Vor welchen Problemen die Geldpolitik steht
Die Zentralbanken dürfen nicht nur über den Leitzins entscheiden. Sie müssen sich stärker grundsätzlichen Fragen der Geldpolitik widmen.
Die Zentralbanken dürfen nicht nur über den Leitzins entscheiden. Sie müssen sich stärker grundsätzlichen Fragen der Geldpolitik widmen.
Abnehmende Inflationsraten im Euroraum haben dem Dax am Montag abermals zu einem Höchststand verholfen.
Die Aufseher der EZB stellen den Instituten ein gutes Zeugnis aus. Den Schieflagen amerikanischer Regionalbanken und der Credit Suisse haben sie schon zuvor getrotzt. Das verdeutlicht insbesondere eine italienische Bank.
Im Juni war Deutschland das einzige Land in der Eurozone gewesen, in dem die Inflationsrate noch gestiegen war. Jetzt gibt es auch hier einen gewissen Rückgang.
Eine gekappte Gewinnprognose des im S-Dax notierten Immobilienkonzerns hat am Freitag auch andere Unternehmen dieses Bereichs unter Druck gesetzt. Das Marktumfeld insgesamt blieb nach den Zinsentscheidungen dieser Woche aber ruhig, der Dax erreichte dennoch ein Rekordhoch.
Auch wenn viele schon murren, hebt die EZB die Zinsen noch mal um 0,25 Prozentpunkte an. Was heißt das für Sparer und Bauwillige?
Die Nachfrage nach Unternehmensdarlehen hat ein Allzeittief erreicht. Grund dafür sind laut EZB steigende Zinssätze und sinkende Investitionen der Firmen in Anlagen.
Die Wirtschaft in Deutschland und im Euroraum schrumpft. Der Mittelstand sendet ein positives Signal.
Wegen der Auftragsflaute halten Fachleute eine Rezession im zweiten Halbjahr für wahrscheinlicher. In Deutschland geht vor allem die Industrieproduktion zurück – und zwar so stark wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr.
Den Winter hatte die Eurozone dank staatlicher Hilfen und rückläufiger Marktpreise für Erdgas zwar besser überstanden als befürchtet.
Fachleute der Bundesbank haben untersucht, wie sich der digitale Wandel zwischen 1997 und 2018 auf die Arbeitsproduktivität in den großen Ländern des Euroraums sowie den Vereinigten Staaten ausgewirkt hat. Ihr Ergebnis: Die Produktion und Verwendung von Digitalgütern wie Software und Telekommunikationstechnik gaben der Arbeitsproduktivität wesentliche Impulse. Ein Gastbeitrag.
Seit vergangenem Sommer hat die Europäische Zentralbank in acht Schritten ihren Leitzins erhöht. Allmählich zeigt das Wirkung. Christine Lagardes Stellvertreter spricht von einer engeren Bandbreite.
Einst galt Alexis Tsipras als Hoffnungsträger der Linken in ganz Europa. Mit seinem Rücktritt endet in Griechenland eine Ära. Doch welche eigentlich?
In Deutschland ist die Inflation noch ziemlich hoch, in Spanien fällt sie unter das Ziel der EZB von 2 Prozent, in Luxemburg sogar auf 1 Prozent. Was steckt hinter den extremen Unterschieden der Inflationsraten im Euroraum?
In Zentraleuropa sind die Zinsen früher und schneller als im Euroraum gestiegen. Experten sehen auch deshalb im Osten ein Ende des Immobilienpreisverfalls.
In weiten Teilen der Welt – und auch hier in Europa – wird immer seltener bar bezahlt. Auf dem Weg zu einer wahrhaft digitalen Wirtschaft ist die Anpassung des Bargelds an das digitale Zeitalter der nächste logische Schritt. Ein Gastbeitrag.
So langsam wird es ernst mit dem digitalen Euro: Was Verbraucher über das künftige gesetzliche Zahlungsmittel im Euroraum wissen müssen.
Die EZB soll ihre Geldpolitik weiter straffen und die Regierungen sollen sparen, fordern die Währungsexperten.
Die EZB folgt Amerikas Notenbank Fed nicht
Anders als die amerikanische Notenbank Fed hebt die Europäische Zentralbank die Zinsen weiter an – um 0,25 Prozentpunkte. Und sie stellt weitere Zinsschritte in Aussicht. Denn im Kampf gegen die Inflation sei „noch Boden gutzumachen“.
Im vergangenen Jahr, als die Inflationsraten im Euroraum mehr als 10 Prozent betrugen, gab es eine sehr breite Zustimmung zu den Zinserhöhungen der EZB. Nun fordern Gewerkschaften und auch viele Unternehmen eine Zinspause.
Jetzt wird es spannend: Welche Signale gibt EZB-Präsidentin Lagarde angesichts sinkender Inflationsraten? Dem Beispiel der amerikanischen Fed scheinen die Europäer vorerst nicht folgen zu wollen.
Es ist zwar nur ein Minus von 0,1 Prozent, aber es ist ein Minus: Das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum schrumpft nach neuen Daten. Eine technische Rezession ist erreicht.
Deutschland und die Zinswende der EZB lasten auf der Dynamik im Euroraum. Ökonomen fürchten, dass Industriebetriebe abwandern. Ein Aufschwung ist fern.
„Je früher, desto besser“, soll die Inflation auf den Zielwert von zwei Prozent sinken, sagt die EZB-Chefin. Neue Daten gelten als Lichtblick.
Die meisten Deutschen erwarten, dass die Preissteigerungen noch nicht vorüber sind. Vor allem bei Lebensmitteln werden höhere Preise erwartet, aber auch bei Energie und Sprit.
Die Inflationsrate im Euroraum sinkt im Mai von 7 auf 6,1 Prozent. Viele Leute haben ein ganz anderes Gefühl. Grund genug, sich das einmal genauer anzusehen.
In Italien ist die Inflation weiter sehr hoch, in Deutschland mittlerweile nicht mehr ganz so extrem. Was heißt das für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank?
Im Mai fällt die Inflationsrate auf 6,1 Prozent. Gegenüber April sinken die Preise sogar. Doch für eine Deflationsdebatte ist es viel zu früh.
Auch wenn die Banken des Euroraums den Finanzstress in Amerika und der Schweiz gut überstanden haben, gibt die EZB keine Entwarnung: Weitere Zinserhöhungen würden zum Test.
Die Preise steigen. Das liegt nicht länger nur am teuren Gas. Auch die Unternehmen machen mehr Gewinn.
EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel diskutiert mit Managern, Unternehmern, Politikern und Freiberuflern über die Geldpolitik – und die nervende Inflation. Was sagt sie zu kritischen Worten?
Die Inflation in Deutschland hält sich hartnäckig: Bundesbankpräsident Joachim Nagel spricht im Interview über die neue Gefahr eines enorm schnellen Bankruns – und seine persönlichen Erfahrungen mit den Preisen für Lebensmittel.
Die hohen französischen Staatsschulden betreffen die ganze Eurozone: Jetzt ist auch die Bonität des europäischen „Rettungsschirms“ herabgestuft worden.
Die Schulden im Euroraum wachsen, und bisher gibt es keine Handhabe dagegen.
Im Vergleich zu Deutschland wirkt sich die Inflation in Österreich schon länger stärker aus. Das verringert die Wettbewerbsfähigkeit des Landes.