Putins wichtigster Gegner
Er sei machthungrig, ein Populist oder gar Nationalist. Vorwürfe gegen Aleksej Nawalnyj gibt es zuhauf. Aufhalten können sie ihn nicht.
Er sei machthungrig, ein Populist oder gar Nationalist. Vorwürfe gegen Aleksej Nawalnyj gibt es zuhauf. Aufhalten können sie ihn nicht.
Die Theorie, Aleksej Nawalnyj sei womöglich in Deutschland vergiftet worden, ist in Russland schon verbreitet worden, bevor der Einsatz von Nowitschok bekannt wurde. Wie Moskau versucht, den Verdacht von sich zu lenken – eine Analyse.
Ein Ende der Gaspipeline Nord Stream 2 wäre das deutlichste denkbare Signal an Putin, dass die Vergiftung Nawalnyjs nicht folgenlos bleibt. Aber der Westen hat noch weitere Mittel gegen das Regime in Moskau in der Hand.
Der Giftanschlag auf Alexej Nawalnyj ist für den stellvertretenden FDP-Vorsitzenden noch kein Grund, den Bau der Erdgasleitung einzustellen. CDU-Außenpolitiker Röttgen setzt gegenüber Putin indes auf Härte.
Aus dem Kreml oder nicht – die Feststellung von Nowitschok im Körper von Putins wichtigstem Widersacher ist ein weiterer Hinweis auf eine Verantwortlichkeit ranghoher, mächtiger Russen.
Bei dem Kremlkritiker Alexej Nawalnyj wurde „der zweifelsfreie Nachweis“ eines chemischen Nervenkampfstoffes aus der Nowitschok-Gruppe erbracht. Berlin bestellt den russischen Botschafter. Moskau reagiert empört.
Seit anderthalb Wochen wird der russische Oppositionsführer Alexej Nawalnyj in der Berliner Charité behandelt. Russland hat Deutschland um Informationen zu seiner Behandlung gebeten.
Die bürgerliche Revolution in Belarus wird vor allem von Frauen getragen. Aber was helfen Blumen und Umarmungen gegen Polizeigewalt und russische Hilfstruppen?
Dass der Kreml ihn für so gefährlich hält, liegt auch daran, dass Alexej Nawalnyj die politische Arbeit sehr effektiv organisiert – etwa in Tomsk, wo er vergiftet worden ist.
Zwei Diktatoren regieren in Russland und Belarus, doch der Kontrast zwischen dem KGB-Agenten Putin und dem Kolchosbauern Lukaschenka könnte größer nicht sein. Was sie gemeinsam haben: Beide stehen vor dem Scheitern. Ein Gastbeitrag.
Der russische Dissident Aleksej Nawalnyj hat sich mit mächtigen Leuten angelegt. Einer sticht hervor: ein Buffet-Lieferant aus Sankt Petersburg. Im Westen hält man ihn für den Chef einer Söldnerarmee.
Gerede über einen „Neustart“ mit Russland bringt nichts. Die Vorgänge um den Kremlkritiker Nawalnyj und die Proteste in Belarus zeigen das wieder einmal. Putin muss endlich Konsequenzen spüren.
Großer Militärpräsenz zum Trotz ziehen am Sonntag Tausende Demonstranten durch Minsk. Sie versammeln sich vor dem Palast Lukaschenkas – der just an diesem Tag 66 Jahre alt wird. Kurz zuvor hatte ihn noch Putin angerufen.
Marija Kolesnikowa vom Koordinationsrat ist die letzte aus dem Trio um die Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja, die noch in Belarus ist. Im Interview spricht sie sich gegen Sanktionen aus – und appelliert an die EU und Russland, in Belarus zu vermitteln.
Bei ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel drei Prioritäten für die kommenden Monate. In einem Rückblick sprach sie auch darüber, ob sie den „Wir schaffen das“-Satz wiederholen würde.
Belarus und die Opposition in Russland sind für Putin zwei Fronten im gleichen Kampf. Zu welchen Mitteln er dabei greift, folgt einer Nutzen-Risiko-Überlegung – und auf die hat der Westen noch ein wenig Einfluss.
In der Propaganda arbeiten Lukaschenka und Putin Hand in Hand: Ihre Staatssender lügen – zumal, wenn es um Gewalt gegen die Bürger geht.
