Putinome - wenn aus Sprache eine Waffe wird
Wladimir Putin und der Kreml haben eine besondere Kunst darin entwickelt, die Worthülsen des Westens mit neuem Inhalt zu füllen. Dabei kommt der größte Unsinn heraus, den man sich vorstellen kann.
Wladimir Putin und der Kreml haben eine besondere Kunst darin entwickelt, die Worthülsen des Westens mit neuem Inhalt zu füllen. Dabei kommt der größte Unsinn heraus, den man sich vorstellen kann.
Wenn es, wie Außenminister Steinmeier sagt, nur dann Sinn hat, mit Moskau zu sprechen, „wenn Russland mit offenen Karten spielt“, dann sind derzeit sogar Gespräche sinnlos. Denn inzwischen weiß alle Welt, wie es der Kreml mit der Wahrheit hält.
Der russische Präsident Putin zieht einen krummen historischen Vergleich: Die ukrainische Armee erinnere ihn „an die faschistischen deutschen Truppen in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg“.
Der russische Präsident zeigt sich erfreut über die „ernsthaften Erfolge“ der Separatisten im Osten der Ukraine. Seine Wortwahl verrät, welche Ziele hinter Moskaus immer weniger verdeckter Militäroperation stecken könnten.
EU-Kommissar De Gucht kündigt gegenüber der F.A.Z. eine WTO-Klage gegen Russland an. Die Wirtschaft leidet unter dem Konflikt immer stärker. Erste Ökonomen warnen vor einer neuen Rezession.
Nach Angaben des Sicherheitsrats in Kiew hat das russische Militär die Stadt Nowoasowsk im Südosten der Ukraine übernommen. Der ukrainische Präsident Poroschenko spricht von einer russischen Intervention.
In einem Telefonat mit Russlands Regierungschef Putin hat Bundeskanzlerin Merkel mehr Klarheit verlangt, was die angebliche Präsenz russischer Soldaten in der Ukraine betrifft. In Kiew demonstrierten derweil Hunderte für mehr Hilfe für die eigenen, eingekesselten Truppen.
Wladimir Putin und Petro Poroschenko haben sich nach Angaben aus dem Kreml geeinigt, wie mit künftigen Hilfslieferungen in die Ostukraine umgegangen werden soll. Dort wird weiterhin heftig gekämpft.
Es war das erste Vier-Augen-Gespräch seit Anfang Juni. Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident PetroPoroschenko haben in Minsk über Wege zum Frieden in der Krisenregion Donezk beraten
Auf ihrem Krisengipfel in Minsk haben Russlands Regierungschef Putin und sein ukrainischer Amtskollege Poroschenko Beratungen von Grenzschutz und Generalstab vereinbart, um eine Waffenruhe zügig vorzubereiten. Im Gasstreit soll neu verhandelt werden.
Die Präsidenten Putin und Poroschenko sind in Minsk zu einem Krisengipfel zusammengekommen. Zuvor hatte ukrainisches Militär russische Soldaten festgenommen. Laut Moskau war die Patrouille „zufällig“ in die Ukraine gelangt.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat das Parlament seines Landes vorzeitig aufgelöst. Die vorgezogenen Neuwahlen seien „Teil seines Friedensplanes“, teilte Poroschenko mit.
Bei ihrem Besuch in Kiew hat Angela Merkel der Ukraine finanzielle Hilfen und diplomatische Unterstützung zugesagt. Von einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland hält sie trotz der jüngsten Eskalation derzeit nichts.
Der Hilfskonvoi aus Russland hat die Stadt Luhansk in der Ostukraine erreicht und mit diesem eigenmächtigen Vorstoß Empörung ausgelöst. Während Kanzlerin Merkel für Gespräche nach Kiew reist, droht Amerika mit neuen Sanktionen.
Der Anschluss der Krim an Russland wurde nun auch fußballerisch vollzogen. Die Schwierigkeiten im Sport sagen viel über Putins Herrschaftssystem.
Wer hat schon ein Staatsoberhaupt und eine First Lady, die Bücher schreiben? Finnland natürlich, der Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ein Treffen mit Sauli Niinistö in seiner Sommerresidenz.
Die ukrainische Regierung setzt auf die Bundeskanzlerin, um den Konflikt mit Russland zu lösen und beim Wiederaufbau des Landes. Am Samstag reist Angela Merkel nach Kiew.
