskussion um Griechenland doch sowieso schon von den Gesetzen der Logik gelöst.
Anne Will fragte, ob sich Europa noch bis kommenden Sonntag retten ließe. So richtig will offenbar niemand mehr daran glauben. Für eine Talkshow herrschte überraschende Einigkeit: Alle haben verloren.
Griechenland sagt „Nein“. Und was macht das deutsche Fernsehen? Es bespricht in aller Ruhe eine dunkle historische Stunde. Deren Folgen können für ganz Europa gewaltig sein.
Die Folgen eines Neins beim Referendum sind für die Diskutanten bei Maybrit Illner eindeutig: Griechenland muss die Eurozone verlassen. Nur eine Person widerspricht: die Beraterin von Alexis Tsipras.
Wer weiß, was Alexis Tsipras will? Weiß Tsipras selbst noch, was er tut? Auch Anne Will versucht, Licht in die Taktik des griechischen Ministerpräsidenten zu bringen. Zu hören gibt es stattdessen eine Warnung von CDU-Mann Volker Kauder an die Kanzlerin.
Die politische Torheit der Athener Regierung hat die Debatte über die Krise fundamental verändert. Das war gestern Abend auch bei Frank Plasberg zu erleben.
Der Konflikt um Griechenland scheint kaum lösbar. Jauchs Sendung zeigte: Wie kurz vor dem Ersten Weltkrieg ist die Führung Europas wegen innenpolitischer und ideologischer Zwänge kompromisslos. Eine gefährliche Situation.
Noch zäher als die Verhandlungsführer in Brüssel ist nur Maybrit Illner. Das Thema Griechenland wird durchgekaut, immer und immer wieder. Oft bleibt nur Verwirrung – dieser Leitfaden hilft durch jede Griechenland-Talkshow.
Die Politologin teilt bei Anne Wills Griechenland-Debatte aus: Den Brüsseler ARD-Büroleiter kritisiert sie für einseitige Berichte, den „Grexit“-Befürworter Hans-Werner Sinn für seine gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Der Ökonom wehrt sich mit einer nicht sehr charmanten Retourkutsche.
In „Hannas Reise“ lernt eine junge zielbewusste Frau die deutsch-jüdische Geschichte von einer anderen Seite kennen. Ein leichter, aufklärerischer Film mit geschickt verpackter Lektion.
Frank Plasberg zeigt: Die EU funktioniert anders als die Öffentlichkeit. Angesichts der griechischen Schuldenkrise geht es bei ihm um jene Grundsatzfragen, die man in Brüssel fürchtet.
Heute geht es um die Zukunft Griechenlands. Welche Entscheidung wäre die beste? Und was ist realistisch? Günther Jauchs Gäste waren sich manchmal überraschend einig.
Die Griechenland-Krise könnte nach fünf Jahren mit dem Austritt aus der Währungsunion zu Ende gehen. Immerhin hat jeder einen guten Grund, warum das jetzt so sein soll, wie die gestrige Illner-Sendung zeigte.
Bei Frank Plasberg ging es um die Wurst. Doch die Debatte über Nutztierhaltung artete nicht in Streit aus. Stattdessen kam sogar der überzeugte Fleischesser auf dem Podium durch Schockbilder aus dem Stall ins Grübeln.
Dass Griechenland durch Reformen zu einem reichen Land werden könnte, will keiner mehr diskutieren, zeigte Günther Jauchs Sendung. Statt über die Neuordnung des Staates zu sprechen, warnt man vor radikalen Parteien. Ein gefährlicher Pessimismus.
In der Illner-Talkrunde wurde der Eindruck erweckt, in Frankfurt, Berlin oder Hamburg wäre Wohnen unbezahlbar. Das ist maßlos übertrieben. Leerstand ist in Deutschland ein viel größeres Problem.
Nachts diskutierte Anne Will über die Homo-Ehe. Deren Befürworter hatten es nicht leicht. Auf die Frage, warum die „Ehe für alle“ nicht etwa auch für Geschwister gelten soll, hatten sie keine stimmige Antwort parat.
Wo ist Deutschlands Platz, und wie steht es um das Verhältnis zu Amerika? Von Harmonie in der westlichen Wertegemeinschaft konnte bei Frank Plasberg nicht die Rede sein. Dafür wurde dort angesprochen, was bei Gipfeln gerne unter den Tisch fällt.