Kann Deutschland Integration?
Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland behauptet, der Islam sei nicht integrierbar. In der Debatte bei Maybrit Illner stößt er mit der Behauptung auf Widerspruch.
Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland behauptet, der Islam sei nicht integrierbar. In der Debatte bei Maybrit Illner stößt er mit der Behauptung auf Widerspruch.
„Staatsaffäre Böhmermann - Diktiert Erdogan Merkels Kurs?“, wollte Sandra Maischberger wissen. Dabei wurde der Schaden deutlich, den Jan Böhmermann mit seinem satirischen Frühwerk angerichtet hat.
Frank Plasbergs Integrationsdebatte hat gleich mehrere Tiefpunkte. Den eingeladenen Einwanderern gelingt es aber, die Sendung vor den Ausfällen des Moderators zu retten.
Vor der Kamera versteinert: Der ZDF-Krimi „Die Toten vom Bodensee“ ist ein totaler Reinfall. Die Kamera saugt sich am Antlitz der Hauptdarstellerin fest, als gäbe es sonst nichts zu zeigen. Gibt es auch nicht.
Um kreative Umverteilungspolitik ging es 2001 bei der Riesterrente. Das ist geglückt - mit der Folge Altersarmut. Bei Anne Will wird deutlich, wie die Debatte sich seitdem gedreht hat.
Das Erdogan-Gedicht und dessen Folgen beschäftigen selbstverständlich auch die Satiriker der „heute show“. Sie werfen im Glashaus ZDF fleißig mit Steinen. Und ihnen ist dabei ganz wohl.
In Deutschland reagiert man vollkommen konfus auf den Fall Böhmermann. Die Sendung von Maybrit Illner zeigte, wie der türkische Präsident diese Unsicherheit zu seinen Gunsten nutzt.
Niemand käme auf die Idee zu bestreiten, dass Amerika ein Gewaltproblem hat. Bei Frank Plasberg zeigt sich: In Sachen Islam ist die Scheu deutlich größer. Warum eigentlich?
Die Bundesregierung muss entscheiden, ob gegen Jan Böhmermann ein Strafverfahren auf Antrag der Türkei eröffnet wird. Bei Anne Will wurde leider primär politisch argumentiert. Dieser Versuchung sollte die Bundesregierung widerstehen.
Jetzt also live und mit Elton als Moderator: Pro Sieben hat „Schlag den Star“ auch nach Stefan Raabs Abschied erhalten. Doch die Kombination dieser beiden Neuerungen ist kein Geniestreich.
Anne Will kam im Teaser länger zu Wort als in der Sendung. Ob es besser für ihre Talkshow sei, wenn alle einer Meinung seien oder eher umgekehrt. Das war es dann auch schon. Wäre da nicht ihr Gastgeber, gegen den Staatsanwälte ermitteln.
Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist so hoch wie lange nicht. Immer mehr Bürger zweifeln, ob der Staat sie noch beschützen kann. Die Folgen zeigen sich auch in der Sendung von Sandra Maischberger.
Wie gefährlich ist rechte Gewalt? Wegschauen ist kaum mehr möglich. Versuche, sie kleinzureden, gibt es dennoch. Die Grenzen zwischen „besorgten Bürgern“ und rechtsextremen Gewalttätern verschwimmen.
Die Moderatorin lässt eine Stunde lang über die Enthüllung zu den „Panama Papers“ diskutieren. Es ist ein schmaler Grat, denn die Öffentlich-Rechtlichen haben die Tatbestände selbst ermittelt.
Bei Maybrit Illner wird deutlich, wie sich die innenpolitische Debatte über Flüchtlinge verändert hat. Es dominiert eine neue Sachlichkeit. Das gilt sogar, wenn es um Terroristen geht.
Der Terror von Brüssel soll ganz Europa treffen. Die Dschihadisten wollen, dass ihre Botschaft, jederzeit töten zu können, allen in die Glieder fährt. In den Talkrunden zeigt sich, wie schwer es ist, dem zu widerstehen.
Die Deutschen leiden unter der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Aber sind heute wirklich noch die Banken unser Problem, oder nicht vielmehr deren fehlendes Geschäftsmodell?
Das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei ist bei Maybrit Illner umstritten. Von „Erpressung“ und einem „schäbigen Deal“ ist die Rede. Verteidigungsministerin von der Leyen widerspricht.
