Abstrakte Terrorgefahr als Begleiter im Fußball-Kino
Gemeinsam mit Hunderten anderen Fans ein Fußballspiel zu schauen, soll das Erlebnis steigern. Das wird bei der EM nicht anders sein. Im Hintergrund droht aber eine abstrakte Terrorgefahr.
Gemeinsam mit Hunderten anderen Fans ein Fußballspiel zu schauen, soll das Erlebnis steigern. Das wird bei der EM nicht anders sein. Im Hintergrund droht aber eine abstrakte Terrorgefahr.
In Hessen verjüngt sich laut dem Verfassungsschutz die Salafisten-Szene. Das soll sich auch an der Art der Missionierungsversuche zeigen.
Beim vierten Blitzmarathon werden am Donnerstag Raser an Tausenden Kontrollstellen ins Visier genommen. Eine solche Aktion anzukündigen: in anderen Ländern undenkbar.
Paris, Istanbul, Köln - kein gutes Klima für unbeschwerte „tolle Tage“, sollte man meinen. Doch Hessens Fastnachter lassen sich die Laune nicht vermiesen. Sie verlassen sich auf die Polizei, die mehr Beamte als sonst einsetzt.
In Hessen sollen zehn Terrorverdächtige in Flüchtlingsunterkünften leben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.
Die erhöhte Wachsamkeit der Polizei nach der Terrorserie von Paris hat auch Folgen für die Weihnachtsmärkte in Hessen. Die Polizei zeigt etwa in Kassel, Darmstadt und Frankfurt mehr Präsenz.
Nach dem Terror in Paris reagiert die Polizei auch in Deutschland mit mehr Präsenz. Momentan gibt es jedoch keine Hinweise auf Anschläge in Hessen. Die Behörden prüfen, ob sich unter den Flüchtlingen Extremisten befinden.
Die Ermittler bringen immer mehr Details über Hailil und Senay D. ans Licht. Das Islamistenpaar hatte vermutlich Kontakte zu anderen Salafisten in Hessen - und könnte weitere Anschläge geplant haben.
Offenbar gibt es weitaus mehr junge Männer, die zur islamistischen Szene zählen, als bisher bekannt. Die Kommissariate werden personell aufgestockt, denn die Szene scheint eine neue Strategie zu verfolgen.
Brauchen die Sicherheitsbehörden neue Befugnisse, um gegen Islamisten zu ermitteln? Mehr Telekommunikations-Überwachung und Videokameras sind wieder ein Thema. Währenddessen steigt die Zahl der Verfahren gegen Syrien-Rückkehrer.
So lange die Kämpfe in Syrien und im Irak unvermindert anhalten, geht Innenminister Beuth von einer steigenden Zahl von Salafisten in Hessen aus. Intensiv wird deshalb an der Präventionsarbeit gefeilt.
In Frankfurt ist die bundesweit erste Beratungsstelle gegen Salafismus eröffnet worden. Vier hauptberufliche Mitarbeiter stehen nun in festen Räumen einer wachsenden Zahl Salafisten gegenüber.
Das Hessisches Landeskriminalamt soll künftig die Ermittlungen gegen verdächtige Salafisten koordinieren. Es laufen bereits 70 Verfahren wegen Terror-Verdachts. Doch die Zahl der Fälle wird bald um ein Vielfaches steigen.
200 Menschen himmeln ihn an, doppelt so viele protestieren gegen ihn: Mit seinem Auftritt in Offenbach zieht Salafisten-Prediger Pierre Vogel deutlich weniger Zuhörer an als erwartet.
Etwa 1200 Salafisten sind in Hessen aktiv, die meisten in und um Frankfurt. Die Landesregierung schätzt sie als Gefahr ein. Nur das Eingreifen im konkreten Fall scheint schwierig.
Salafisten gelten immer noch als Minderheit. „Aber die enorme Ausbreitung ist auch ein Warnzeichen“, sagt der EKHN-Beauftragte für interreligiöse Fragen, Pfarrer Andreas Herrmann.
Innenminister Boris Rhein hat ein entschlossenes Vorgehen gegen gewaltbereite Islamisten angekündigt. Die Ausweisung salafistischer Hassprediger müsse zum „Regelfall“ werden, verlangte der Minister.
In Hessen sind am Mittwoch 17 Wohnungen von Personen aus dem Umfeld des Salafismus durchsucht worden. Der Schwerpunkt lag dabei auf Frankfurt.
Auch vor Weihnachten bleibt Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) mit schlechten Nachrichten nicht verschont: Der Beschluss des VGH in der Causa Thurau ist ein weiterer Schlag am Ende eines ohnehin schmerzvollen Jahres.
Die Polizei hat in Hessen und Nordrhein-Westfalen vier Männer festgenommen, die der Islamistenszene zugerechnet werden. Nach Informationen des SWR erfolgten die Festnahmen wegen des anstehenden „Deutschlandfestes“.