IWF sieht große Risiken für Weltwirtschaft
Der Internationale Währungsfonds hat in seiner Konjunkturprognose vor Gefahren für die Weltwirtschaft gewarnt. Das größte Risiko gehe von der Entwicklung im Euroraum aus.
Der Internationale Währungsfonds hat in seiner Konjunkturprognose vor Gefahren für die Weltwirtschaft gewarnt. Das größte Risiko gehe von der Entwicklung im Euroraum aus.
Die Regierung in Athen hat viele grundlegende Reformen angekündigt. Aber bisher sind Gesetze stets verwässert und ihre Umsetzung verschleppt worden.
Die Finanzminister der Euro-Staaten haben sich auf einen Vertrag für den dauerhaften Rettungsfonds ESM verständigt. Er soll am 1. Juli seine Arbeit aufnehmen - und damit ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen. Deutschland soll den größten Beitrag einzahlen.
Seit Monaten ist von der Schuldenkrise in Europa die Rede - dabei ist die Lage direkt vor der eigenen Haustür ähnlich prekär: Die Schulden der deutschen Kommunen sind gigantisch. Die Zeit, da sie als beste Schuldner galten, ist lange vorbei.
Ein Ergebnis schien schon zum Greifen nahe, doch es nutzte nichts: Die Modalitäten des griechischen Schuldenschnitts sind weiter offen. Der Internationale Währungsfonds und die Euro-Gruppe bestehen offenbar auf niedrigeren Zinsen, als den Banken recht ist.
McKinsey-Chef Frank Mattern glaubt, dass sich ein Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion wahrscheinlich nicht mehr vermeiden lässt. Er habe „erhebliche Zweifel“, ob die Sparanstrengungen der Griechen letzten Endes für einen Verbleib reichten. Ein „geordneter Austritt“ könne „das kleinere Übel“ sein.
Die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt für Griechenland ziehen sich weiter in die Länge. Ein nächtlicher Sitzungsmarathon endete zwar mit hehren Worten, aber ohne Ergebnis. Inzwischen sind die Wortführer der Banken aus Athen abgereist.
Dass heimische Aktien derzeit gefragt sind, sei kein Ausdruck der Stärke, sagt Stephen King, Chefvolkswirt von HSBC, im Interview. Es zeige, wie sehr Anleger Schutz suchen. Deutschland müsse sich der Krisenlösung stellen, meint der britische Finanzexperte.
In den Euro zu investieren, lohnt sich gerade wenig. Deshalb empfehlen Devisenexperten, auf Währungen in Schwellenländern zu setzen. Der brasilianische Real habe besonders Potential.
Der Druck auf die großen amerikanischen Ratingagenturen nimmt zu. Außenminister Westerwelle spricht sich für ein europäisches Konkurrenzunternehmen aus, das sich an der Stiftung Warentest orientieren soll. Andere wollen die große Bedeutung von Bonitätsnoten generell nicht länger hinnehmen.
Die Rating-Agentur Moody’s prüft, ob sie die Bonitätsnote der Commerzbank herabstuft, Yahoo-Gründer Jerry Yang verlässt das Unternehmen, Accor verbucht einen Umsatzrückgang. Die Hebelung des EFSF steht nach der Herabstufung durch S&P offenbar vor dem Aus. Die Rating-Agentur selbst rechnet 2012 nicht mit einer Herabstufung Deutschlands, derweil die Weltbank vor einer Eintrübung der Weltkonjunktur warnt.
Die Sanierung der Eurozone wird wegen der Herabstufung mehrerer Länder schwieriger. Für das deutsch-französische Verhältnis birgt das neue Spannungen. Mit der quasioffiziell beglaubigten Führungsrolle wachsen für Berlin noch einmal Lasten und Verantwortung.
Die Ratingagentur Standard & Poor’s verteidigt ihren Rundumschlag gegen die Eurozone. Die Noten für Frankreich und Co. seien trotz Herabstufung noch sehr gut. Kritik, sie mache Politik und verschärfe die Krise, lässt die Agentur abprallen. Das AAA-Rating für den EFSF steht nach der Herabstufung Frankreichs auf der Kippe.
Standard & Poor’s straft neun Länder der Eurozone ab. Die Krise eskaliert. Die Euro-Kernländern und die sogenannten Peripheriestaaten driften auseinander. Und die Rettung wird noch teurer.
Nach dem spektakulären Rücktritt von Philipp Hildebrand ist der Ökonom Thomas Jordan an die Spitze der Schweizer Zentralbank gerückt. Er bringt zwar wenig Glamour, dafür aber exzellente Fachkenntnis mit. Seine vor fast 20 Jahren geschriebene Dissertation liest sich heute wie ein Fahrplan für die Eurokrise.
Inmitten der schweren Schuldenkrise gibt es leichte Entspannung. Offensichtlich nimmt das Vertrauen an den Märkten zu, dass die Probleme allmählich eingedämmt werden. Bis zur Bewältigung der Krise ist es aber noch ein langer und mühseliger Weg.
