Pakistans doppeltes Spiel in Afghanistan
Pakistan spielt in Afghanistan eine undurchsichtige Rolle. Wie viel Einfluss hat sein Geheimdienst auf die Taliban? Islamabad sieht sich zu Unrecht am Pranger.
Pakistan spielt in Afghanistan eine undurchsichtige Rolle. Wie viel Einfluss hat sein Geheimdienst auf die Taliban? Islamabad sieht sich zu Unrecht am Pranger.
Morgens um sechs beginnt Mustafa aus Afghanistan seine Arbeit, abends um neun knipst er das Licht aus. Der Lohn: umgerechnet 250 Euro monatlich. Das Leben afghanischer Flüchtlinge in der Türkei ist hart. Und sie sind dort nicht mehr erwünscht.
Pakistans Nationaler Sicherheitsberater warnt vor einem Kollaps in Afghanistan. Die Erfahrung lehre, dass sich die Folgen nicht auf die Region beschränkten – weder bei den Flüchtlingen noch beim Terrorismus.
Nilam Farooq ist das Kind polnisch-pakistanischer Eltern, ein Berliner Mädchen und der Shootingstar des deutschen Kinos. Ein Gespräch über Rassismus, klischeedeutsche Tugenden und ihren kometenhaften Erfolg als Schauspielerin.
Die drei Atommächte Indien, Pakistan und China bekommen ihre Grenzkonflikte nicht gelöst. Die Sicherheitslage in Kaschmir verschärft sich wieder. Andernorts stehen sich weiterhin zehntausende Soldaten gegenüber.
Laut Angaben der indischen Armee haben Aufständische in dem von Indien kontrollierten Teil Kaschmirs fünf Soldaten erschossen. Der Angriff ist der blutigste Zwischenfall seit einem im Februar geschlossenen Waffenstillstand.
Bei einem Erdbeben im Südwesten Pakistans sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und rund 200 verletzt worden. Das Beben, das viele Menschen im Schlaf überraschte, hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 5,9.
Mehr als 5000 Menschen hat Deutschland seit der Machtübernahme der Taliban aus Afghanistan ausgeflogen. Doch Tausende warten noch auf Hilfe.
Mohammad und seine sieben Kinder stecken in Pakistan fest. Amir sucht einen Weg durch die Berge hinter Kabul für seine Geschwister. Wie Hunderte deutsche Staatsbürger warten die Frankfurter darauf, vor den Taliban gerettet zu werden.
Seit zwanzig Jahren gibt es einen Krieg gegen den Terror. Wie groß ist die Gefahr heute, wo Islamisten den Machtwechsel in Afghanistan als Blaupause für ihre Ambitionen bejubeln?
Für Amir Mansoor hat sich das Leben nach den Anschlägen stark verändert. Im Interview spricht er darüber, wie Menschen aus Pakistan und Muslime plötzlich als Bedrohung wahrgenommen wurden – und was er dagegen unternommen hat.
Mullah Hassan Akhund war schon unmittelbar vor dem Sturz des Taliban-Regimes 2001 Regierungschef. Was bedeutet es, dass nun ausgerechnet er diese Funktion wieder einnimmt?
Die Taliban verkünden die Einnahme von Pandschir, der letzten noch von Widerstandskräften gehaltenen Provinz. Dort berichtet man über Lufthilfe des pakistanischen Militärs für die Islamisten.
In Uganda und Ruanda haben bereits die ersten Flüchtlinge aus Afghanistan einen vorübergehenden Aufenthaltsort gefunden. Die südafrikanische Regierung will keine Menschen aufnehmen – und verweist stattdessen auf Pakistan.
Zum Abschluss seiner Reise in Qatar verkündet Außenminister Maas einen ersten Erfolg: Einem Konvoi ist die Ausreise aus Afghanistan über den Landweg gelungen. Weitere Schutzsuchende sollen folgen.
Außenminister Maas und sein qatarischer Amtskollege sind sich einig, dass mit den Taliban geredet werden muss. Dank diplomatischer Bemühungen erreichen erstmals deutsche Ortskräfte Pakistan auf dem Landweg in einem Konvoi.
