Der Mann, der Erdogan Paroli bot
Wer ist der Mann, der mit seiner pro-kurdischen Partei HDP den Sprung über die Zehnprozenthürde geschafft hat? Selehattin Demirtas ist nicht nur politisch ein Gegenmodell zum türkischen Staatspräsidenten Erdogan.
Wer ist der Mann, der mit seiner pro-kurdischen Partei HDP den Sprung über die Zehnprozenthürde geschafft hat? Selehattin Demirtas ist nicht nur politisch ein Gegenmodell zum türkischen Staatspräsidenten Erdogan.
Erstmals in ihrer Geschichte hat die AKP bei einer Parlamentswahl nicht die absolute Mehrheit gewinnen können. Was das für die Türkei bedeutet, erklärt Diba Nigar Göksel von der „International Crisis Group“. Sie gilt als eine der besten Kennerinnen des Landes.
Heute endet der G-7-Gipfel unter Anderem mit dem Feld der Energie- und Klimapolitik. Außerdem beschäftigt sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit dem Breitbandausbau und in der Türkei steht eine schwierige Regierungsbildung bevor.
Koalition, Minderheitsregierung oder Neuwahlen? Die AKP von Präsident Erdogan verliert bei der Wahl in der Türkei die absolute Mehrheit. Auch zieht eine neue Partei ins Parlament ein. Was bedeutet das für die Zukunft des Landes? Eine Analyse.
Bei den Parlamentswahlen in der Türkei hat die AKP-Partei von Präsident Erdogan die absolute Mehrheit wohl verfehlt. Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen kommt sie auf 42,4 Prozent. Damit ist auch die von Erdogan geplante Verfassungsreform in Gefahr.
In der Türkei haben die Parlamentswahlen begonnen. Dass die regierende AKP wieder stärkste Kraft wird, gilt als sicher. Dennoch geht es für Staatspräsident Tayyip Erdogan um viel. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wahl.
Zehntausende Freiwillige haben sich in der Türkei organisiert, um bei der Parlamentswahl am Sonntag die Auszählung zu überwachen und Fälschungsversuche zu verhindern. Erdogans AKP misstrauen sie zutiefst.
Die Nusra-Front in Syrien bietet sich als Partner an, um das syrische Regime unter Baschar al Assad zu besiegen. Der Al-Qaida-Ableger war nicht nur an den jüngsten Erfolgen in Idlib beteiligt.
Vor der Parlamentswahl in der Türkei hat Cem Özdemir harsche Kritik an Präsident Recep Tayyip Erdogan geübt. Türken in Deutschland gibt der Vorsitzende der Grünen eine Wahlempfehlung.
Recep Tayyip Erdogan hat ein weiteres Mal bewiesen, wie wenig ihm an kritischer Berichterstattung gelegen ist. Dieses Mal traf der Zorn des türkischen Präsidenten einen amerikanischen Journalisten.
Kommt in Ankara bald die „Partei der Nationalistischen Bewegung“ an die Macht? Der Türkei könnte dann eine isolationistischere und rückwärtsgewandtere Politik drohen als unter der Alleinherrschaft von Erdogans AKP.
Vor der Parlamentswahl haben es Oppositionsparteien in der Türkei nicht nur wegen der schier unüberwindlichen Zehnprozenthürde schwer. Erdogans AKP fürchtet die unbeugsame Konkurrenz – und kämpft mit allen Mitteln.
Vor nicht mal einem Jahr wurde der Palast des türkischen Präsidenten in Ankara eröffnet. Der Protzbau wird von der Opposition scharf kritisiert. Nun hat ein Gericht ihn offiziell zum Schwarzbau erklärt.
Mehr als 14.000 Menschen sind in Karlsruhe zur Kundgebung mit dem türkischen Staatspräsidenten gekommen. Erdogan begrüßte sie als „unsere Stärke im Ausland“. Vor seinem Auftritt hatte es heftige Rangeleien zwischen Gegnern und Unterstützern des Politikers gegeben.
Die türkische Verfassung untersagt dem Präsidenten Wahlkampfauftritte, doch Erdogan kümmert das nicht. Am Sonntag redet er in Deutschland.
Wie das Adjektiv „umstritten“ zum unumstrittenen Liebling der Deutschen wurde.
Die Türkei will mit einer Gegenveranstaltung vom Gedenktag zum Völkermord an den Armeniern ablenken. Ein Lehrstück über Chauvinismus, Geschichtsklitterung und Verdrängung.