Nach Auffassung der Charité wurde der führende russische Oppositionelle Nawalnyj vergiftet. Moskau blockt ab. Putin könne sich nicht um alles kümmern.
Vorspielen beim Diktator? Nicht nur der lettische Ministerpräsident Karinš will Lukaschenka nicht mehr den Hof machen. Er fordert einen neuen Ko-Gastgeber für die Eishockey-WM. Auch belarussische Athleten äußern sich kritisch.
Noch einer, der an Donald Trump gescheitert ist. Der ehemalige Sicherheitsberater erinnert sich.
Erst durch großen Druck erreicht Nawalnyjs Familie seine Verlegung nach Deutschland. In der Berliner Charité hat man Erfahrung mit ähnlichen Fällen. Immer klarer wird, wie eng der Oppositionspolitiker auf seiner Reise durch Sibirien beschattet worden ist.
Die Verwirrung um den Oppositionellen Alexej Nawalnyj hat System. Vergiftungen von Kremlkritikern werden in Russland kaum untersucht. Wenn es Ermittlungen gibt, versanden diese schnell.
Deutsch-französische Spitzentreffen in der Sommerresidenz des französischen Präsidenten haben Seltenheitswert. Doch beim Treffen von Macron und Merkel ging es um weit mehr als Symbolik
Der russische Oppositionelle Alexej Nawalnyj liegt nach einer außerplanmäßigen Landung in einem Krankenhaus in Sibirien im Koma. Nach Angaben seiner Sprecherin hat er womöglich einen vergifteten Tee getrunken. Sein Leben ist in Gefahr.
Der belarussische Autokrat Lukaschenka sucht in Russland eine schützende Hand. Der Opposition wirft er eine „Machtergreifung“ vor. Oppositionspolitikerin Tichanowskaja organisiert derweil eine Reihe von Unterstützern.
Seit dem sich Aleksandr Lukaschenka nach der Präsidentenwahl in Belarus zum klaren Sieger erklärt hat, gibt es im ganzen Land beispiellose Proteste. Steht nach 26 Jahren ein Machtwechsel bevor? Darüber sprechen wir im F.A.Z. Podcast für Deutschland.
Nach dem Telefonat von Merkel und Putin zu Belarus setzen beide Länder verschiedene Akzente: Berlin ruft zum Dialog auf, Moskau warnt vor einer Eskalation bei ausländischer Einmischung.
Lukaschenkas Herrschaft gerät immer stärker ins Wanken. Der Machthaber versucht, weiter die Rolle des Arbeiterfreundes zu spielen – demontiert sich bei seinen Auftritten aber selbst. Angst herrscht vor einem Eingreifen Russlands.
Die ganze Welt ist auf der Suche nach einem Impfstoff. Doch soll man sich schnellstmöglich impfen lassen? Oder lieber erst in ein paar Jahren? Amerika diskutiert ganz offen.
Präsident Lukaschenka beschwört vor seinen Anhängern die Gefahr einer westlichen Unterwanderung. Er warnt vor den Panzern und Flugzeugen der Nato und hetzt gegen die Nachbarländer im Westen.
Zehntausende Oppositionsanhänger trugen als Zeichen ihrer friedlichen Absichten weiße Kleidung, Blumen und Ballons. Staatschef Lukaschenka kämpft trotz der Proteste weiter um seine Macht und schwor seine Anhänger bei einer Gegendemo ein.
Lukaschenkas Beistandsappelle laufen ins Leere. Aber auch für Russlands Präsidenten ist die Lage in Belarus misslich.
In Minsk versammeln sich Tausende Menschen: Mit Blumen und einer Schweigeminute gedenken sie des am Montag zu Tode gekommenen Demonstranten. Viele fordern den Rücktritt des Präsidenten. Der bespricht die Lage mit dem Kreml-Chef.
Putin will mit dem Corona-Impfstoff Werbung machen. Doch die angebliche Impfung seiner Tochter wirft Fragen auf. Und auch belastbare Daten der Entwickler fehlen bislang.
Revolutionen können schrecklich schief gehen. Aber sie können auch gelingen, wenn man alle mitnimmt. In Belarus muss Europa deshalb jetzt nicht nur Härte zeigen, sondern auch Perspektiven.
Für den Kreml ist die Lage in Belarus ambivalent – das zeigen auch die Reaktionen aus Moskau. Die große Frage ist, was Putin macht, wenn Lukaschenka ernstlich gefährdet ist.