Auf dem Reiseplan von Außenminister Maas stehen fünf Länder in vier Tagen. Er will schutzbedürftigen Afghanen die Ausreise organisieren. Die Vorwürfe gegen ihn werden lauter. Seine Auftritte haben schon etwas Resigniertes.
Außenminister Heiko Maas sucht in Pakistan nach Wegen, wie Schutzsuchende Afghanistan noch verlassen können. Der pakistanische Außenminister wirft dem Westen vor, Warnungen seiner Regierung lange nicht zugehört zu haben.
Wir erleben eine Selbstverstümmelung des Westens: Was unser Einsatz in Afghanistan bewirkt hat – und welche Katastrophe unser Rückzug anrichtet. Ein Gastbeitrag.
Die Taliban haben die vakante Spitze der Zentralbank neu besetzt. Der bisherige Zentralbankchef des Landes war ins Ausland geflüchtet. Die internationale Gemeinschaft dreht Afghanistan den Geldhahn zu.
20 Jahre nach dem 11. September und dem darauffolgenden Einmarsch der Amerikaner in Afghanistan sind die Taliban zurück: Sie haben Kabul überrannt und wollen die Führung des Landes an sich reißen. Doch was bleibt von diesem Krieg?
Nicht nur Ortskräfte hoffen auf eine Ausreise: 2,5 Millionen Afghanen sind derzeit auf der Flucht. Nun schließen die Nachbarstaaten Afghanistans ihre Grenzen. Ein Überblick.
Die Bundesregierung möchte, dass Flüchtlinge aus Afghanistan in der Region bleiben und nicht nach Europa kommen. Das ist leichter gesagt als getan.
Die Gespräche über die künftige Regierung in Kabul könnten bald abgeschlossen sein. Nach der Rückkehr von Mullah Baradar offenbart sich, wie stark die Taliban ihre Kommunikation professionalisiert haben.
Neu Delhi fürchtet, dass Pakistan und China nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul an Einfluss gewinnen. Weitere Terrorgruppen könnten Aufwind bekommen – auch in Kaschmir.
Reinhard Erös hat mit seiner Hilfsorganisation in Afghanistan Schulen und medizinische Einrichtungen errichtet. Im Interview schildert er seine Einschätzung der Lage.
Pakistan ist der wichtigste Unterstützer der Taliban in Afghanistan. Doch nun wächst dort die Sorge vor einem Wiedererstarken der Islamisten im eigenen Land. Und Iran fürchtet einen Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland.
Ghaznis Gouverneur überließ seine Stadt kampflos den Taliban. Die Regierung entließ ihn: Sie hat nun keine Verbindung nach Süden mehr. Doch dort haben ohnehin wieder die Taliban das Sagen – und machen Geld mit Opium.
Seit Februar wurden am zweithöchsten Berg der Welt drei Bergsteiger vermisst. Nun wurden sie gefunden. Die Bergung der Leichen vom K2 ist aber unwahrscheinlich.
In Afghanistan lagern Edelmetalle, Uran, Gas und Öl für drei Billionen Dollar. China und andere Länder wollen ihren Einfluss ausbauen. Dafür müssen sie auch mit den Taliban verhandeln.
Die Behörden vermuten, dass der Südkoreaner in eine Gletscherspalte gestürzt ist. Kim Hong Bin hatte zuvor als erster Mensch mit Behinderung die 14 höchsten Berge der Welt erklommen.
Die Textilarbeiter leiden. Während Corona haben ihre Arbeitgeber sie im Stich gelassen. Nun rücken die Modemarken ins Visier. Sie sind längst wieder profitabel.
Nach zwei Tagen der Verhandlung haben sich beide Seiten darauf geeinigt, sich bald wieder zusammenzusetzen. In einer gemeinsamen Erklärung steht nichts von einer möglichen Waffenruhe.
Häufig werden sie aus dem regulären Bildungssystem in Pakistan gedrängt – nun können sie in Ruhe und Sicherheit auf der Schulbank sitzen. In Multan hat die erste staatlich finanzierte Schule für Transgender-Frauen eröffnet.
In Italien gelang einer Frau die Flucht vor ihren Peinigern: Zwei Jahre hielt man sie in Cesano nordwestlich von Rom fest und misshandelte sie. Indes beschäftigt das Land nicht nur dieser Fall von Gewaltverbrechen gegen eine junge Frau.