Die Streuung nimmt zu
Was ist schon die Zukunft eines umstrittenen Sturmgewehrs gegen die Zukunft einer aufstrebenden Ministerin? Aber auch die Opposition spielt lieber das übliche Spiel, als sich mit den wirklich wichtigen Fragen zu befassen.
Was ist schon die Zukunft eines umstrittenen Sturmgewehrs gegen die Zukunft einer aufstrebenden Ministerin? Aber auch die Opposition spielt lieber das übliche Spiel, als sich mit den wirklich wichtigen Fragen zu befassen.
Verteidigungsministerin von der Leyen nennt das G36 unbrauchbar. Soldaten, die mit dem Sturmgewehr im Gefecht standen, halten die Kritik für Unsinn - trotz bekannter Mängel. Sie vermuten andere Interessen hinter der Debatte.
Die Standardwaffe der Bundeswehr, das Sturmgewehr G36, soll ersetzt werden. Verteidigungsministerin von der Leyen hält die Waffe für unbrauchbar. „Dieses Gewehr hat in der Bundeswehr keine Zukunft“, sagte die CDU-Politikerin.
Die Probleme mit dem Sturmgewehr G36 waren offenbar seit Jahren bekannt. Schon 2012 wurde im Verteidigungsministerium von „erheblichen Mängeln“ gesprochen. Trotzdem wurde die Waffe als „grundsätzlich tauglich“ eingestuft.
Keine Woche ohne Eingriff in die Grundrechte: Nach Gabriels Vorratsdatenspeicherung geht es jetzt an die Unverletzlichkeit der Wohnung - in einem Gesetz, das laut Familienministerin Schwesig Prostituierte schützen soll.
Bei Hitze und schnellem Feuer soll das Sturmgewehr G36 schlechter schießen als andere Waffen – sagt die Bundeswehr, und beruft sich auf einen umfangreichen Test. Das Rüstungsunternehmen wittert Manipulation. Und begründet den Vorwurf mit der Auswahl der Vergleichswaffen.
In der Debatte um das mangelhafte G36-Gewehr regt sich in der SPD-Fraktion Unmut. Der Verteidigungsfachmann der Partei, Rainer Arnold, macht dem ehemaligen Verteidigungsminister de Maizière schwere Vorwürfe.
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Hans-Peter Bartels, will das umstrittene Sturmgewehr G36 der Bundeswehr ersetzen lassen, „da es offenbar nur begrenzt einsatzfähig ist“. Schützenhilfe erhält er dabei von den Grünen.
Falls die Bundeswehr tatsächlich das G36 ausmustert, sollten sich leicht Abnehmer finden: Die Kurden im Nordirak sind begeistert von der Waffe, und auch in anderen EU-Ländern hat man bisher keine Probleme bemerkt.
Erstmals meldet sich der Eigentümer der Waffenschmiede Heckler & Koch im Streit über das G36 zu Wort. Es gelte: „Keinerlei Kompromisse – im Interesse der Soldaten.“ Über Veränderungen an dem Sturmgewehr könne man aber reden.
Klagen gegen den Hersteller des Sturmgewehrs G36 hätten kaum Aussicht auf Erfolg, auch weil etwaige Ansprüche verjährt sein dürften. Warum wurden die Verträge nie nachverhandelt?
Das Sturmgewehr G36 reagiert bei Hitze empfindlich und mit mangelnder Treffsicherheit – das sagt der Expertenbericht des Verteidigungsministeriums. Der Standardwaffe der Bundeswehr wird darin ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Teile des Deutschen Heeres initiierten bereits im März 2014, das G36 auf die Einsatzbedingungen in Afghanistan hin anzupassen. Andernfalls könnten „Leib und Leben der Soldaten im Gefecht“ gefährden werden. Ohne Erfolg.
Wegen der Ukraine-Krise rüsten die Länder im Baltikum massiv auf. Verteidigungsministerin von der Leyen verspricht Litauen nun die Lieferung von Panzerhaubitzen. Auch Transportpanzer will der Nachbar Russlands haben.
In Traunstein hat der Prozess gegen einen 21 Jahre alten Mann begonnen, der nach dem WM-Finale in Bad Reichenhall einen Rentner erstach und eine junge Frau verletzte. Beiden rammte er ein Messer ins linke Auge.
Bundesverteidigungsministerin von der Leyen setzt im Baltikum ein Zeichen der Solidarität. Wegen der Ukraine-Krise fürchten die Staaten das Vorgehen Russlands. Selbst deutsche Truppen könnten dort willkommen sein.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat erlebt, wie ihre Vorgänger über Skandale stürzten. Deshalb will sie aufklären - um jeden Preis. Auch beim nur scheinbar kleinen Unruheherd Sturmgewehr G36.