Obwohl die Gefechte in der Ostukraine weitergehen, gibt die Bundesregierung den Dialog mit dem Kreml nicht auf. Kurzfristig soll eine militärische Eskalation verhindert werden - wie sieht aber eine langfristige Lösung aus?
Mitten im Landtagswahlkampf attackiert der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland führende Parteifreunde wegen ihrer Kritik an Russland und Putin. Der Ärger des früheren CDU-Politikers ist so groß, dass er fast seine Partei alleine gelassen hätte.
Es wäre das erste Aufeinandertreffen des russischen und des ukrainischen Präsidenten seit Anfang Juni: Mitten im Konflikt um die Ostukraine wollen Putin und Poroschenko an einem Gipfel der Eurasischen Zollunion in Weißrussland teilnehmen.
Merkels Riga-Reise wird überlagert von der Ukraine-Krise. Außenminister Steinmeier mühte sich zuvor bei einem Treffen in Berlin um neue politische Impulse.
Noch brummt das Geschäft der deutschen Autohersteller. Doch in China und Russland kommen sie zusehends unter Druck. Wie gefährlich wird das?
Nach dem angeblichen Angriff ukrainischer Truppen auf russische Armeefahrzeuge in der Ostukraine haben die Vereinigten Staaten und Deutschland zur Deeskalation aufgerufen. Das Weiße Haus wirft Putin „provokatives Handeln“ vor. Aus Russland hieß es, die Ukraine jage ein Phantom.
Russische Militärfahrzeuge haben die ukrainische Grenze überquert, wo sie beschossen worden sein sollen. Ist das Putins Vorwand, um offen in den Kampf in der Ostukraine einzugreifen?
Die prorussischen Rebellen geraten immer stärker in die Defensive. Eigenen Angaben zufolge hat die ukrainische Armee die umkämpfte Stadt Luhansk umstellt. Der russische Konvoi kann deshalb die Grenze nicht überqueren und hat vorerst gestoppt.
Die Verwirrung im Osten der Ukraine hilft vor allem dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es ist ihm gelungen in den Augen vieler Menschen als Helfer und Friedensstifter dazustehen.
Der russische Ministerpräsident verkündet über den Kurznachrichtendienst Twitter, er werde zurücktreten. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Hacker seinen Twitter-Account geknackt hatten.
Putin hat beim Importverbot Wein aus gutem Grund ausgelassen. Denn beim russischen Staatsbanquet muss er trotzdem aufgetischt werden. Die Weinimporte stiegen stark an.
Bei den Gay Games in Cleveland gibt es Applaus für die russische Delegation. Das klingt nach Weltoffenheit. Dabei sind gleichgeschlechtliche Ehen im Bundesstaat Ohio verboten.
Die ukrainische Armee fordert die Bewohner von Donezk und Luhansk auf, die umkämpften Städte zu verlassen. Die humanitäre Situation in der Region erregt derweilen Sorge in Berlin.
Sie treffen den Gegner ohne einen Schuss. Das klingt clever, und kann funktionieren. Doch Sanktionen können auch nach hinten losgehen.
Noch gibt trotz es trotz Sperre in den russischen Supermärkten genug Obst aus der EU und Amerika - dank gefüllter Warenlager. Moskau preist den Einfuhrstopp schon als großen Schritt zur Selbstversorgung.
Die Verhandlungen über den Umbau bei SAP in Deutschland geraten ins Stocken und VW und GM rufen Hunderttausende Autos in Nordamerika zurück.
Die Zahl der Konflikte auf der Welt steigt – die Erwartungen an Deutschland werden auch immer größer. Die Bundesregierung nimmt in der Ukraine-Krise die neue Rolle als außenpolitischer Akteur in der ersten Reihe an. Doch das reicht nicht.
Wenige Tage nach Moskaus Strafmaßnahmen gegen den Westen ist es auch ein demonstrativer Schritt: Rosneft und Exxon-Mobil beginnen gemeinsame Probebohrungen in der Karasee. Den Startschuss für das Milliardenprojekt gibt Kremlchef Putin.
Putins Sanktionen sind eine weitere Eskalation im europäischen Wirtschaftskrieg. Für deutsche Landwirte ist Russland nur ein Nebengeschäft. Träfen die Sanktionen die Autobranche oder den Maschinenbau, wären die Schäden schlimmer.