Asyl ungarischer Art
Erfolglos versucht die ungarische Polizei, Flüchtlinge in offizielle Aufnahmelager zu schleusen. Dabei bedienen sich die Behörden eines Tricks.
Erfolglos versucht die ungarische Polizei, Flüchtlinge in offizielle Aufnahmelager zu schleusen. Dabei bedienen sich die Behörden eines Tricks.
Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande sind sich einig: Sie fordern verbindliche Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen in der EU.
Kurz nach der Abfahrt aus Budapest hat die ungarische Polizei einen Zug mit hunderten Flüchtlingen angehalten - offenbar, um sie in ein Flüchtlingslager zu bringen. Beobachter sprechen von chaotischen Szenen vor Ort. Und von einem Trick der Behörden.
Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán ist mit seiner Äußerung auf Widerspruch gestoßen, wonach die Flüchtlingskrise kein europäisches, sondern ein deutsches Problem sei. Kanzlerin Merkel forderte mehr europäische Solidarität.
Viele Schleuser betreiben ihr kriminelles Geschäft von Serbien aus. Den ungarischen Ermittlern sind in ihrem Kampf gegen die Menschenhändler daher die Hände gebunden.
Rund um den Ostbahnhof in Budapest warten weiterhin tausende Flüchtlinge auf eine Möglichkeit, in den Westen zu reisen. Die Polizei aber lässt sie nicht zu den Zügen. Gleichzeitig kommen immer mehr Menschen nach Ungarn.
Hunderte Freiwillige helfen am Münchner Hauptbahnhof mit, die ankommenden Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Sie sammeln Spenden, organisieren Übersetzer oder sortieren Hygiene-Artikel. Und so sehen sie aus.
Die Lage am Budapester Ostbahnhof ist chaotisch: Mal hält die Polizei die Flüchtlinge auf, dann wieder nicht. Tausende besteigen schließlich die Züge in Richtung Wien. Angespornt hatte sie ein Gerücht aus Deutschland.
„No Hungary“: Bei ihrer Ankunft in Deutschland erzählen Flüchtlinge, wie schlecht sie in Ungarn behandelt worden seien. Am Hauptbahnhof in München werden sie von der Polizei und hunderten freiwilligen Helfern empfangen.
Mehr als 2000 Flüchtlinge sind zuletzt in Zügen aus Ungarn in Bayern angekommen. Kanzlerin Merkel kritisiert das Vorgehen der Regierung Orbán. EU-Kommissionschef Juncker droht mit Strafverfahren gegen Mitgliedstaaten, die Asylregeln verletzen.
Wegen des Todes von 71 Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich gibt es zwei weitere Festnahmen. Die Polizei ermittelt gegen einen internationalen Schleuserring.
Die ungarische Polizei hat den Budapester Ostbahnhof, den sie zuvor geräumt hatte, wieder für den Zugverkehr freigegeben. Hunderte Flüchtlinge warten nun wieder vor dem Gebäude auf ihre Weiterreise und skandieren: „Deutschland, Deutschland“.
In der Grenzregion zu Ungarn geht Österreich verstärkt gegen kriminelle Schleuser vor. Ein Sprecher der ungarischen Regierung wirft unterdessen Berlin vor, sie habe unter syrischen Flüchtlingen enorme Hoffnungen geweckt.
Zu den „Schmankerln“ der Edition über 1989/90 gehören Aufzeichnungen, die über die Spannungen zwischen dem Kanzleramt und dem Auswärtigen Amt Auskunft geben. Aus dem Privatarchiv von Helmut Kohl erhielten die Bearbeiter ein Schreiben vom 23. März 1990 an Außenminister Genscher.
Die 71 tot in einem Lastwagen gefundenen Flüchtlinge sind wahrscheinlich erstickt. Das hätten die Autopsien der ersten Leichen ergeben, teilte die Polizei mit. In Ungarn wurde derweil ein fünfter Verdächtiger festgenommen.
Ungarn will Asylverfahren künftig in grenznahen Transitzonen abwickeln. Wer die Grenze illegal überschreitet, dem droht eine Haftstrafe. „Wir tun es auch für Deutschland“, sagt ein Politiker der Regierungspartei Fidesz.
Vier mutmaßliche Schlepper, die für den Tod von 71 Flüchtlingen in einem Laster nahe Wien verantwortlich gemacht werden, sitzen in Ungarn in U-Haft. Die österreichische Polizei hat nun einen weiteren Laster mit 26 Flüchtlingen gestoppt.
