Der verwundbare Sport
Zwischen Terror und Trotz, Furcht und Freiheit: Nie war die Gefahr so spürbar - und nie war es so undenkbar, aufzugeben. Doch der Preis für die Sicherheit steigt rapide.
Zwischen Terror und Trotz, Furcht und Freiheit: Nie war die Gefahr so spürbar - und nie war es so undenkbar, aufzugeben. Doch der Preis für die Sicherheit steigt rapide.
Frankreichs Luftwaffe hat Stellungen des IS in Syrien bombardiert. Dort sitzen nach Angaben des französischen Premierministers die Hintermänner der Anschläge von Paris. Außerdem bereite der IS weitere Angriffe vor, warnt er.
Französische Flugzeuge haben erstmals nach den Terrorattacken in Paris wieder IS-Stellungen in Syrien bombardiert. Dabei haben sie laut Verteidigungsministerium ein Kommandozentrum sowie ein Ausbildungslager zerstört.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht den IS auf dem Rückzug, und von „Krieg“ will bei Günther Jauch auch niemand sprechen. Wie fundamental die Bedrohung ist, haben offenbar nicht alle verstanden.
Als Reaktion auf die blutigen Anschläge in Paris wollen die G20-Staaten die Zusammenarbeit ihrer Geheimdienste verbessern. Vor allem Rückkehrer aus Terrorcamps sollen schneller aufgespürt werden.
Nach der Rückeroberung von Tikrit kehren die Einwohner in ihre Stadt zurück. Für die Minderheiten in den vom IS weiter kontrollierten Gebieten bleiben die Perspektiven aber schlecht.
Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erreichte der islamistische Terror gefährlichere Eskalationsstufen. Die Attentatsserie von Paris ist nicht die Endstation des Krieges, der die Terrorherrschaft des „Islamischen Staates“ ausweiten soll.
Alle Terroristen, die zuletzt in Frankreich Anschläge geplant oder verübt haben, waren dem französischen Geheimdienst bekannt. Jetzt fordert die Opposition Erklärungen – und Konsequenzen für die Flüchtlingspolitik.
In den vergangenen Jahren waren Selbstmordattentäter vor allem ein Phänomen des Nahen und Mittleren Ostens. Weit weg von Europa, weit weg von Deutschland. Das Massaker von Paris zeigt, dass der IS die lebensverachtende Form der Kriegführung ins Herz Europas trägt.
Frankreich für drei Monate im Ausnahmezustand – so will es der französische Präsident Hollande. Zunächst muss aber das Parlament zustimmen.
Nach den Anschlägen in Paris bemüht sich die hessische Polizei um Ruhe. Schon seit Jahren gibt es ein Konzept, das auf „den vertrackten islamistischen Terror“ ausgerichtet ist. Die Anspannung ist dennoch spürbar.
Der G-20-Gipfel in Antalya wird bestimmt von der Terrornacht in Paris. EU-Ratspräsident Tusk bringt Bodentruppen im Kampf gegen den IS ins Gespräch.
Die Ankündigung von Frankreichs Präsident Hollande „gnadenlos“ gegen die Terrormiliz IS vorzugehen, nimmt Gestalt an. Zusammen mit Amerika sollen die Luftschläge gegen den „Islamischen Staat“ verstärkt werden.
Nach den Anschlägen in Paris sieht sich Frankreich im Krieg gegen die Terrormiliz IS. Kann das Land als Mitglied der Nato in diesem Verteidigungsfall den militärischen Beistand der Verbündeten fordern?
Es gibt Wichtigeres als Fußball. Aber Millionen Menschen lieben die An- und Entspannung des Spiels. Wir dürfen uns nicht kleinmachen vor der wachsenden Bedrohung. Sonst würden wir zu Sklaven der Gewalt.
Erste führende CSU-Politiker verknüpfen die Flüchtlingsdebatte mit den Anschlägen von Paris und fordern verschärfte Grenzkontrollen. Die SPD-Spitze und auch die Kirchen widersprechen.
Frankreichs Politik reagiert mit Drohungen und Symbolik auf den Terror. Präsident Hollande spricht vom Krieg, was er nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ im Januar noch vermieden hatte. Aber kann er diesen asymmetrischen Krieg auch führen?
Mit dem Islamischen Staat ist ein Ungeheuer herangewachsen, das seine Tentakel um die ganze freie Welt schlingen will. Der Westen muss nun seinen Willen und seine Fähigkeit demonstrieren, seine Werte zu schützen. Die Deutschen haben nichts gegen ein freundliches Gesicht an der Spitze ihrer Regierung. In solchen Zeiten aber wollen und müssen sie ein anderes sehen: ein hartes.