Im Manöver „Noble Jump“ hat die Nato die Alarmbereitschaft ihrer neuen schnellen Eingreiftruppe getestet. „Das Szenario bezieht sich auf die baltischen Länder“, heißt es. „Den Kontext können Sie sich selbst denken.“
Wurde die Treffgenauigkeit des Sturmgewehrs G36 durch geheime Werkstoffmodifikationen negativ beeinflusst? Nein, sagt der Hersteller.
Das Standardgewehr der Bundeswehr soll sich bei Hitze verformen – mit fatalen Folgen für die Treffgenauigkeit. Der Bundesrechnungshof hat einen Verdacht. Der bringt Heckler & Koch in Erklärungsnot.
Ein Archivar sucht nach Geschichten über sein Unternehmen - und findet verlorene Bücher von viel größerer Bedeutung. Sie handeln von der Wirtschaft im Ersten Weltkrieg. Wegen des kritischen Inhalts ließ man alle Drucke vernichten. Bis auf drei.
Hellmut Königshaus, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages, relativiert die Kritik am Sturmgewehr G36. Gründe für die mangelnde Präzision fänden sich in den Konstrukionswünschen der Bundeswehr.
Das Auswärtige Amt korrigiert die Zahl der deutschen Opfer des abgestürzten Fluges 4U 9525 von 75 auf 72. Lufthansa-Chef Spohr ist abermals an die Absturzstelle gereist. Er macht den Angehörigen der Opfer ein Versprechen.
„Lückenhaft, stets verspätet und in der Regel nicht“ – so habe die Bundeswehr den Waffenhersteller bei der Untersuchung der Vorwürfe gegen das Gewehr G36 eingebunden. So Heckler & Koch. Es ist nicht der einzige Vorwurf des Mittelständlers gegen seinen Auftraggeber.
Heckler & Koch weist die jüngste Kritik am Sturmgewehr G36 zurück. Die Einschätzung aus dem Verteidigungsministerium widerspreche „diametral“ eigenen Prüfungen der Waffe.
Der schwäbische Waffenhersteller verliert den Rückhalt in Berlin. Das Unternehmen steht wegen hoher Schulden und interner Querelen unter Druck. Sein Vorzeigeprodukt, das Gewehr G36, soll deutlich schlechter schießen als die Konkurrenz. Heckler & Koch sieht das anders.
Eine Kommission hat nach einjähriger Prüfung festgestellt, dass das seit zwanzig Jahren eingesetzte Sturmgewehr der Bundeswehr nicht immer treffsicher ist. An der Front in Afghanistan wusste man das schon lange.
Die Zukunft des G36 als Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr steht wegen technischer Probleme infrage. Verteidigungsministerin von der Leyen gesteht ein „Präzisionsproblem bei hohen Temperaturen“ ein.
Deutschlands Luftfahrtunternehmen führen nach dem Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 die Zwei-Piloten-Regel in den Cockpits ein. Einen psychologischen Check für aktive Piloten gibt es bislang nicht. Bei der Bundeswehr sieht das anders aus.
Auf der Suche nach Berufen mit Zukunft sind Software-Experten ein heißer Tipp, denn sie sind in allen Branchen gefragt. Doch die meisten wollen zu Google und Co. Der Mittelstand muss mit ungewöhnlichen Mitteln werben.
Jean-Claude Juncker will sie, um Russland zu warnen. Die Grünen Cem Özdemir und Tobias Lindner führen andere Gründe an, um für eine europäische Armee zu werben. Sie wollen nationale Alleingänge unmöglich machen.
Die Hans-Böckler-Stiftung stellt die Studie zu den Folgen der Sparpolitik in Griechenland vor und das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine Umsatzsteuerstatistik.
Die Bundeswehr soll Panzer reaktivieren. Sind die überhaupt noch zeitgemäß?
Die Zahl der in Afghanistan ums Leben gekommenen deutschen Soldaten ist genau bekannt, doch wie viele Afghanen die Bundeswehr getötet hat, ist unklar. Die Linkspartei kritisiert, die Bundeswehr schaue „systematisch weg“.
Gewaltbereite Islamisten könnten die Bundeswehr als Ausbildungscamp missbrauchen, fürchtet der Chef des Militärischen Abschirmdienstes. Schon jetzt habe man mehr als 20 frühere Soldaten identifiziert, die nach Syrien und in den Irak gereist sein, um dort zu kämpfen.
Anders als geplant wird Amerika keine Soldaten als Ausbilder in die Ukraine schicken. Die Truppe der OSZE-Beobachter soll hingegen auf 1000 Mann aufgestockt werden.