Kanzlerin Angela Merkel will an ihrer Flüchtlingspolitik trotz der Wahlerfolge der AfD festhalten. Bei Sandra Maischberger warnt ein Gast vor einer Eskalation der Politikverdrossenheit.
Peter Altmeier verweist auf den Konsens der Demokraten in schwierigen Situationen – genau solche Aussagen sind gefährlich. Und AfD-Wähler haben keine Angst, sondern sind nur anderer Meinung.
Das gab es auch noch nicht: Eine CDU-Vize-Chefin deklariert bei Anne Will den Sieg anderer Parteien als Erfolg für die Union. Die etablierten Parteien der Bundesrepublik werden zunehmend zu einer Einheit – und werden den Wählern immer fremder.
Vor dem „Super-Sonntag“ mit Wahlen in drei Bundesländern bekommt Maybrit Illner eine Sondersendung mit verlängerter Sendezeit – und schafft es, über das wichtigste Thema nicht zu reden.
Bei Sandra Maischberger werden die Landtagswahlen am Sonntag vorab gedeutet. Fest steht: Wie es für die CDU auch ausgeht, die Bundeskanzlerin ficht es nicht an. Und die SPD fühlt sich gut. Sollen wir das wirklich glauben?
Ein demontierter Rechtsstaat, unterdrückte Bürgerrechte: Die Liste der Vorwürfe gegen die türkische Regierung ist lang. Ist sie der richtige Partner in der Flüchtlingskrise? Bei Frank Plasberg fallen deutliche Worte.
Anne Will entlarvt bei der Flüchtlingsdebatte eine peinliche Aktion des Pressesprechers von Heiko Maas. Der Justizminister wirkt neben dem österreichischen Außenminister wie ein Schuljunge.
Bei Maybrit Illner wird das Problem von CDU und SPD im polarisierten Landtagswahlkampf deutlich. Sie haben in der Flüchtlingskrise die Deutungshoheit über das wahlentscheidende Thema verloren.
Sandra Maischberger sucht mit ihren Gästen nach einer Erklärung für Donald Trumps unerwarteten Erfolg. Die Antwort finden sie bei verbitterten, weißen Männern.
In der ARD werden Kaffeemaschinen kritischer beleuchtet als die Kanzlerin. Aber immerhin hat sich Frank Plasberg diesem Trend in seiner Sendung zur Integrationspolitik nicht angeschlossen.
„Wer steht noch zu Merkel?“ fragte Maybrit Illner. Die Grünen, die Linke und die SPD, oder? Der Auftritt des Vizekanzlers Gabriel im ZDF weckt Zweifel. Edmund Stoiber ist für die CSU eindeutig: So geht es mit der Kanzlerin nicht weiter.
Manchmal kann man aus Talkshows etwas lernen. Bei Sandra Maischberger etwa wurde deutlich, warum die Flüchtlingskrise zu einer innenpolitischen Krise werden konnte.
Frank Plasbergs Fragen zur Flüchtlingskrise erwecken den Eindruck, als hätte sich die Lage seit September nicht verändert. Mehr Komplexität wäre dem Publikum durchaus zumutbar.
Die Debatte bei Anne Will über Bargeld-Einschränkungen zeigt, dass die Bevölkerung gegenüber einer schleichenden Freiheitseinschränkung allergisch reagiert. Tiefer gebohrt wird aber nicht.
„Scheitert Merkel an Europa?“ lautete das Thema bei Maybrit Illner. Doch sollte die Frage nicht besser lauten: Scheitert Europa an Merkel? Dass Angela Merkel die Kontrolle verloren hat, sagte jetzt wenigstens auch mal einer im ZDF.
In der Sendung von Sandra Maischberger zur Flüchtlingskrise wird schnell klar: In Deutschland ist einiges aus den Fugen geraten, so dass Neoliberale inzwischen sogar Gewerkschaftern die Grundlagen ihrer Arbeit erklären müssen.
Es geht um Richtungsfragen in der Flüchtlingskrise. Aber zerlegt sich die EU wegen einer Katastrophe, deren Lösung jährlich kaum mehr als ein Promille der europäischen Wirtschaftsleistung kosten dürfte?
Das taten Amerika, Russland oder China selten. Aber es ist gut, wenn an diese alte Erkenntnis bisweilen erinnert wird. So geschehen in der Syrien-Debatte bei Anne Will.