Kiew unter Zugzwang
Die Regierung in Kiew muss dringend etwas gegen die Separatisten tun. Ein unbedachtes Vorgehen aber gäbe Wladimir Putin die Rechtfertigung für ein direktes Eingreifen. Das wäre das Ende der Ukraine.
Die Regierung in Kiew muss dringend etwas gegen die Separatisten tun. Ein unbedachtes Vorgehen aber gäbe Wladimir Putin die Rechtfertigung für ein direktes Eingreifen. Das wäre das Ende der Ukraine.
Russland macht das Erdgas teurer, die Regierung in Kiew erwartet eine hohe Inflation. Nun erhöht die Zentralbank die Leitzinsen.
Der ukrainische Interimspräsident Turtschinow hat in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Ban die Stationierung von Blauhelmen angeregt. Nach dem folgenlosen Ende eines Ultimatums an prorussische Milizen erwägt Washington Waffenlieferungen an Kiew.
Wer sind die Männer in Tarnfarben, die im Osten der Ukraine den Kampf der Separatisten anführen? Die Regierung in Kiew will mit Filmen und Fotos beweisen, dass es sich um Russen handelt. Die Aufnahmen zeigen aber auch: Teile der Sicherheitskräfte stehen nicht hinter der neuen Führung.
Die Ukraine hat keine Zukunft ohne Europa. Aber Europa hat auch keine Zukunft ohne die Ukraine. Über die Jahrhunderte haben sich in dem Land die Wendepunkte der europäischen Geschichte gezeigt.
Prorussische Separatisten, die in der Ost-Ukraine Verwaltungs- und Polizeigebäude besetzen, haben ein Ultimatum der Regierung in Kiew verstreichen lassen. Russland schüre die Unruhen, sagt Finanzminister Schäuble.
Russland hat in einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats gegen die geplante Offensive der ukrainischen Regierung protestiert. Doch selbst China verhielt sich neutral. Am Montagmorgen läuft ein Ultimatum der Regierung in Kiew an die prorussischen Separatisten ab.
Kiew will „den Feind nicht mehr aufrüsten“ und stellt die Rüstungsexporte nach Russland ein. Moskau ist jedoch darauf angewiesen. Es geht um Interkontinentalraketen, Kampfhubschrauber und Kriegsschiffe.
In mehreren ostukrainischen Städten haben prorussische Aktivisten Polizeiwachen eingenommen, dabei feuerten sie auch Schüsse ab. Washington warnt Russland vor einem Vorgehen wie auf der Krim und schickt Vizepräsident Biden in die Ukraine.
Nach einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Merkel droht der amerikanische Präsident Obama Russland mit einer Verschärfung der Sanktionen, falls sich die Situation in der Ukraine weiter verschlechtert.
Der ukrainische Übergangspräsident hat den prorussischen Demonstranten im Osten der Ukraine Straffreiheit in Aussicht gestellt - falls sie ihre Waffen niederlegen. Zuvor hatte Kiew gedroht, den Widerstand mit Gewalt zu brechen.
Die Regierung der Ukraine will den Aufstand im Osten des Landes notfalls mit Gewalt brechen. Noch verhält sich Russland zurückhaltend. Doch was passiert, wenn es in Donezk, Charkiw oder Lugansk zu Ausschreitungen kommt?
Moskau und die Oligarchen des Janukowitsch-Regimes suchten bislang ihre Macht im Osten der Ukraine zu sichern. Mit unterschiedlichen Zielen. In Luhansk mehren sich die Anzeichen für einen gemeinsamen Nenner.
Die Regierung in Kiew droht den pro-russischen Besetzern in der Ost-Ukraine, die besetzten Gebäude mit Gewalt zu räumen und alle Demonstrationen aufzulösen. Ihnen bleibt nur eine kurze Frist, um den Konflikt friedlich zu lösen.
Die Vereinigten Staaten und Russland wollen innerhalb von zehn Tagen direkte Gespräche über die Lage in der Ukraine führen. An dem Treffen sollen auch Vertreter der Europäischen Union und aus Kiew teilnehmen.
Prorussische Aktivisten im Osten der Ukraine kämpfen für ein Referendum und mehr Unabhängigkeit. Die Regierung in Kiew befürchtet, dass Russland auch diesen Teil des Landes in Besitz nimmt. Doch Moskaus Pläne könnten andere sein.
Berlin und der Westen dürfen in der Ukraine-Krise nicht einmal in Andeutungen so tun, als wolle man als Vermittler zwischen zwei streitenden Parteien auftreten. Es gibt einen Aggressor. Und ein Opfer.
