Warum Pegida zur Strategie des IS gehört
Die Debatte bei Maybrit Illner liefert Hintergründe über die Ziele der Terroristen. Sie kennen den Westen besser als der sich selbst – und wissen, wie leicht die westlichen Gesellschaften polarisierbar sind.
Die Debatte bei Maybrit Illner liefert Hintergründe über die Ziele der Terroristen. Sie kennen den Westen besser als der sich selbst – und wissen, wie leicht die westlichen Gesellschaften polarisierbar sind.
Niemand, sagte der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum bei Anne Will, könne die Bürger vor Anschlägen wie denen in Paris hinreichend schützen. Man fragt sich nur, ob jemand in Deutschland die Konsequenzen wissen will.
Das Freundschaftsspiel Deutschland gegen Holland war als Demonstration der Stärke und des Widerstands gedacht. Dann kommt die Absage – und für die Fernsehsender wird es dramatisch. Sie demonstrieren, wie Verunsicherung aussieht.
Eine Atmosphäre des Hasses zu vermeiden, ist wichtig. Doch dieses Bemühen sollte man nicht mit einer politischen Kultur des Relativierens verwechseln. Das ist Plasbergs Gästen bei der Sendung über den Terror in Paris leider passiert.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht den IS auf dem Rückzug, und von „Krieg“ will bei Günther Jauch auch niemand sprechen. Wie fundamental die Bedrohung ist, haben offenbar nicht alle verstanden.
Im „Tatort“ treten sich Meret Becker und Mark Waschke als Kommissare ausgiebig selbst auf die Füße. Soll das der neue Hit aus der Hauptstadt sein? Da haben wir Zweifel.
ARD und ZDF schicken ihre Talkrunden mit Sonderausgaben zum Terror auf Sendung. Frank Plasberg zeigt sich verunsichert: „Wenn wir nicht wissen, wer hier ist, können Sie mir auch nicht sagen, wir brauchten keine Angst zu haben.“
Von einer „Lawine“ spricht der Bundesfinanzminister mit Blick auf Flüchtlinge. Bei Maybrit Illner versuchte man gestern, die Wirkung dieses Bildes zu begrenzen. Dabei orientiert sich selbst die Kanzlerin offenbar gern an Bildern.
Politiker haben nicht mehr nur ein Publikum in Deutschland. Die Botschaften richten sich auch an Millionen Menschen, die in Syrien und Afrika auf gepackten Koffern sitzen. Die dürften längst nicht mehr glauben, was gestern bei Anne Will alles erzählt wurde.
Sechs Interviews hat Sandra Maischberger mit Helmut Schmidt geführt. Gestern zeigte sie die besten Ausschnitte. Deutlich wird: Der Klartext des Altkanzlers wird fehlen.
Bei Frank Plasberg kommt ausnahmsweise nicht die große Politik zu Wort. Stattdessen sprechen jene Menschen, die im Alltag mit der Flüchtlingskrise umgehen müssen. Sie liefern einen Bericht vom Staatsversagen.
Vom Wandel des Guido Westerwelle konnte man sich nun auch bei „Günther Jauch“ ein Bild machen. Dabei ließ es sich Jauch nicht nehmen, den einstigen Spitzenpolitiker mit alten Sünden zu konfrontieren.
Auch der größte Zaun kann nicht den Blick auf Versäumnisse der Flüchtlingspolitik verstellen. Am Vorabend des Koalitionsgipfels wird ein Weg sichtbar. Ob er zum Besseren führt?
Kein Flüchtling müsste noch in der Ägäis ertrinken, gäbe es so eine direkte Route von der Türkei nach Deutschland. Ein ernstzunehmender Vorschlag also. Dass niemand ihn sich zu eigen machen wollte, zeigt die ganze Widersprüchlichkeit der Debatte.
Kurz vor der Bundestagsdebatte über ärztliche Suizidbeihilfe fragte man bei „Hart aber fair“ nach der moralischen Pflicht zum Töten. Eine Diskussion über die Gratwanderung zwischen Normalfall und Grenzfall.
Widersprüchlichkeiten in der Flüchtlingspolitik von CDU, CSU und SPD kann niemand mehr leugnen. Bei Jauch wurde deutlich: Das ist gut so. Und: Ein Landrat aus Passau kann besser rechnen als das politische Berlin.
Bei einer Ermordeten wird ein halbjähriges Baby zurückgelassen. Fast erfroren kämpft nun auch das zweite Opfer um sein Leben. Der „Tatort“ vom Bodensee lässt diesmal niemanden kalt.
