Deutsche Aktien wenig verändert
Die deutschen Aktien kommen am Mittwoch kaum vom Fleck. Auch nach der vorläufigen Rettung bereitet Griechenland weiter Sorgen. Viele Börsianer rechnen mit einer Verschnaufpause.
Die deutschen Aktien kommen am Mittwoch kaum vom Fleck. Auch nach der vorläufigen Rettung bereitet Griechenland weiter Sorgen. Viele Börsianer rechnen mit einer Verschnaufpause.
Die Euro-Finanzminister ringen um eine Einigung auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland. Es gibt noch einige offene Fragen. Doch selbst mit der Freigabe des Pakets ist die Krise längst noch nicht ausgestanden.
Die Regierung in Athen arbeitet mit Hochdruck daran, die von den Euro-Finanzministern verlangten Sparbeschlüsse konkret zu verankern. Am Samstag verabschiedete die Regierung eine Reihe von Sparmaßnahmen.
Für den Ökonomen Hans-Werner Sinn ist der Zug in Richtung Transferunion abgefahren. „Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Im Endeffekt würden dreieinhalb Billionen Euro Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet.
Ein Grundpfeiler der Europäischen Währungsunion wird eingerissen, wenn die nationale Autonomie in der Finanz- und Wirtschaftspolitik eingeschränkt wird. Die demokratische Legitimation ist dann unzureichend gesichert.
Die griechischen Parteichefs haben schriftlich zugesichert, auch nach der Wahl an den angekündigten Sparreformen festzuhalten. Die Forderungen der internationalen Geldgeber reichen allerdings weiter.
Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2011 zum ersten Mal seit fast drei Jahren geschrumpft. Ähnlich sah es fast im gesamten Euroraum aus. Frankreichs Wirtschaft hingegen legte um 0,2 Prozent zu.
Nach Standard & Poor’s und Fitch stuft nun auch die dritte große Rating-Agentur Moody’s die Kreditwürdigkeit mehrerer Eurostaaten schlechter ein. Während Deutschland wieder ohne Abstriche davonkommt, erhält das Nicht-Euroland Großbritannien einen Schuss vor den Bug.
Das griechische Parlament stimmt in der Nacht zu Montag über die geplanten Sparmaßnahmen ab. Ministerpräsident Papademos warnt mit drastischen Worten vor einer Ablehnung: Der Lebensstandard der Griechen würde im Fall eines Staatsbankrotts „zusammenbrechen“, sagte er.
Griechenlands Zahlungsunfähigkeit dürfte ein weiteres Mal aufgeschoben werden. Dennoch ist das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum wahrscheinlicher geworden.
Die griechische Regierung muss weiter auf die Zusage des dringend benötigten neuen 130-Milliarden-Euro-Hilfspakets warten. An den Finanzmärkten fallen die Kurse.
Griechenlands Finanzminister Venizelos hat das neue Sparprogramm seiner Regierung in Brüssel als „stark und glaubwürdig“ gepriesen. Seine Kollegen im Euroraum wollten ihm indes nicht recht glauben und verweigerten dem taumelnden Land schnelle Zusagen. Den hehren Worten müssten zunächst Taten folgen.
Banken schwimmen im Geld, aber die Wirtschaft will keine Kredite. Kann das gutgehen? Der Sonntagsökonom von Gerald Braunberger.
Private Gläubiger können die Rettung Griechenlands behindern, falls bei einer einseitigen Umschuldung ihre Eigentumsrechte verletzt werden.
Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of England lassen ihre Leitzinsen unverändert. In London werden allerdings weitere Staatsanleihen aufgekauft.
2011 haben deutsche Firmen erstmals waren im Wert von über einer Billion Euro exportiert. Auch die Einfuhren nähern sich dieser Marke. Zugleich fielen die Exporte im Dezember überraschend deutlich.
Der deutsch-französische Vorstoß zum Schuldenabbau ist in Athen verhallt. In Brüssel wird mittlerweile offen darüber geredet, dass Griechenland aus dem Euroraum austreten könnte.
