„...dann kommt der Krieg zu uns“
Ist Russland der einzige Akteur im syrischen Bürgerkrieg, der noch erfolgreich eigene Ziele verfolgt? Findet Amerika zu einer neuen Rolle? Und wieso zitiert die Verteidigungsministerin Gedichte falsch?
Ist Russland der einzige Akteur im syrischen Bürgerkrieg, der noch erfolgreich eigene Ziele verfolgt? Findet Amerika zu einer neuen Rolle? Und wieso zitiert die Verteidigungsministerin Gedichte falsch?
Sandra Maischberger nimmt sich einiges vor: die Griechenland-Krise lösen, die Flüchtlingsbewegung bremsen und Yannis Varoufakis bändigen. Ist das nicht ein bisschen viel für 75 Minuten?
Die deutsche Flüchtlingspolitik ist voller Widersprüche. Doch bei Hans-Ulrich Jörges trifft die Bundesregierung noch auf Verständnis. Der Journalist verkaufte gestern bei Anne Will die Orientierungslosigkeit des Kabinetts als ausgetüftelten Plan.
Die Generalprobe lässt auf eine gelungene Fernsehsitzung hoffen: Bei „Mainz bleibt Mainz“ kriegen Politiker ihr Fett weg.
Eigentlich hätte die Sendung alle Zutaten für eine ausgewogene Auseinandersetzung mit der Lage gehabt. Das passte aber nicht in die Dramaturgie von „Hart aber fair“. Erst am Ende setzte sich die Vernunft durch.
Kippt die Stimmung gegenüber Flüchtlingen? Darüber diskutierte gestern Abend Anne Will. Dabei wurde abermals die Absurdität unserer Debatte deutlich.
Ralf Stegner will in der Sendung von Sandra Maischberger die AfD entzaubern. Das wäre gelungen, wenn es der SPD-Politiker mit Argumenten versucht hätte. Er bevorzugt allerdings plumpe Polemik.
Erst in den letzten acht Minuten kam Frank Plasberg zum angekündigten Thema seiner Sendung. Ist Kanzlerin Merkel angezählt? Wie viel Zeit bleibt ihr? Das hängt auch von den Landtagswahlen im März ab.
Das könnte meinen, wer Kommentare ihrer Spitzenpolitiker auf Facebook liest. Die eigentliche Frage ist allerdings, wie die AfD überhaupt diese Bedeutung bekommen konnte - und warum Bürger das Gefühl haben, nicht mitreden zu können.
Wie viel Zeit bleibt Angela Merkel, die Zahl der Flüchtlinge zu verringern? Lassen sie sich durch nationale Grenzkontrollen von ihren Zielen abbringen? Wie könnte eine europäische Lösung aussehen? Jede Frage, jede Antwort erzeugt ihre eigene Realität.
Bei „Maischberger“ ging es im Anschluss an den Spielfilm „Operation Zucker“ um den Realitätsgehalt dieser Fernsehproduktion zum Thema organisierter Kinderhandel. Das gemeinsame Ansinnen, aufzuklären und handlungsfähig zu machen, ergab ein wirkliches Gespräch.
Dient Journalismus noch der politischen Meinungsbildung? Oder wollen die Öffentlich-Rechtlichen in der Flüchtlingskrise nur eine Meinung bilden? Aussagen einer WDR-Journalistin deuten darauf hin. Frank Plasberg ist dieser Vorwurf nicht zu machen.
In der Sendung von Anne Will geht es um die sexuellen Angriffe auf Frauen in Köln, um die Flüchtlingspolitik und Angela Merkel. Es wird viel um den heißen Brei geredet. Doch dann fällt ein Satz Wirklichkeit, wie wir ihn in Talkshows nicht oft hören.
Das neue Jahr hat mit Angst und Schrecken begonnen. Das Leben der Deutschen ist gefährlicher geworden. Gibt es eine Zeitenwende? Muss die deutsche Öffentlichkeit lernen, mit neuen Gefahren zu leben?
Zwei Dinge, die menschliche Grundbedürfnisse betreffen - so stellte ein Kriminologe in der Diskussion über die Folgen von Köln heraus-, sind Geld und Sex. Wahrscheinlich haben wir vergessen, warum das so ist.
Die Attacken auf Frauen in der Silvesternacht in Köln überfordern das Weltbild deutscher Politiker. Das zeigt sich bei „Hart aber fair“ im Ersten am Beispiel von Hannelore Kraft und Renate Künast. Sie wollen das Problem gar nicht sehen.
