Wie der Ukraine-Krieg Polen verändert
Während des Krieges in der Ukraine befriedet Warschau Konflikte mit der EU und der Opposition. Präsident Duda tritt dabei aus dem Schatten des PiS-Vorsitzenden Kaczyński.
Während des Krieges in der Ukraine befriedet Warschau Konflikte mit der EU und der Opposition. Präsident Duda tritt dabei aus dem Schatten des PiS-Vorsitzenden Kaczyński.
Die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien sind „unter strengster Geheimhaltung“ mit einem Sonderzug nach Kiew gefahren. Sie nutzen ihre Reise auch für einen Seitenhieb gegen Brüssel.
Die Ministerpräsidenten Polens, Sloweniens und der Tschechischen Republik sind mit dem Zug nach Kiew gefahren. Die EU-Spitze reagierte auf diesen Vorstoß wenig enthusiastisch.
Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch spart nicht mit Kritik. Er nennt Kaczynski einen „Opi mit zu viel Luft zwischen den Ohren“, kritisiert die oppositionelle „Bürgerplattform“ und wirft dem Westen vor, Putin zu lange hofiert zu haben.
Wer ist diese Dame? Beim polnischen Auktionshaus DESA Unicum kommt ein Porträt von Peter Paul Rubens und Werkstatt zum Aufruf.
Mit seiner Geschichte begründet Polen seinen Vorstoß, Kampfflugzeuge an die Ukraine zu liefern. Doch indem Warschau die Verantwortung an die NATO abschiebt, bringt es den Plan zum Scheitern.
Biden will der Ukraine keine polnischen MiG-29 liefern. Er fürchtet einen Krieg Russlands gegen die NATO. Dennoch bewegt sich Amerika auf einem schmalen Grat – auch wegen seiner nachrichtendienstlichen Hilfe für Kiew.
Warschau will Kiew mit Hilfe Washingtons MiG-29-Kampfflugzeuge überlassen. Das amerikanische Verteidigungsministerium zeigt sich überrascht. Es nennt den Vorstoß „nicht haltbar“.
Der ukrainische Präsident Selenskyj bittet um mehr Rüstungshilfe. Osteuropäer könnten doch sowjetische Kampfflugzeuge abgeben, schlägt er vor. Washington will helfen, stößt aber in Polen auf Widerstand.
Der frühere italienische Innenminister ist eigentlich für seine Nähe zum russischen Präsidenten bekannt. Nun will er selbst an die ukrainische Grenze fahren, um Kriegsflüchtlinge nach Italien zu holen.
In Polen kommen immer mehr Menschen aus der Ukraine an. Allein am Freitag waren es mehr als 100.000. Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen sagt, bis Ende des Wochenendes könnten mehr 1,5 Millionen Ukrainer geflohen sein.
Der Mord an einem Tschetschenen in Berlin zeigte schon vor zweieinhalb Jahren, dass Wladimir Putin keine Regeln achtet. Die Liquidierung war vom Geheimdienst sorgfältig vorbereitet und vom Präsidenten genehmigt worden. Eine Rekonstruktion.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat auch für deren westliche Nachbarn bittere Folgen. Angst vor mehr Inflation und weniger Wachstum verschrecken Anleger.
Władysław Bartoszewski wurde von den Nazis verfolgt, aber er wollte keine Rache. Wie kein zweiter bemühte er sich um die Versöhnung zwischen Deutschen und Polen. Ein Gastbeitrag und eine Erinnerung.
„Zeynep“ verursacht Chaos in Deutschland und anderen Ländern, mehrere Menschen sterben. Die Versicherungsschäden sind immens. Zugleich sorgt der Sturm für einen Youtube-Hit. Und der nächste Sturm naht, warnen Meteorologen.
Der UN-Generalsekretär warnt vor Kommunikationspannen, die zur Eskalation führen könnten. Die deutsche Außenministerin Baerbock spricht von einer „inakzeptablen Drohung“ Russlands.
Die NATO verstärkt ihre Präsenz – im Baltikum und bald auch im Südosten. Eine abermalige russische Aggression werde das noch befördern, sagt Stoltenberg. Das deutsche Mehr-Engagement fällt aber vergleichsweise bescheiden aus.