Um den Flüchtlingsstrom zu bremsen, will Ungarn seine Gesetze ändern. Künftig sollen Flüchtlinge interniert und illegale Einwanderer bestraft werden können. Im Notfall soll auch das Militär eingreifen dürfen.
Schlepper verlangen bis zu 12.000 Euro für eine Fahrt von Syrien nach Wien. Dass sie über Leichen gehen, ist spätestens seit den aktuellen Geschehnissen klar. Wie die Schleuser auf dem Balkan vernetzt sind und warum sie sich so schwer fassen lassen.
Bei dem Flüchtlingsdrama in Österreich sind nach offiziellen Angaben 71 Menschen ums Leben gekommen - darunter 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder. In Ungarn wurden drei mutmaßliche Schlepper festgenommen.
Die Flüchtlingstragödie mit bis zu 50 Toten in Österreich hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Gefahndet wird nach dem Fahrer und seinen Hintermännern. Noch immer ist unklar, wie viele Leichen in dem Laster liegen. Nach ersten Erkenntnissen ist der Laster am Mittwoch in Budapest gestartet.
Zum Auftakt der Westbalkan-Konferenz hat Außenminister Steinmeier abermals eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen in der EU gefordert. Österreichs Außenminister Kurz kritisierte vor allem die griechische Regierung.
Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, unterstützt Angela Merkel bei ihrer Forderung nach Registrierungszentren an den Außengrenzen der EU. Staaten, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, wird das nicht freuen.
Die Zahl der Flüchtlinge, die die serbisch-ungarische Grenze überqueren, ist stark angestiegen. Ungarn will deshalb die Grenzkontrollen weiter verschärfen. In einem Aufnahmelager kam es zu einem Zwischenfall.
Die Übernachtungskosten sind gering, die Reisekosten immens, und die schnellsten Routen die riskantesten. Mohammed kannte die Geschichten derer, die es vor ihm versucht hatten. Protokoll einer Flucht aus Syrien.
Tausende Flüchtlinge sind binnen 24 Stunden im Norden von Mazedonien angekommen, um die Grenze nach Serbien zu überqueren. Doch spätestens an der Grenze zu Ungarn könnte die Reise zu Ende sein.
Ja, es gebe die Pressefreiheit in Ungarn, sagen Journalisten vor Ort. Nur rückt ihr die Regierung ordentlich zu Leibe – mit Massenentlassungen und politischem Druck.
Familie Rahimi wollte ihr Land nicht verlassen, im Gegenteil: Sie tat viel dafür, um es aufzubauen. Doch als der Vater auf mysteriöse Weise ums Leben kam, floh die Mutter mit vier Kindern. In Hamburg verbringen sie nun die meiste Zeit mit Warten.
Syrer, Afghanen, Iraker, Pakistaner und Somalier durchqueren auf ihrem Weg nach Westeuropa Mazedonien. Aber was wird aus ihnen, wenn Ungarn und andere Länder ihre Grenzen schließen?
Es ist noch nicht lange her, da rissen die Europäer Zäune nieder. Jetzt errichten sie neue. Mit anderem Ziel.
Sakramentaler Moment: Vor dem WM-Endspiel von Bern am 4. Juli 1954 ließ sich der Stürmer Max Morlock in der Kulisse von Spiez am Thuner See fotografieren. Später schenkte er das Bild seinem Trainer Sepp Herberger. Warum?
Tschechien, Ungarn und Polen werden für Devisen-Anleger interessanter. Das hat unter anderem mit dem Vertrauensverlust des Euros zu tun. Die Tschechen könnten dabei den Wechselkurs freigeben.
Ferrari in Feierlaune: Nach dem Triumph in Ungarn schweben Sebastian Vettel und sein Team schnell wieder im siebten Himmel. Der italienische Rennstall träumt aber bereits von mehr.
Budapest plant einen Grenzzaun, um der Flüchtlingsströme Herr zu werden. Doch damit werden die Probleme nicht gelöst, sondern nur woanders hingelenkt.
Spannendes Rennen in Ungarn: Sebastian Vettel ist beim Grand Prix in Mogyorod als Erster im Ziel. Die dominierenden Mercedes schaffen es nicht mal aufs Podium.
Der Tod von Bianchi war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die Chance, einen Unfall zu überleben, ist in keinem Fahrzeug der Welt so groß wie in einem Formel-1-Auto. Das gilt auch für den Grand Prix von Ungarn an diesem Sonntag (14 Uhr)