Krieg der Welten
Der jüngste Gewaltausbruch mit mehr als dreißig Toten lässt das Misstrauen auf beiden Seiten steigen: Israelis und Palästinenser trauen einander nur noch das Schlimmste zu.
Der jüngste Gewaltausbruch mit mehr als dreißig Toten lässt das Misstrauen auf beiden Seiten steigen: Israelis und Palästinenser trauen einander nur noch das Schlimmste zu.
Die Zusammenstöße zwischen Israelis und Palästinensern werden immer gewalttätiger. Am Samstag erschossen israelischen Sicherheitskräfte fünf Palästinenser – darunter zwei Jugendliche.
Israel hat die geplante Regierungskonsultation mit Deutschland abgesagt, weil Ministerpräsident Netanjahu wegen der angespannten Sicherheitslage im Land bleiben müsse. Die Gewalt in Jerusalem reißt derweil nicht ab.
Nicht nur Jerusalem wird wieder von Gewalt erschüttert. Nach einem Raketenbeschuss fliegt Israel in der Nacht Angriffe im Gazastreifen. Ministerpräsident Netanjahu findet markige Worte.
Der palästinensische Präsident Abbas greift vor der UN-Vollversammlung Israel mit scharfen Worten an. Nach seiner Drohung, den Friedensprozess aufzukündigen, will in New York jeder mit ihm reden. Doch seine Landsleute sind enttäuscht.
Nach Ausschreitungen um die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem will der israelische Regierungschef Netanjahu die Strafen für Steinewerfer verschärfen. Steine könnten zukünftig als Waffe gelten. Auch der Schießbefehl soll geändert werden.
Im März hatten sich Benjamin Netanjahu und Barack Obama wegen des Atomabkommens mit dem Iran überworfen. Seitdem herrschte Eiszeit. Das soll sich ändern. Denn die Beziehungen ihrer Länder seien „unerschütterlich“.
Auf ihrem Kampf um einen eigenen Staat kommen die Palästinenser nur langsam voran. Immerhin dürfen sie jetzt ihre Fahne vor den UN hissen. In Ramallah freut man sich über diesen Etappensieg.
Präsident Obama hat die drohende Blockade im Kongress in Washington gegen das Atomabkommen mit Iran abgewendet. Gegner und Befürworter finden in dem Vertrag gute Argumente. Eine Analyse.
Die Lobbyisten in Israel und Amerika, die das Iran-Abkommen verhindern wollen, sind gescheitert. Doch sie strecken noch nicht ihre Waffen.
Die israelische Regierung will keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen. Stattdessen wird jetzt auch an der Grenze zu Jordanien ein neuer Zaun errichtet. Vor allem soll er Terroristen und Schmuggler fernhalten.
Israels Ministerpräsident Netanjahu warnt vor Iran. Durch das internationale Atomabkommen werde Iran nicht nur im Nahen Osten mehr Mittel zur Förderung von Terrorismus haben.
Vier Raketen wurden am Donnerstag von der syrischen Seite der Golanhöhen auf Israel abgefeuert - mutmaßlich von islamistischen Terroristen. Die israelische Armee reagierte so heftig wie selten zuvor.
Der amerikanische Präsident und Israels Regierungschef entwerfen beide im Streit um das Iran-Atom-Abkommen apokalyptische Szenarien. Dieser Umgangston lässt zweifeln, ob es sich wirklich um enge Partner handelt.
Obama stört sich an der Einmischung Israels. Doch auch er setzt auf Hilfe von außen, wenn es darum geht, den widerspenstigen Kongress zur Billigung des Atomabkommens zu bewegen.
Die Republikaner in den Vereinigten Staaten drohen, das Atomabkommen mit Iran im Kongress abzulehnen. Präsident Barack Obama geht mit ihnen deshalb hart ins Gericht.
Im Streit um das Atomabkommen mit Iran hofft Israels Ministerpräsident auf die Unterstützung der Juden in Amerika. Er warnt: „Diese Vereinbarung führt zum Krieg.“
Blinder, archaischer Hass drängt einige Israelis zum Mord. Heute genügt es offenbar, Palästinenser zu sein, um in Israel angegriffen zu werden. Ein Gastbeitrag.