Die Diskussion über die Bewertung des Massakers an den Armeniern vor 100 Jahren sorgt für diplomatische Verstimmungen zwischen Österreich und der Türkei. Die Freundschaft sei nun „dauerhaft befleckt“, teilt die Regierung in Ankara mit.
Die Bundesregierung will das Massaker an Armeniern nicht „Völkermord“ nennen – auch wenn die meisten Bundestagsabgeordneten das längst anders handhaben.
Franziskus’ Rede vom „Völkermord“ an den Armeniern hat nun auch den türkischen Präsidenten auf den Plan gerufen. Erdogan „warnt und rügt“ den Papst für seine Aussage. Und auch mit Deutschland droht ein Konflikt.
Der Kurs der türkischen Lira fällt weiter und hat abermals ein Rekordtief erreicht. Wirtschaft und Notenbank stehen unter Druck. Die Politik ist dagegen eher weniger hilfreich.
Sein Weg in die Moderne folgt einem anderen Kurs: Mit Koranunterricht, Moscheebau, Alkoholverboten und Osmanen-Nostalgie untergräbt der türkische Staatspräsident Erdogan den Kemalismus.
Die türkische Regierung zerschlägt die unabhängigen Medien des Landes. Wer den Präsidenten und seine Leute kritisiert, wird verfolgt. Deshalb sitze auch ich im Gefängnis. Hidayet Karaca, der Leiter einer internationalen Mediengruppe, berichtet.
Wenige Tage nach dem Durchbruch im Streit über das iranische Atomprogramm haben der türkische Präsident und der iranische Präsident Hassan Rohani in Teheran vereinbart, den Handel zwischen den beiden Ländern zu verstärken.
Mehr als 60 türkische Offiziere sind bald wieder auf freiem Fuß. Sie saßen wegen eines angeblichen Putschversuchs in Haft, wurden in einem neu aufgenommenen Verfahren aber entlastet. Erdogan-Kritiker sprachen von einer Hexenjagd.
Die türkische Polizei bekommt beim Vorgehen gegen Demonstranten erweiterte Befugnisse. Auch im Internet dürfen die Behörden zukünftig restriktiver durchgreifen. Kritiker des Gesetzespaktes warnen vor einem Putsch.
Hundert Jahre und kein bisschen Eingeständnis: Die türkischen Geschichtslehrbücher verschweigen den Schülern immer noch, was in ihrem Land den Armeniern 1915 angetan wurde.
Die Zalando-Eigentümer verkaufen ein großes Aktienpaket, mit Finanzchef Patrick Pichette kehrt ein weiterer Top-Manager Google den Rücken.
Ankara kritisiert Wiens neues Islamgesetz. Erdogan bezichtigt Europa der Vorurteile gegen Muslime. Tatsächlich fürchtet er den Einflussverlust auf Österreichs Türken.
Der ägyptische Staatspräsident al Sisi hat einige sehr bissige Bemerkungen in Saudi-Arabien gutzumachen. Und er möchte eine arabische Eingreiftruppe gegen den IS schmieden. Am Sonntag flog er nach Riad.
In der Türkei wird eine junge Studentin versucht, zu vergewaltigen und ermordet. Der Fall führt zu landesweiten Protesten: Die Frauen wollen nicht länger über Gewalt und Sexismus schweigen.
Handfeste Debatten über ein Gesetzespaket zur inneren Sicherheit in der Türkei haben schon mehrere Verletzte gefordert. Die Opposition wirft der Regierung vor, einen Polizeistaat zu schaffen.
Ob Griechenland am Monatsende in Konkurs geht, wissen wir nicht. Aber immerhin könnte man in dieser Debatte anfangen, die richtigen Fragen nach der Zukunft Europas zu stellen.
Die türkische Regierung geht seit Monaten gegen die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen vor. Nun haben Behörden eine ihm nahe stehende Bank übernommen.
In keinem muslimisch geprägten Land war die Anteilnahme nach den Morden an den Zeichnern von „Charlie Hebdo“ so groß wie in der Türkei. Dort titelten die Satireblätter mit „Je suis Charlie“ – in Schwarz.
Dem türkischen Präsidenten sind die Zinsen in seinem Land zu hoch: „Unsere Zentralbank bewegt sich nicht, während alle Welt die Zinsen senkt“, schimpft er über die Zentralbanker seines Landes.