Maybrit Illner hat gestern die Fluchtursachen zum Thema gemacht. Dabei wurde klar: Während der Nahe Osten zerfällt, schaut Europa tatenlos zu – weil es nicht anders kann.
Nein, es gibt in der Politik keinen Knopf, den man drücken könnte. Das ist in der Flüchtlingskrise eine bittere Erkenntnis. Frank Plasberg hat daraus einen erhellenden Abend gemacht.
Die Preise für Lösungen der Flüchtlingskrise mögen in die Höhe schnellen. Aber sie sind bezahlbar, solange Einigkeit über die Werte besteht, auf deren Grundlage sie zustande kommen. Patentvorschläge und Kontrollversprechen helfen wenig.
Über Sachfragen wird in der Flüchtlingskrise nicht mehr diskutiert. Wie die gestrige Illner-Sendung zeigte, wird sie vielmehr zur Jagd auf den politischen Gegner genutzt.
Die Senderchefs Tom Buhrow und Lutz Marmor stehen den Zuschauern Rede und Antwort: nichts als die nackte Wahrheit. Das war der Plan. Was wird daraus? Ein Schattenspiel, über das man sich amüsieren könnte, hätte man nicht einen so hohen Eintritt bezahlt.
Ein schamloser Demagoge - so kann man den AfD-Politiker Björn Höcke wohl nennen. Aber das ändert nichts an der sozialen Wirklichkeit und einer schlichten Frage: „Wo ist die Belastungsgrenze?“ Die Antwort darauf sollte man nicht Höcke überlassen.
Die Asyldebatte bei Maybrit Illner zeigt gelangweilte Flüchtlinge und überforderte Kommunalpolitiker. Angesichts der schwierigen Lage steht eine neue Frage im Raum: Ist Angela Merkel zu Weihnachten noch die Bundeskanzlerin?
Bei Anne Will wird über islamistischen Terror, Sicherheitsmaßnahmen des Staates und die Freiheiten der Bürger diskutiert. Das ist so wirr, dass es wie Satire wirkt.
Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linken nimmt bei Sandra Maischberger Abschied von der Spitzenpolitik. Gysis Bilanz: gescheiterte Ehen, zu wenig Zeit für die Kinder – aber auch ein Treffen mit Nelson Mandela.
Keine rechtlichen Obergrenzen, dafür aber faktische: Das deutsche Verwirrspiel in der Flüchtlingskrise scheint im Ausland kaum noch jemand zu verstehen. Die Diskussion bei Günther Jauch verdeutlichte das Problem.
In einer Zelle verbrennt ein Mann, den die Kommissare Lorenz und Falke kurz zuvor festgenommen haben. Er kam aus Afrika. Soll das ein Selbstmord sein? Der „Tatort“ aus Hamburg folgt einem realen Fall.
Wie verändern Flüchtlinge unser Land? Das kann noch niemand wissen. Dabei gibt es Lösungsvorschläge, die vielversprechend sind.
Um die „Flüchtlingsrepublik Deutschland“ geht es bei Jauch im Ersten. Der Sänger Herbert Grönemeyer hat dazu eine sehr exklusive Meinung. Er weiß ganz genau, was falsch läuft und wem man den Mund verbieten sollte. Ein bizarrer Auftritt.
Bei Anne Will steht das Recht auf Asyl zur Debatte: Verspricht die Kanzlerin den Syrien-Flüchtlingen mehr, als Deutschland einhalten kann? Der Historiker Heinrich August Winkler bricht ein Tabu.
Mit den Flüchtlingen kommt der Islam nach Deutschland. Doch wer verändert wen: die plurale Gesellschaft die Religion oder umgekehrt? Folgen wir „Hart aber fair“, setzt die Bundeskanzlerin das Land gerade einem Test aus.
In der ersten Sendung nach der Sommerpause ermöglicht Günther Jauch einen Blick hinter die Kulissen. Wen meint Anton Hofreiter, wenn er von „wir“ redet?
Zum Feiertag der Deutschen Einheit gibt es einen „Polizeiruf“ mit vier Kommissaren. Magdeburger und Rostocker ermitteln gemeinsam. Ihr Fall ist irre kompliziert, laufend gibt es Techtelmechtel. Will jemand den schlechtesten ARD-Krimi des Jahres sehen? Am Sonntag einschalten!
Die Flüchtlingslobby hat es leicht: Niemand macht sie für die Folgen ihrer Forderungen verantwortlich. Die Politik hat diesen Luxus nicht, wie die Debatte bei Maybrit Illner zeigt.
Anstelle von klaren Regeln bestimmen Emotionen die Politik in der Flüchtlingskrise. Frank Plasberg bemüht sich darum, Nüchternheit in die Debatte zu bringen.