Invasion der Erklärbären
Der digitalen Gesellschaft fehlt es nicht an Vorturnern und Lobbyisten – sondern an überzeugenden Ideen, wie wir künftig leben wollen.
Der digitalen Gesellschaft fehlt es nicht an Vorturnern und Lobbyisten – sondern an überzeugenden Ideen, wie wir künftig leben wollen.
Apple, Google, Facebook und Amazon dringen in die Domänen der Nebenbuhler ein und suchen die Entscheidung um die Herrschaft im Netz. Die Börse wettet auf Amazon und Facebook.
Zwei Schwergewichte der amerikanischen Unternehmenswelt haben sich zusammengetan, um die elektronische Verwaltung von Patientendaten zu verbessern und unnötige Ausgaben im Gesundheitswesen zu reduzieren: Der Mischkonzern General Electric (GE) und der Softwarespezialist Microsoft Corp. haben die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens angekündigt, dessen Ziel der Aufbau einer Softwareplattform ist, auf der Daten von Patienten oder ganzen Bevölkerungsgruppen verwaltet und für Ärzte und Krankenhäuser zugänglich gemacht werden. Damit sollen medizinische Informationen, die oft an vielen verschiedenen Stellen isoliert verwaltet werden, an einem zentralen Ort zusammengeführt werden.
Aus dem Portal „Android Market“ sind 10 Milliarden Apps für Geräte mit der Software heruntergeladen worden. Der Rückstand auf den „App Store“ von Apple ist aber immer noch groß.
Google will offenbar einen Lieferdienst für Online-Einkäufe entwickeln. Die Idee orientiert sich an dem populären Versandangebot von Amazon mit dem Namen Prime.
Bei der Digitalisierung des kulturellen Erbes läuft den Europäern die Zeit davon. Google ist ihnen in Geld, Erfahrung und Größe meilenweit voraus.
Das Internet ist ein Paradies für Verbraucher und eine Hölle für Bürger. Es wird Zeit für die Vision eines Bürger-Internets, das uns vor der Macht der Konzerne schützt. Erste Folge der neuen Kolumne „Silicon Demokratie“ von Evgeny Morozov.
Das Börsendebüt von Facebook wird an den Finanzmärkten mit so viel Spannung erwartet wie kaum ein anderes. Das Unternehmen traut sich zu, von der Börse insgesamt mit 100 Milliarden Dollar bewertet zu werden.
Die Nutzer ändern ihr Verhalten im Internet rapide. Die Verweildauer in soziale Netzwerken ist innerhalb eines Jahres um 50 Prozent gestiegen, während klassische Portale und E-Mail-Dienste bei vor allem bei jungen Menschen weniger populär sind.
Nach dem „Aus“ von Flash für Mobilgeräte rückt HTML 5 stärker in den Blick: ein offener Standard für das Internet der Zukunft. Aber es gibt Zweifel.
Frohe Kunde für die deutschen Autobauer: In Amerika konnten sie zuletzt teilweise neue Verkaufsrekorde feiern. Nicht gerade zum Jubeln Anlass gibt dagegen eine Zeitungsmeldung, wonach die Bundesregierung wichtige Steuervorhaben nun doch nicht mehr in dieser Legislaturperiode umsetzen will. Auf Unternehmensebene gibt es zudem einen Bericht, laut dem sich ein Investor für das Thyssen-Geschäft in Italien interessiert.
Der Pionier verliert: Der taiwanesische Hersteller HTC rechnet nur noch mit stagnierendem Umsatz. Auf dem Markt für Smartphones rücken derweil chinesische Anbieter vor.
In den Vereinigten Staaten verkauft Google jetzt Musik. Auch ein Speicherdienst gehört dazu, und teilen darf man die Stücke - das dürfte der Gema nicht gefallen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel macht den Medienunternehmen teilweise Hoffnung. "Ich bin überzeugt, dass die Art der Mediennutzung die Gesellschaft ändert."
Begeisterung und Bedrohung bleiben Apple nach Steve Jobs treu: Vor allem die Kunden im Ausland stürmen weiterhin die Apple-Geschäfte. Geschäftskunden lieben iPhone und iPad. Aber Amazon entwickelt sich immer stärker zum Wettbewerber, und Google hat in Amerika ein eigenes Musikportal für Android eröffnet.
Die Verlage liegen hinter Google und Facebook zurück. "Der digitalen Revolution in der Medienwelt kommt eine ähnlich tiefgreifende Bedeutung zu wie dem Auto im 20. Jahrhundert", sagt der Verleger Hubert Burda.
Acht Jahre nach Apple steigt jetzt auch Google im großen Stil in den Online-Verkauf von Musik ein. Bis auf Warner Music hat der Internet-Riese alle großen Musik-Labels gewinnen können. Doch Anwender außerhalb Amerikas bleiben ausgesperrt.
„Customer Journey“, die Reise der Konsumenten vom ersten Kontakt mit einem Produkt bis zum Kauf zu verstehen, gilt als Königsdisziplin im Online-Marketing. Denn das Internet spielt in immer mehr Kaufentscheidungen eine wichtige Rolle.
