Das Vertrauen des Parlaments verloren
Die erfolglose Fahndung nach den NSU-Terroristen fiel nur zum Teil in seine Amtszeit. Doch der thüringische Verfassungsschutzpräsident Sippel scheiterte auch am Umgang mit der Krise. Nun muss er gehen.
Die erfolglose Fahndung nach den NSU-Terroristen fiel nur zum Teil in seine Amtszeit. Doch der thüringische Verfassungsschutzpräsident Sippel scheiterte auch am Umgang mit der Krise. Nun muss er gehen.
An diesem Mittwoch wird das Handelsabkommen Acta aller Voraussicht nach im EU-Parlament scheitern - obwohl die Kritik großteils Propaganda war.
Einem Medienbericht zufolge hat der italienische Geheimdienst den Bundesverfassungsschutz bereits 2003 auf ein Netz rechtsextremer Terrorzellen hingewiesen. Wegen der Vernichtung von Akten im Zusammenhang mit der „NSU“-Mordserie steht Verfassungsschutz-Präsident Fromm weiter in der Kritik.
Im Alter von 96 Jahren ist der frühere Ministerpräsident Yitzhak Schamir gestorben. Schamir hatte Zugeständnisse an die Palästinenser stets abgelehnt. Deshalb kam es auch zum Bruch mit der Likud-Partei und dem heutigen Ministerpräsidenten Netanjahu.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz vernichtete Neonazi-Akten zu einem Zeitpunkt, an dem sie dringend gebraucht werden. Was hatte es mit dieser fristgerechten Schredderung auf sich?
Eine Recherche über das „Office of Special Affairs“, den Geheimdienst von Scientology, zeigt, was diese Sekte ausmacht. Es geht um die Macht über Menschen. Dafür ist den Agenten jedes Mittel recht.
Die Wogen schlugen hoch, als herauskam, dass Oskar Pastior einst Zuträger der Securitate war. Ein Forschungsvorhaben soll nun aufklären, was der verstorbene Büchner-Preisträger getan hat - und was nicht.
Der Stil ist international, die Schauplätze sind es auch: neue Erzählungen der jungen Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie. Sie erklärt eine fremde Welt, die ihr eigentlich selbst fremd erscheint.
Liao Yiwu hat den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. Herta Müller erklärt, was die poetische Kraft seiner Bücher ausmacht und warum Ai Weiwei das Internet überschätzt.
Im Internet kamen keine Tweets mehr, auf dem Handy auch nicht - Twitter ist zwei Mal lahmgelegt worden. Twitter spricht von einem Software-Fehler, doch auch Hacker haben sich den Ausfall zugeschrieben.
Amerikanische und israelische Geheimdienste sollen einen Computervirus entwickelt haben, der gegen iranische Netzwerke eingesetzt wurde. „Flame“ sollte Informationen für einen Cyberangriff liefern.
Ob Calvinisten oder Jesuiten, Nazis oder Stalinisten: Zensoren hatten immer zu tun. Werner Fuld hat jetzt eine große Geschichte der Buchverbote verfasst.
Hat Rumäniens Ministerpräsident seine Doktorarbeit abgeschrieben? Victor Ponta sieht sich als Opfer einer Intrige durch Präsident Basescu. Der Vorwurf des Plagiats stützt sich indes auf einen Vergleich von Texten, die der F.A.Z. vorliegen.
Isabella Rossellini ist aus der Rolle der kühlen Prinzessin in die noch viel schönere der verschmitzt-warmherzigen Königin hinübergewachsen. An diesem Montag feiert sie ihren sechzigsten Geburtstag.
Es ist nicht leicht, einen Gesprächstermin bei Mahmud Ahmadineschad zu bekommen. Aber will man ihm überhaupt die Bühne eines Interviews geben?
Fromm, volksnah, fortschrittlich - so sieht Mahmud Ahmadineschad sich selbst. Für den Westen ist der iranische Präsident der Holocaustleugner, der die Auslöschung Israels prophezeit, einer der gefährlichsten Männer der Welt. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kündigt er seinen Rückzug aus der Politik an.
Die UN haben Syrien auf eine Liste von Staaten gesetzt, in denen Kinder in bewaffneten Konflikten getötet, sexuell angegriffen und rekrutiert werden. Auch über die allgemeine Lage im Land äußerte sich Generalsekretär Ban „tief besorgt“.