ARD und ZDF schicken ihre Talkrunden mit Sonderausgaben zum Terror auf Sendung. Frank Plasberg zeigt sich verunsichert: „Wenn wir nicht wissen, wer hier ist, können Sie mir auch nicht sagen, wir brauchten keine Angst zu haben.“
Angesichts des Terrors in Paris fordern die Republikaner neue Härte gegen Terroristen. Die Demokraten wollen mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen.
Die Vereinigten Staaten, Russland und 15 weitere Länder haben sich auf einen Fahrplan geeinigt, um den Syrien-Konflikt zu lösen. Er sieht eine Übergangsregierung und freie Wahlen vor.
Frankreich stand in Europa in seinem Krieg gegen den Terror bislang ziemlich allein da. Doch nach den Anschlägen in Paris muss sich auch Deutschland die Frage stellen, ob es die Sicherheit Europas auf syrischem Boden verteidigen muss.
Das amerikanische Militär hat den Chef der Terrormiliz Islamischer Staat in Libyen getötet. Laut Pentagon zeige der Luftschlag, „dass wir IS-Führer verfolgen, wo immer sie sich befinden“.
Nach den Anschlägen in Paris sind auch in Moskau die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden. Schon der mögliche IS-Anschlag auf das russische Flugzeug über Ägypten zeigt die gestiegene Terrorgefahr.
Bislang ist wenig bekannt über die Attentäter von Paris und ihre mögliche Hintermänner. Nun haben die französischen Ermittler offenbar einen ersten Angreifer identifiziert.
Vertreter aus 17 Staaten haben in Wien über eine Lösung des Syrien-Konflikts beraten. Die Interessenlage ist höchst verworren. Doch der Schock der Anschläge in Paris könnte mehr Konstruktivität in die Gespräche bringen.
Die bayerische Polizei hat vor kurzem einen Mann aus Montenegro festgenommen, der ein umfangreiches Waffenarsenal im Auto mit sich führte und zum Kreis der Paris-Attentäter gehören könnte. Montenegro gilt schon lange als Rekrutierungsgebiet des „IS“ auf dem Balkan.
Deutschland ist genauso gefährdet wie Frankreich, sagt der Terrorismusfachmann Wolfgang Petri. Im Gespräch mit FAZ.NET fordert er drastische Maßnahmen zum Schutz vor Anschlägen wie in Paris.
In der arabischen Welt werden die Anschläge in Paris verurteilt und im Zusammenhang mit dem Kampf westlicher Staaten gegen den IS in Syrien gesehen. Doch die arabischen Staaten sind ein schwieriger Partner in dieser Auseinandersetzung.
Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat die Verantwortung für die Anschlagsserie von Paris übernommen. In einer am Samstag im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, „acht Brüder“ mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen „gesegneten Angriff“ auf das „Kreuzzug-Frankreich“ verübt.
Die Anschläge in Paris mit mindestens 128 Toten sind nach den Worten des französischen Präsidenten von der Extremisten-Miliz Islamischer Staat verübt worden: „Das ist ein Kriegsakt“. Francois Hollande ordnete drei Tage Staatstrauer an.
Der barbarische Angriff mutmaßlich islamistischer Extremisten wird nicht nur Frankreich verändern, er wird Europa ein anderes Gesicht geben. Mit kaltblütiger Perfidie haben die Terroristen das Herz der europäischen Zivilgesellschaft getroffen.
Eine Nacht des Grauens: Bei Anschlägen an sechs verschiedenen Orten in Paris sind mindestens 128 Menschen getötet worden. Mehrere Terroristen sprengten sich in die Luft. Frankreich hat den Ausnahmezustand verhängt, die Polizei jagt die Hintermänner der Angreifer.
Die beispiellose Terrorwelle in Paris ist der traurige Höhepunkt von zahlreichen Anschlägen in Europa in den vergangenen Jahrzehnten. Ein Überblick.
Die Attentäter von Paris haben im Kalender des Terrors ein neues Datum gesetzt. Der 13. November 2015 ist der Tag, an dem – mutmaßlich islamistische – Terroristen Frankreichs Hauptstadt in ein Kriegsgebiet verwandelten.
David Cameron gibt zwar zu, dass der Tod des IS-Mörders „Dschihadi John“ noch nicht gesichert ist, rechtfertigt den Luftangriff auf den gebürtigen Briten aber. Er sei „Symbol der weltweiten IS-Propaganda“ gewesen.