Der Euro-Ausstieg ist machbar
Ein Ideenwettbewerb des britischen Lords Simon Wolfson soll in Großbritannien die Frage klären, wie die europäische Währungsunion aufgelöst werden kann. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung macht einen Vorschlag.
Ein Ideenwettbewerb des britischen Lords Simon Wolfson soll in Großbritannien die Frage klären, wie die europäische Währungsunion aufgelöst werden kann. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung macht einen Vorschlag.
Nach dem turbulenten Anlagejahr 2011 bleiben viele Minuszeichen. Aber es ließen sich auch gute Renditen erzielen, ohne dass Anleger auf exotische Märkte wie Venezuela ausweichen mussten.
Der starken Expansion der Geldbasis folgt keine starke Zunahme der Geldmenge M3. Dies verdeutlicht, wie schwierig das Umfeld, in dem sich die EZB bewegt.
Zum Auftakt des Börsenjahres legt der Aktienmarkt zu. Da viele internationale Anleger feiertagsbedingt fehlten, dürften die Kursveränderungen nicht überbewertet werden.
Die meisten Großanleger haben ihre Bücher für das Jahr 2011 geschlossen. Für deutsche Anleihen war 2011 ein besseres Jahr als für Aktien.
Das Überleben des Euro hängt von Italien ab, sagt Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer. Er fürchtet böse Überraschungen im ersten Halbjahr.
Trotz der Krise kann sich die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland weiter problemlos mit Krediten versorgen. Laut Ifo-Institut bleibt die Kredithürde im Dezember auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.
Die Liquiditätshilfe der Notenbank über knapp 500 Milliarden Euro ist vor allem in die Euro-Krisenländer gegangen. Insbesondere die Institute eines Landes sollen etliche Milliarden abgerufen haben.
Ist das Bundesverfassungsgericht eine unpolitische Instanz? Sein Präsident Andreas Voßkuhle und Bundestagspräsident Norbert Lammert markierten in dieser Frage vor kurzem einen Dissens. Der Versuch einer Klärung.
Tritt auf die Schuldenbremse: Im kommenden Jahr will der Bund 250 Milliarden Euro an Schuldtiteln begeben. Auch im restlichen Euroraum gehen die Emissionsplanungen deutlich zurück
Die Banken des Euroraums haben sich bei der Europäischen Zentralbank mit ungewöhnlich hoher Liquidität eingedeckt: Der EZB-Kredit mildert die Knappheit an langfristiger Finanzierung. Dahinter steckt aber noch ein weiteres Kalkül.
Die Europäische Zentralbank solle auf dem Markt für Staatsanleihen eingreifen, sagt Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Nur so ließe sich die Abwärtsspirale stoppen.
Die Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sollen um mindestens 170 Milliarden Euro aufgestockt werden - darauf haben sich die EU-Finanzminister geeinigt. Großbritannien will erst 2012 über seinen Beitrag entscheiden.
Nike steigert den Gewinn, Daiichi halbiert die Prognose. Fitch stellt weitere europäische Banken unter Beobachtung, Japan plant angeblich die Verstaatlichung des Fukushima-Betreibers Tepco. Die deutschen Einfuhrpreise steigen stärker als erwartet, ebenso wie das japanische Handelsbilanzdefizit. Japans Notenbank lässt die Geldpolitik unverändert und Moody’s sieht eine Gefährdung des britischen Top-Ratings durch die Eurokrise.
Die Furcht vor einer politischen Krise in Nordkorea führt zu Zurückhaltung am Aktienmarkt. Ohne Impulse geht es seitwärts.
Die Ratingagentur Fitch erwägt die Herabstufung von sechs Euro-Ländern. Frankreich konnte den Bestwert vorerst verteidigen. Die Entscheidungen fielen nach der Bewertung mehrerer Großbanken.
Die Nothilfen der Europäischen Zentralbank könnten geeignet sein, die Verschuldung der Staaten zu befeuern. Zumindest hegen diese Hoffnung einige Investmentbanken und Regierungen im Euroraum.