Ist es eine gute Idee, den „Tatort“ mit einem Verbrechen in dem Studio beginnen zu lassen, in dem kurz zuvor die Nachrichten der ARD verlesen wurden? Der Krimi mit Til Schweiger, der wegen der Anschläge von Paris verschoben wurde, treibt ein gewagtes Spiel mit der Realität.
Maybrit Illner wollte mit ihren Gästen am späten Abend über „die gespaltene Republik“ reden. Ihre Gäste argumentieren aber weitgehend pragmatisch und folgen damit dem Masterplan der Kanzlerin, auch wenn es den gar nicht schriftlich gibt.
Sind die Deutschen tatsächlich eine „verunsicherte Nation“? Wenn sie die Lösung der Flüchtlingskrise weiter mit der Suche nach der eigenen Identität finden wollen, wird sich das nicht ändern. Leider kann Helmut Schmidt nicht mehr helfen.
Auch Quatsch hat Methode: Unter dem Titel „Das Quartett der Querdenker“ diskutiert Sandra Maischberger das Jahr 2015. Sogar Thomas Gottschalk gibt kritische Denkanstöße.
Am Ende des Jahres ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Das nahm sich gestern Abend auch Frank Plasberg vor. Daraus wurde aber nichts, weil sich die Sendung allein mit der Flüchtlingskrise beschäftige. Auf typisch deutsche Art.
Beim Bundesparteitag der CDU dürfte es viel Wortakrobatik zur Flüchtlingspolitik geben. Allerdings könnte man auch über Inhalte reden, wie bei Maybrit Illner deutlich wurde.
Nach der Einlassung von Beate Zschäpe im NSU-Prozess stand zu befürchten, dass die Medien sich mit dem Inhalt ihrer Aussage zufriedengeben würden, ohne weitere Fragen zu stellen. Auch Anne Will schien zunächst in diese Richtung zu marschieren. Aber dann kriegte sie die Kurve.
Kann eine Bundeskanzlerin unpolitisch sein? Es würde das unbeholfene Agieren dieses Landes in der Flüchtlingskrise erklären.
Es ist immer sehr ernst, wenn im Fernsehen über das billige Fleisch gestritten wird. Bei Plasberg sah man am Montagabend, dass langsam ausgestritten ist. Dann wird es sogar manchmal lustig.
In der Flüchtlingskrise kämpfen die Deutschen mit den Umständen und mit sich selbst. Dabei strapazieren sie die Geduld der anderen Europäer.
Ruhig und sachlich diskutierten die Gäste bei Anne Will gestern über die Flüchtlingskrise. Nur einer fiel unangenehm auf.
Es sollte die Stunde der Flüchtlinge im deutschen Fernsehen werden: Tatsächlich haben die Einwanderer bei Maischberger anschaulich von ihren Schicksalen berichtet. Doch weder die Moderatorin noch die beiden anderen Gäste hörten ihnen offenbar zu.
Die Politik versagt in der Flüchtlingskrise, die Verunsicherung ist verständlich. Doch woher kommt all der Hass? Mit uns Deutschen stimmt was nicht, zeigte die gestrige Plasberg-Sendung.
Ein Knaller: Günther Jauch gewinnt für sein Finale Wolfgang Schäuble als Gast. Liest der Finanzminister der Kanzlerin in Sachen Flüchtlingspolitik die Leviten? Eher nicht. Und Jauch? Der verpasst seine letzte große Chance.
„Angst, Panik, Krieg“ war der Titel der Sendung. Von Angst oder Panik war bei Russlands Botschafter in Berlin jedoch nichts zu spüren. Mit Krieg kennt sich Russland wie jede Großmacht dagegen aus. Im Gegensatz zum heutigen Deutschland.
Ist die Bundeskanzlerin im zehnten Jahr ihrer Amtszeit in der Krise? Nicht wirklich, meint die Runde: alles fein, alles ruhig. Und dann leistet sich der FDP-Chef Christian Lindner mit Blick auf die Juden in Deutschland einen unfassbaren Fauxpas.
Früher bemühten sich die Linke um das Verständnis dessen, was vor sich geht. Das hat sich geändert. Heute geht es nur noch darum, die Wirklichkeit als „rechts“ zu deklarieren.
Nur wer Daten auf Vorrat speichert, kann terroristische Machenschaften rekonstruieren. Oder? Bei Frank Plasberg trafen Anhänger der These auf Ungläubige.
Ein Mensch nach dem anderen verschwindet auf sagenhafte Weise: Kommissar Krüger sucht nach Studenten, die in den Wassern des Spreewaldes verschwunden sind. Ist etwas an der Volkssage des Wassermanns dran?
Während in Brüssel das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen ist, diskutiert man hierzulande über das „Terrorziel Deutschland“. Die Runde bei Jauch bemühte sich um Wirklichkeitssinn.