Präsident Putin droht in einer Rede vor dem Inlandsgeheimdienst den Nichtregierungsorganisationen in Russland. Sie hätten in der Ukraine nationalistische Gruppen finanziert und den Machtwechsel in Kiew forciert.
Moskau-treue Kräfte suchen im Osten der Ukraine die Eskalation. Nach dem Sturm staatlicher Gebäude in Donezk fordern sie ein Referendum über den Beitritt zu Russland – wie auf der Krim. Außenminister Steinmeier sieht „keine komplette Veränderung der Lage“.
Zalando ruft Schuhe wegen erhöhter Schadstoffbelastung zurück. Die Ukraine will die höheren russischen Gaspreise nicht akzeptieren. Die Weltbank senkt die Wachstumsprognose für China geringfügig.
Die Lage im Osten der Ukraine spitzt sich zu: Moskautreue Kräfte haben nach der Gebietsverwaltung von Donezk auch die Hauptverwaltung von Charkiw gestürmt. Sie fordern ein Referendum über den Beitritt zu Russland. EU-Kommissar Olli Rehn erwartet eine Art neuer Eiszeit im Verhältnis mit Russland. Das sagte er der F.A.Z.
EU-Währungskommissar Olli Rehn hat Russland vor einer Rezession wegen der Krise in der Ukraine gewarnt. Rehn sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er sehe diese Gefahr schon in diesem Jahr. Über Putins Motive macht er sich seine eigenen Gedanken.
Der deutsche Außenminister billigt Russland eine Einflusszone zu. Bestimmt er die Leitlinien der Außenpolitik? Nicht nur seine Haltung zu Moskau, auch die Bedeutung seines Amtes hat er neu definiert.
Deutschlands Finanzminister verteidigte bei Moderator Beckmann seine umstrittenen Aussagen über die Annexion der Krim. Einen Hitler-Vergleich will er nicht unternommen haben.
Zwölf Mitglieder der ukrainischen Bereitschaftspolizei Berkut sind verhaftet worden. Sie sollen während der Proteste in Kiew zahlreiche Demonstranten erschossen haben. Aus Moskau kommen neue Meldungen zum Truppenabzug.
Alle Staaten müssen alles unterlassen, was der Annexion der Krim eine rechtliche Wirkung beimessen würde. Politische Erklärungen reichen nicht.
Der amerikanische Kongress hat einem Milliardenkredit für die Ukraine zugestimmt. Während in Brüssel die Nato-Außenminister beraten, kritisieren russische Politiker das Militärbündnis als „halbe Leiche“.
Der „Rechte Sektor“ muss nach einer Schießerei in Kiew sein Hauptquartier räumen. In der ukrainischen Regierung wird es für möglich gehalten, dass die Organisation Ziel russischer Infiltrationsversuche ist.
Frank-Walter Steinmeier sieht keine Möglichkeit für eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine. Das sagte er nach einem Treffen mit den Außenministern aus Frankreich und Polen, bei dem die drei zugleich eine flexiblere Nachbarschaftspolitik der EU forderten.
Solange es in Kiew keine dem Kreml genehme Regierung gibt, wird die russische Führung alles tun, dort instabile Verhältnisse zu forcieren.
Russland hat einen Teil der Truppen offenbar wieder abgezogen, die das Land an der Grenze zur Ukraine konzentriert hatte. Das teilten Vertreter der ukrainischen Regierung der F.A.Z. in Kiew mit. Präsident Putin informierte Kanzlerin Merkel ebenfalls darüber.
Finanzminister Schäuble sieht Parallelen zwischen der russischen Ukraine-Strategie und „Methoden, mit denen einst Hitler das Sudetenland übernommen hat“.
Russland zieht weitere Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammen und pflegt gleichzeitig Entspannungsrhetorik. Manche vermuten einen Plan zur Föderalisierung des Landes.
Seit Jahren verhandelt das Aachener Suermondt-Ludwig-Museum mit dem Kunstmuseum Sinferopol um die Rückgabe von Bildern, die sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg erbeuteten. Was wird nun daraus?
Für die Wirtschaft ist Distanz das Gebot der Stunde, womöglich sogar Abstinenz.
Die Bundesregierung prüft eine Unterstützung der Ukraine bei der Polizeiausbildung. Eine entsprechende Anfrage liege vor, heißt es aus dem Innenministerium. Polizeikräfte sollen aber keine entsandt werden.