Was tun in der Schuldenkrise? Der Ökonom Henrik Enderlein gehört zu den Befürwortern einer Gemeinschaftshaftung. Er plädiert für die Ausweitung der deutschen Garantien. Sein Standpunkt.
Der neue Ministerpräsident Monti hat Kanzlerin Merkel den „Seelenzustand der Italiener“ erläutert. Trotz der Haushaltsprobleme müsse sich niemand „vor Italien fürchten“. Das Land werde „seinen Beitrag zur Stabilität Europas“ leisten.
Nach dem Wirbel um die Finanzsteuer geht die Kanzlerin auf die FDP zu. Natürlich müsse sich zunächst die Koalition einigen, stellte sie klar. Eine Einführung der Abgabe nur in der Euro-Gruppe hält sie aber weiter für machbar.
In der Schuldenkrise haben die Euro-Länder einer Umfrage unter Volkswirten zufolge das Schlimmste noch vor sich. Ein Auseinanderbrechen der Währungsunion befürchten jedoch die wenigsten.
Der Euro verliert seit Monaten an Wert, besonders gegenüber dem Yen oder den Kronen aus Norwegen und Schweden, aber auch gegenüber dem Dollar. Bei langfristiger Betrachtung relativiert sich aber so mancher Kursrückgang der jüngeren Vergangenheit.
Euro-Anlagen waren eine Zeitlang international sehr gefragt. Mittlerweile hat sich der Trend umgekehrt. Das wird auf den Kurs Einfluss nehmen.
Die Schwäche des Euro ist ein Ergebnis der Krise in Europa. Mit ihrer Überwindung wird auch der Euro wieder stärker, meint Stefan Bielmeier, Chef-Volkswirt der DZ Bank.
Bei der Finanztransaktionssteuer wollen Berlin und Paris an einem Strang ziehen - und die Steuer notfalls ohne die Briten in Europa einführen. Die FDP ist gegen einen Alleingang im Euroraum.
Über die Euro-Schuldenkrise ist viel Unsinn berichtet worden. Die öffentliche Stimmung wurde mit irrigen Erwartungen aufgeheizt. Auch das hat den Spielraum der Politik in entscheidenden Momenten eingeengt. Eine vorläufige Bilanz nach zwei Jahren Euro-Krisenmanagement.
Der Euroraum rutscht 2012 in eine Rezession. Der ganze Euroraum? Nein. Ein Land hört nicht auf, Widerstand zu leisten: Deutschland. Das könnte gutgehen. Solange Berlin nicht doch noch der Euro-Himmel auf den Kopf fällt.
Der Dax ist am Freitag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Leitindex Liegt am Morgen 0,5 Prozent im Plus bei 6125 Punkten.
Wegen der betriebenen expansiven Geldpolitik befürchten viele Anleger steigende Preise. Die Experten von Raiffeisen Research sehen das anders. Sie rechnen nicht mit einem Anziehen der Inflation.
Die Gipfel-Beschlüsse stoßen an Grenzen des rechtlich und politisch Machbaren. Dies wird den Ehrgeiz der bekannten Akteure nicht bremsen. Gelangt man nicht durch die Vordertür der Vertragsänderung zur Fiskalunion, wird man dies durch den Hintereingang versuchen.
Der Kapitalbedarf der Banken lastet auf den Aktienmärkten. Die Commerzbank könnte nach der Unicredit eine Kapitalerhöhung benötigen. Der Dax liegt im Minus.
Nach dem freundlichen Jahresauftakt setzen auf den Aktienmärkten Gewinnmitnahmen ein. Im Blickpunkt steht im Tec-Dax die Nordex-Aktie mit hohen Kursverlusten.
Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Frühjahr nach Einschätzung der Konjunkturforscher des DIW zeitweise schrumpfen, sich im Jahresverlauf aber wieder erholen. Ab dem Sommer könnte die Konjunktur wieder deutlich an Schwung gewinnen.
Amerikanische Ökonomen haben die Europäische Währungsunion von Beginn an mit großer Skepsis begleitet. In vielem haben sie Recht behalten. Der Sonntagsökonom von Patrick Welter.
Überraschung bei der Europäischen Zentralbank: Erstmals wird der Posten des Chefvolkswirts nicht an einen Deutschen vergeben. Der Belgier Peter Praet wird Nachfolger von Jürgen Stark.
Im Drama um das hochverschuldete Griechenland ist ein weiteres Tabu gefallen: Bislang galt ein Austritt der Griechen aus der Währungsunion in Athen als Tabu. Nun hat ein Regierungssprecher das Szenario im Fernsehen offen angesprochen.
Ein Rückzug Griechenlands aus der Eurozone brächte viele Unwägbarkeiten. Neben der gemeinsamen Währung wäre die nächste europäische Errungenschaft in Gefahr.