Das kommende Jahr wird nach Ansicht vieler Anleger an den europäischen Anleihemärkten unruhig. Fondsmanager befürchten eine Verschärfung der Schuldenkrise - Bundesanliehen sollten sich aber behaupten.
Die Staaten der Euro-Zone haben hohe Schulden. Dafür haben die Privaten hohe Vermögen - nicht nur im Kern der Währungsunion. Der Euroraum hat genug Ersparnisse, um sich selbst zu finanzieren.
Premierminister Cameron hat sein Veto gegen eine Änderung der EU-Verträge vor seiner konservativen Fraktion verteidigt - zugleich aber beteuert, Großbritannien wolle in der EU bleiben.
Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) erhält im nächsten Jahr den Karlspreis für seine Verdienste um die Stabilisierung der Europäischen Währungsunion.
Der lettische Weg aus der Krise gilt als vorbildhaft. Ministerpräsident Valdis Dombrovskis erklärt im Interview mit der F.A.Z., was Griechenland von Lettland lernen kann - und warum eine Fiskalunion wichtig ist.
Bundesfinanzminister Schäuble erhält im kommenden Jahr den Internationalen Karlspreis zu Aachen. Das teilte das Preis-Direktorium am Samstag in Aachen mit.
Der Euro ist trotz EU-Schuldenkrise bisher relativ stabil. In einer Studie erklären die Analysten von Raiffeisen Research warum der Euro die Krise überleben wird und sie die Preisstabilität nicht in Gefahr sehen.
Ihr großes Ziel einer Änderung der EU-Verträge haben Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy verfehlt. Dennoch sind sie zufrieden, denn 17 Euroländer und sechs weitere EU-Staaten wollen sich zu verbindlicher Haushaltsdisziplin verpflichten.
Dass im Euroraum künftig mehr Haushaltsdisziplin nötig ist, bestreitet niemand. Wie das erreicht werden soll, ist aber heftig umstritten.
Deutschland und Frankreich pochen auf eine Änderung der EU-Verträge, um mehr Haushaltsdisziplin zu erreichen. Die Kanzlerin rechnet aber nicht mit einem Paukenschlag auf dem EU-Gipfel. Der französische Präsident Sarkozy verlangt eine Einigung bis zum Freitag.
Der britische Premierminister Cameron will auf dem EU-Gipfel „mit dem Temperament einer Bulldogge“ auftreten: „Ja zu Vertragsänderungen - aber nur zu unseren Bedingungen“.
Kritik an den Beschlüssen des EU-Schuldengipfels machen dem Aktienmarkt am Montag zu schaffen. Vor allem die Rating-Agentur Moody’s zeigt sich unzufrieden.
Der EU-Schuldengipfel und die drohende Herabstufung der Bonitätsnoten der Euro-Staaten bestimmen weiter die Diskussion am Aktienmarkt. Die Kurse stabilisieren sich indes.
Nach dem Rücksetzer vom Vortag tendierten die deutschen Aktien wieder freundlich. Mit Blick auf den am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel steigt abermals der Optimismus.
Mit ihrer Bogenberger Erklärung zeigen sich Experten um den Präsidenten des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, tief besorgt über die Lage der Europäischen Währungsunion. In 16 Thesen weisen sie auch einen Weg aus der Krise.
Falls einem oder mehreren Staaten der Eurozone die Bestnote „AAA“ entzogen würde, will Standard & Poor’s auch den Euro-Rettungsfonds EFSF herabstufen. Die Kanzlerin zeigt sich unbeeindruckt.
Die von S&P angedrohte Herabstufung des Euroraums als ganzes scheint spektakulär, zeigt aber nur letztlich die Krise der Gemeinschaftswährung, die für einige Tage vergessen wurde.
Die Ratingagentur Standard & Poor’s droht Deutschland und vierzehn Euro-Staaten eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit an. Berlin und Paris reagieren gelassen darauf. Eurogruppen-Chef Juncker indes findet deutliche Worte.
Die amerikanische Notenbank Fed und die 17 Zentralbanken im Euroraum sollen einem Zeitungsbericht zufolge einen Spezialfonds zur Rettung der Krisenländer finanzieren.