Das Google-System Android hat mit mehr als 50 Prozent Marktanteil bei Smartphones eine Rekordmarke erreicht. Im Weihnachtsquartal regt sich jedoch Konkurrenz, vor allem durch Apples iPhone 4S.
Google hat mit seinem Reader alle Mitbewerber aus dem Rennen gekegelt. Nun kommt der zweite Schachzug: Um den Datenverkehr auf Google Plus anzukurbeln, amputiert das Unternehmen den Nachrichtenleser.
Pepsi und der FC Barcelona sind dabei, die Muppets und T-Mobile auch: Im Sozialen Netzwerk Google+ können jetzt auch Unternehmen und Marken eine eigene Seite anlegen. Google versucht so, gegen Facebook zu punkten. Ganz ausgereift ist die neue Funktion aber noch nicht.
Den Traum vom eigenen Unternehmen träumen viele Menschen. Doch vermutlich setzt ihn lediglich ein Bruchteil davon in die Realität um. Wer den Schritt in die Selbständigkeit wagt, muss auf viele Ressourcen und ein umfangreiches Wissen zurückgreifen können. Aus diesem Grund bietet es sich an, sich mit anderen Gründungswilligen zusammenzutun. Das hat viele Vorteile, offenbart manchmal aber auch Herausforderungen.
Der private Computer erschien als so etwas wie der Tod des Großen Bruders. Und was ist daraus geworden? Apple tut alles, um uns so fest wie möglich zu umarmen. Google oder Facebook möchten uns ebenfalls rundum versorgen.
Einen Monat nach der Übernahme durch Google geht das Gutschein-Portal Dailydeal in die Offensive. Das Unternehmen reicht die Einnahmen aus nicht eingelösten Gutscheinen künftig komplett an die Händler weiter. Google erhöht damit wenige Tage vor dem Börsengang den Druck auf den Marktführer Groupon, bei dem die Nerven ohnehin blank liegen.
Im Bundestag standen Vertreter von Facebook und Google Rede und Antwort. Aber außer heißer Luft kam nicht viel dabei herum.
So sieht gelungene Lobbyarbeit aus: Der Internetkonzern Google schenkt der Humboldt-Universität in Berlin ein Institut.
Der finnische Handy-Marktführer peppt seine neuen Smartphones gezielt mit Geo-Diensten auf. Der zuständige Manager Michael Halbherr sagt: „Wir wollen die dominierende Social-Location-Plattform werden.“
Google teilt in seinem „Transparenzbericht" mit, was Regierungen in aller Welt über Nutzer wissen wollen. Deutsche Behörden sollen die neugierigsten sein. Doch sind diese Angaben belastbar?
Regierungsbehörden haben in Deutschland deutlich mehr Anfragen nach Nutzerinformationen an Google gestellt. Das teilte der Internetkonzern mit. Bei der You-Tube-Plattform musste Google 583 Videos entfernen, rund die Hälfte davon wegen extremistischer Inhalte.
Nokia zielt auf die nächste Milliarde Internetnutzer, die jung ist und in den Schwellenländern wohnt. Für diese Zielgruppe hat Nokia eine neue Produktfamilie mit dem Namen Asha entwickelt. Für die High-End-Nutzer hat Nokia die Geräte Lumia 800 und Lumia 710 neu im Angebot.
Der Europäische Gerichtshof und der Bundesgerichtshof haben die Persönlichkeitsrechte im Internet gestärkt. Provider werden verpflichtet, bei Rechtsverstößen Blog-Einträge zu löschen.
Jeff Jarvis, einer der lautstärksten Apologeten des Netzes, hat ein Buch geschrieben, das alle Denkfehler und Eitelkeiten der Internetintellektuellen wie im Brennglas zeigt. Warum wir diesen Typus des Halbgebildeten fürchten müssen.
Aus der Verknüpfung zwischen TV und Internet scheint sich der nächste große Markt im Netz zu entwickeln. Immer mehr Internetfirmen wollen jetzt auf den Fernsehschirm. Ein Fernseher soll das letzte große Projekt von Steve Jobs gewesen sein.
Steve Jobs in eigenen Worten: Wenige Wochen nach dem Tod des Apple-Mitgründers bringt Starautor Walter Isaacson die erste und einzige autorisierte Biografie heraus.
Der Hersteller von Navigationsgeräten Tomtom hat schon manche Erwartung enttäuscht. An der Börse ist mit dem Papier seit Jahren kein Staat zu machen. Zu schnell ist die Begeisterung über die Möglichkeiten mobiler Navigation verflogen. Längst tummeln sich auf dem Gebiet Wettbewerber wie der Internet-Riese Google, der den Handys, die mit dem Android-Betriebssystem ausgerüstet sind, eine kostenlose Navigationssoftware spendiert. Kaufzurückhaltung und Preisverfall hat Tomtom deshalb wieder und wieder zu spüren bekommen. Aber wie geht es weiter?
Facebook, Google+ und Co mussten sich im Bundestag heftige Vorwürfe anhören. Die Datenschützer dringen auf gesetzliche Vorgaben. Das Innenministerium tritt für eine Selbstregulierung der Internet-Dienste ein.