In einem Theater in der chilenischen Hauptstadt Santiago ließ ein harter Kern von Verehrern den früheren Diktator Augusto Pinochet hochleben. Auf den Straßen lieferten sich Demonstranten und Polizisten Gefechte.
Schlagzeilen beschäftigen unsere Promis Tag und Nacht. Während Gina-Lisa sich durch einen nächtlichen Plausch mit Boateng wieder Rampenlicht ergattert, leidet Günther Jauch unter humorloser Presse.
Die „Raben“ machen Benedikt XVI. das Leben schwer. Solange der „Vatileaks“-Skandal nicht beendet ist, treten seine seelsorgerischen Anliegen in den Hintergrund.
Der erste Spielort der Deutschen ist die Heimat rechtsextremer Ultras. Hakenkreuze und Naziparolen verunstalten Lembergs Altstadt. Die Polizei ist auf der Hut.
Dem amerikanischen Militär ist mutmaßlich ein bedeutender Schlag gegen Al Qaida gelungen. Die „Nummer zwei“ des Terrornetzes, Abu Yahya al Libi, sei bei einem Drohnenangriff getötet worden, bestätigte ein Sprecher der Weißen Hauses.
Nach dem Massaker von Hula müht sich das syrische Regime darum, die Verantwortung von sich zu weisen. Es gelingt nicht - und mancher sagt, die Stimmung habe sich gegen Präsident Assad gedreht.
Die Angriffe mit dem Computerwurm Stuxnet auf iranische Atomanlagen sollen vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama angeordnet worden sein. Das berichtet die „New York Times".
Russische Antiviren-Spezialisten haben eine neue Bedrohung im Internet entdeckt. Sie heißt „Flame“ und ist komplexer als alle bisher bekannten Schädlinge. Gut möglich, dass „Flame“ von einem Geheimdienst stammt.
Ein Kunstskandal erschüttert New York und zieht immer weitere Kreise: Jetzt muss sich die Knoedler-Galerie auch noch gegen Vorwürfe wehren, mit gefälschten Diebenkorn-Gemälden gehandelt zu haben.
„Anonymous“ ist nicht nur eine Protestbewegung, sondern längst auch eine Marke. Wie alle erfolgreichen Marken wird sie kopiert und kann missbraucht werden.
Auch die Unabhängigkeit blieb ein leeres Versprechen für dieses gequälte Riesenland: Der belgische Kulturhistoriker David Van Reybrouck erzählt die Geschichte Kongos ohne Klischees - und legt das beste Afrikabuch der vergangenen Jahre vor.
An diesem Sonntag wird in Serbien ein neuer Präsident gewählt. Tomislav Nikolić fordert Präsident Tadić heraus. Mit der F.A.Z. spricht er über seine Vergangenheit als Tschetnik-Führer im Kroatienkrieg und seine Wandlung zum EU-Befürworter.
Bei einem Autobomben-Anschlag auf ein Geheimdienstgebäude in Deir al Zor sind mindestens neun Menschen getötet worden. Nach Angaben staatlicher Medien wurden hundert weitere Menschen durch das Selbstmordattentat verletzt.
Scheitern ist eine Sache der Sehnsucht: Die Reportagen von Marc Fischer bieten mehr als gekonntes Grenzgängertum zwischen Journalismus und Literatur.
Auch dieses Mal wird wohl das Lager der Nichtwähler die stärkste Kraft sein: Trotz der Appelle ihres Präsidenten dürften die Algerier kaum von ihrem Recht Gebrauch machen, ihre Volksvertreter zu bestimmen.
Baschar al Assad hat lange Terroristen unterstützt. Einig waren sich sein Regime und die Dschihadisten in der Unterstützung des Widerstands gegen die amerikanischen Truppen im Irak. Doch nun schlagen die Terroristen zurück.
Al Qaida hat offenbar auf den falschen Mann gesetzt: Bei dem mutmaßlich geplanten Anschlag auf ein Flugzeug auf dem Weg nach Amerika hatten die Terroristen einen Attentäter einsetzen wollen, der laut Behörden CIA-Informant war.
Die CIA hat nach eigenen Angaben ein Al-Qaida-Attentat verhindert. Zum Todestag von Bin Ladin plante der Ableger des Terrornetzes im Jemen offenbar einen Selbstmordanschlag auf ein Passagierflugzeug.
Wladimir Putin ist wieder russischer Präsident, aber er ist nicht mehr unumstritten. Es sieht danach aus, dass es Putin in den kommenden Jahren mit einer sich radikalisierenden Jugend zu tun bekommt.