Moskau wirft dem Westen vor, einen „politischen Zirkus“ zu veranstalten. Der amerikanische Präsident Biden hatte mit dem Aus von Nord Stream 2 im Fall eines russischen Einmarschs in die Ukraine gedroht.
Die Regierung in Warschau wollte nicht zahlen, jetzt wird das Geld mit EU-Haushaltsmitteln verrechnet. Insgesamt ist Polen schon 170 Millionen Euro säumig.
Weil die Regierung in Warschau im Streit um den Tagebau Turow ihre Strafe nicht bezahlt, behält Brüssel Geld aus regulären Zahlungen an Polen ein. Es geht zunächst um 15 Millionen Euro.
Polen sieht für Deutsch nur noch eine Wochenstunde Unterricht vor. Mit dieser Maßnahme gegen die deutsche Minderheit will Warschau mehr Sprachunterricht für Landsleute im Nachbarland erzwingen.
Der polnische Präsident will den Streit mit der EU über die Rechtsstaatlichkeit entschärfen. Doch die Chancen sind schlecht, dass daraus etwas wird. Die Gründe dafür liegen in Warschau.
Wegen der steigenden Inflation setzt Polen die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wie Brot, Fleisch und Milchprodukte vorübergehend aus. Nun stürmen offenbar Einkaufstouristen aus Tschechien die polnischen Supermärkte.
Polen hat ohne Umweltprüfung den Braunkohleabbau bewilligt und EuGH-Anordnungen ignoriert. Unter dem Eindruck hoher Bußen lenkt Warschau im Streit mit Prag ein.
Die EU-Kommission wollte Polen Erleichterungen bei Asylverfahren gewähren. Doch Warschau ist zu keinem Kompromiss bereit, wie ein internes Protokoll belegt.
Die Familie der Verstorbenen erhebt schwere Vorwürfe gegen die behandelnden Ärzte: Mit einem Schwangerschaftsabbruch hätte das Leben der dreifachen Mutter gerettet werden können – die Ärzte hätten den Eingriff jedoch nicht gewagt.
Eine Touristin ist am Sonntag auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz festgenommen worden. Die 29 Jahre alte Frau hatte vor dem Haupttor für ein Foto den Hitlergruß gezeigt.
Die deutsche Sozialdemokratie hat sich immer viel auf ihr historisch gewachsenes Verständnis der russischen Politik zugute gehalten. Ob die SPD-Führung aber Putins Pläne wirklich durchschaut, scheint fraglich. Ein Gastbeitrag.
Polen muss für jeden Tag, an dem es EU-Recht nicht durchsetzt, 1,5 Millionen Euro Strafe zahlen. In zwei Verfahren sind inzwischen mehr als 100 Millionen zusammengekommen. Jetzt will die EU das Geld einziehen.
Zwei Politologen warnen vor der Transformation der EU durch die ostmitteleuropäische Visegrád-Gruppe. Doch ist diese wirklich so homogen, wie es scheint?
Mit neuen Ausstellungshäusern und Gedenkstätten widmet sich Polen seiner Geschichte: In Białystok wurde ein „Museum des Gedenkens an Sibirien“ eröffnet, in Michniów ein „Mausoleum des Martyriums der polnischen Dörfer“.
Polens Wirtschaft läuft gut. Aber mit den Löhnen steigen auch die Energiepreise und dadurch die Inflation. Die Notenbank in Warschau geht dagegen nun strikter vor.
In einer dritten Stichpartie setzt sich der 31 Jahre alte Franzose gegen Jan-Krzysztof Duda durch. Der fünfmalige Weltmeister Magnus Carlsen findet nicht zu seiner Form und wird Zwölfter.
Ein 17 Jahre alter Usbeke düpiert die Favoriten und ist völlig überraschend neuer Weltmeister im Schnellschach. Der große Star Magnus Carlsen landet nur auf Platz drei – und ist wütend.
Der erst 17 Jahre Usbeke Nodirbek Abdusattorow gewinnt die Schnellschach-WM in Warschau – und kündigt an, noch besser zu spielen. Favorit und Schachweltmeister Magnus Carlsen wird nur Dritter.
Erinnerungspolitik ist kein Opfer-Wettbewerb: Das Shoah-Gedenken kann den Blick auf den Kolonialismus lenken – und umgekehrt. Ein Gastbeitrag.