Nach den tödlichen Angriffen auf die „Gay Pride Parade“ in Jerusalem und auf eine palästinensische Familie kommt Israel nicht zur Ruhe. Staatspräsident Rivlin gerät ins Kreuzfeuer der Kritik, weil er die Gewalt jüdischer Extremisten entschieden verurteilt.
Eine 16 Jahre alte Besucherin einer Schwulen- und Lesbenparade in Jerusalem ist nach der Messerattacke eines ultraorthodoxen Juden gestorben. Der Täter war erst kurz vor der Tat aus der Haft entlassen worden.
Nach dem Tod eines Kindes beim Anschlag auf eine palästinensische Familie wird Kritik an den israelischen Sicherheitskräften laut: Terrorismus von Juden müsse ebenso effektiv bekämpft werden wie der von Palästinensern.
Der Tod eines Kleinkindes bei einem offenbar von radikalen jüdischen Siedlern verübten Anschlag erzürnt viele Palästinenser. Tausende protestierten am Freitagabend. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten werden zwei Jugendliche getötet.
Bei einem Brandanschlag auf ein palästinensisches Haus ist ein Kleinkind in den Flammen umgekommen. Die Täter, mutmaßlich jüdische Siedler, handelten wahrscheinlich aus Rache.
Auf der „Gay Pride“-Parade in Jerusalem ist ein ultraorthodoxer Jude mit einem Messer auf die Teilnehmer losgegangen und hat sechs Menschen niedergestochen. Der Mann soll Wiederholungstäter sein.
Barack Obama feiert einen weiteren Erfolg. Doch für die meisten Republikaner ist das Wiener Abkommen mit Iran inakzeptabel. Bis der Kongress das Abkommen geprüft hat, könnte noch viel Zeit vergehen.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat gegen den Atom-Vertrag mit Iran gekämpft – vergeblich. Nun steht er vor einem politischen Scherbenhaufen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will nichts unversucht lassen, den „schlechten Deal“ in den Atomgesprächen mit Iran doch noch zu verhindern. Dafür setzt er auf Verbündete im amerikanischen Kongress.
Mit Drohnen beobachtet Israel die Kämpfe der Ägypter gegen den „Islamischen Staat“ auf dem Sinai. Ministerpräsident Netanjahu warnt: „Der IS steht an unseren Toren.“
Die Vereinten Nationen haben ihren Bericht über den Gaza-Krieg vorgestellt. Sowohl Israel als auch die Palästinenser haben demnach gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen.
Um Raketenbasen und Waffenlager zu entdecken, wertet der israelische Geheimdienst Satellitenbilder aus. Diese Aufgabe übernehmen nun Autisten – ihre Krankheit prädestiniert sie dafür.
Allmählich ist die israelische Regierung nun doch alarmiert: Die Telefongesellschaft Orange will sich angeblich aus dem Land zurückziehen – wegen dessen Palästina-Politik. Die Boykottaufrufe gegen Israel ziehen immer weitere Kreise.
Auf einen neuen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen reagiert Israel mit einem Luftschlag. Ministerpräsident Netanjahu macht die Hamas verantwortlich - auch wenn die Rakete womöglich nicht von ihr stammt.
Außenminister Steinmeier hat bei seinem Besuch in Israel beide Konfliktparteien aufgefordert, den Nahost-Friedensprozess nicht durch einseitige Schritte zu untergraben. Netanjahu streitet ab, die Zwei-Staaten-Lösung in Frage gestellt zu haben.
Weiterer brisanter Tagesordnungspunkt beim Fifa-Kongress aus den Schlagzeilen: Den von Palästina geforderten Ausschluss Israels aus der Fifa bringen Demonstranten lautstark in Erinnerung – auch in der Kongresshalle.
Benjamin Netanjahu reißt die Macht über die auswärtigen Beziehungen Israels an sich. Statt erfahrenen Diplomaten verschafft er persönlichen Vertrauten wichtige Posten. Es gibt zu viele Nebenministern.
An diesem Montag empfängt Bundespräsident Gauck den israelischen Staatspräsidenten Rivlin. Der Staatsbesuch soll die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor 50 Jahren würdigen: ein deutsch-israelisches Jubiläum in schwierigen Zeiten.