Angesichts der Hinweise auf eine Stabilisierung der Wirtschaft dürfte die Europäische Zentralbank den Leitzins am Donnerstag unverändert lassen. Zugleich wird allerdings erwartet, dass die EZB die Anforderungen für Einzelkredite reduzieren wird.
Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy fordern die Einrichtung eines Sonderkontos für die Tilgung der griechischen Schulden. Athen hat unterdessen der Entlassung von 15.000 Staatsdienern noch in diesem Jahr zugestimmt.
In Griechenland sind die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern abermals ohne Ergebnis vertagt worden. Sie sollen nun am Montag fortgesetzt werden. Die Angst vor einer Insolvenz des Landes steigt.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bank, Ackermann, vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone gewarnt. Noch in der Nacht zum Sonntag wollte er nach Athen fliegen.
Die südeuropäischen Länder versinken immer tiefer in dem Strudel aus Schuldenanstieg, Sparprogrammen, schrumpfender Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit. Deutschland dagegen hält sich gut.
Viele Banken im Euroraum schildern ihre Lage im vierten Quartal des vergangenen Jahres als äußerst schwierig. Die Commerzbank schürt dagegen Hoffnung auf Besserung.
Der Dax steigt auf mehr als 6600 Punkte. Die Kurse italienischer und spanischer Staatsanleihen tendieren fest. Eitel Sonnenschein an der Börse.
Wegen der weiter unklaren Lösung für Griechenlands Schuldenprobleme hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunächst nachgegeben. Dazu bremsten die verhaltenen Vorgaben.
Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat sich angetrieben von Kursgewinnen bei Infineon am Mittwoch fortgesetzt. Impulse kommen auch von der Wall Street, die nach Handelsschluss in Europa ihre Verluste etwas verringerte.
Aktienbörsen und Anleihemärkte zeigen sich freundlich. Der Dax steigt und auch die Kurse italienischer und spanischer Staatsanleihen legen zu.
Die Slowakei gehört derzeit zu den stabilen und stabilitätsorientierten Staaten des Euroraums. Doch nach den Wahlen im März könnte sich das Blatt auch rasch wenden.
Für Kanzlerin Merkel war der EU-Gipfel eine „Meisterleistung“: Der Vertrag über den permanenten Krisenfonds ESM ist beschlossen, 25 Länder wollen sich am Pakt für Haushaltsdisziplin beteiligen. Doch konnte sich Deutschland mit wichtigen Ideen nicht durchsetzen.
Im Vorfeld des EU-Gipfels in Brüssel halten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt bedeckt. Der „Zu häufig wurden zuletzt Hoffnungen im Hinblick auf Griechenland enttäuscht“, heißt es.
Nach der Rating-Herabstufung am Freitag will Italien am Montag mit Anleihen bis zu 8 Milliarden Euro einsammeln. Der Markt ist in guter Verfassung.
Schwache Darlehensvergabe im Euroraum: In Portugal sinkt die Menge der Unternehmenskredite binnen eines Monats um 5 Milliarden Euro. Für Deutschland erwarten Ökonomen keine Kreditklemme.
Nach Standard & Poor’s hat mit Fitch die nächste große Ratingagentur gleich mehrere Länder der Eurozone abgestuft. Italien, Spanien und Slowenien wurden um zwei, Belgien und Zypern um eine Note herabgesetzt.
Die halbe Welt bestürmt Deutschland, mehr Geld für die Rettung des Euroraums und insbesondere Griechenlands locker zu machen. Doch bislang steht die deutsche Ablehnungsfront. Besonders engagiert zeigt sich Außenminister Westerwelle.
Die großen Banken rund um die Welt treffen Vorsorge für ein Auseinanderbrechen des Euroraums. Mit Notfallplänen wollen sie die Folgen in Grenzen halten.
Der Vorstandschef des Konsumgüterherstellers Henkel ist ein regelmäßiger Gast auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen ihn schon länger - in diesem Jahr blickt er auch besonders scharf auf die Konjunktur.