Warum ein Gebietstausch keine Lösung ist
Serbien und Kosovo wollen ihren jahrelangen Konflikt lösen, indem sie Territorien tauschen. Neue Grenzen zwischen den beiden Ländern ändern das Grundproblem aber nicht.
Serbien und Kosovo wollen ihren jahrelangen Konflikt lösen, indem sie Territorien tauschen. Neue Grenzen zwischen den beiden Ländern ändern das Grundproblem aber nicht.
In Wien treffen die EU-Außenminister auf ihre Kollegen vom Westbalkan. Dabei im Fokus: ihre EU-Beitrittschancen. Serbien und Kosovo wollen dafür sogar Gebiete tauschen und einen jahrelangen Streit beilegen.
Der Konflikt zwischen Serbien und Kosovo könnte durch einen Tausch gelöst werden? Der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für den Balkan, Carl Bildt, erklärt im FAZ.NET-Interview, wieso er diese Idee für eine Illusion hält.
Die Türen sind offen: Nachdem Mazedonien und Griechenland ihren Namensstreit beigelegt hatten, lädt die Nato den Balkan-Staat nun zu Beitrittsgesprächen ein. Noch sind aber einige Hürden zu nehmen.
Auch orthodoxe Bruderliebe endet irgendwann: Russische Diplomaten sollen durch Bestechungen versucht haben, ein Ende des Namensstreits zwischen Griechenland und Mazedonien zu verhindern.
Millionen illegale Pistolen, Gewehre und Handgranaten zirkulieren im Westbalkan. Ein EU-Gipfel wird nun die Vernichtung illegaler Bestände beschließen – als Bedingung für den EU-Beitritt.
Griechenlands Ministerpräsident muss wegen des Kompromisses im Namensstreit mit Mazedonien um seinen Posten fürchten. Und auch der mazedonische Präsident ist von der Einigung nicht angetan.
Seit Jahren fordert Griechenland, dass sich Mazedonien umbenennt. Ministerpräsident Alexis Tsipras tritt in Athen an die Öffentlichkeit und verkündet Unglaubliches: Eine Vereinbarung im Namensstreit mit dem Nachbarn.
Es gibt wieder mehr Migration über den Westbalkan – Österreich droht sogleich mit der Schließung der Grenze und ist damit auf einer Linie mit den osteuropäischen Staaten. Auch Bayern bereitet sich vor.
Der Luchs war auf dem Balkan einst weit verbreitet und gilt als Nationaltier Mazedoniens. Doch heute gibt es nur noch wenige Exemplare. Die Raubkatze gehört zu dem am stärksten bedrohten Tierarten der Welt.
Gerald Knaus, Vordenker des Flüchtlingspakts mit der Türkei, plädiert dafür, Asylverfahren auf zwei Monate zu begrenzen und Migranten bis zur Abschiebung einzusperren. Weil das die menschlichste Lösung sei.
Das Kosovo verstößt wohl bei der Stromentnahme nicht mehr gegen die europäischen Regeln. Synchronuhren dürften deshalb bald wieder funktionieren.
Der mazedonische Ministerpräsident Zaev sieht „keine Alternative“ zur EU-Mitgliedschaft seines Landes. Die Bundeskanzlerin weist auf notwendige Reformen im Rechtssystem hin.
Versucht Moskau, die Beteiligung der FPÖ an der Regierung in Wien für sich zu nutzen? In Berlin beobachtet man das mit Sorge.
Der Bundesnachrichtendienst nimmt offenbar verstärkt den Balkan ins Visier. Besonders die Entwicklung in einem mehrheitlich muslimischen Land bereitet Sorgen.
Nach der langen Arbeit des Haager Tribunals sind die früheren Kontrahenten sich über die Fakten des Krieges nahezu einig. Sie bewerten sie nur anders. Was sagt der bosnische Schriftsteller Muharem Bazdulj dazu?
Sie raubt den Menschen den Schlaf und gefährdet Ernten: Immense Hitze hält sich seit Tagen im Süden Europas. Auf Mallorca gehen die Ventilatoren aus.
Serbiens Präsident Vučić sagt Unerhörtes über das Kosovo: Seine Landsleute sollten sich endlich mit der Unabhängigkeit des einstigen Landesteils abfinden.
Die Rede von der „Wiederkehr des Kalten Krieges“ führt in die Irre. Richtig wäre ein Vergleich mit den Konstellationen der Zwischenkriegszeit. Die sind jedoch zu wenig geläufig. Ein Gastbeitrag.
Hat sich der Mensch vom Affe nicht in Afrika getrennt, sondern auf dem Balkan - und das schon vor 7,2 Millionen Jahren? „El Graeco“ hat man jedenfalls auf den Zahn gefühlt, die Röntgenbilder packen ein altes Problem an der Wurzel.
Wir wissen gar nicht, wie groß die Angst in Bosnien-Herzegowina schon wieder ist: Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hält ihre Frühjahrstagung in Sarajevo ab.
Der Schweizer Historiker Daniele Ganser arbeitet gern mit Provokationen. Während er zum Beispiel gütige Worte für Gaddafi und Assad findet, verdächtigt er viele Entscheidungsträger in den Vereinigten Staaten und in Nato-Staaten, Kriegsverbrecher zu sein.
Gegen die autoritäre Versuchung: Europa kann auf dem Balkan mehr verlieren als eine Grenze. Dazu brauchen die Balkanstaaten Unterstützung, nicht Desinteresse.
Fronten können erst bröckeln, wenn die Konfliktparteien erschöpft sind, meint der Schweizer Verhandlungsexperte Raymond Saner. Im FAZ.NET-Interview spricht er über Diplomatie im Syrien-Konflikt – und wie man auf Putin zugehen muss.
Österreich warnt vor Sorglosigkeit in der Flüchtlingskrise. Laut Verteidigungsminister Doskozil kommen weiterhin Tausende Flüchtlinge über die Balkanroute. Slowenien meldet eine Verschärfung der Lage.
Hundert Jahre Krieg und Vertreibung: Arte blickt auf den Zerfall Jugoslawiens und fragt, was aus der Krisenregion wurde, nachdem sich die Weltaufmerksamkeit von ihr abwandte.
Wer sich mit einer Gesamtdarstellung des Balkans beschäftigt, setzt sich der Gefahr aus, sich zu gewagten Verallgemeinerungen hinreißen zu lassen. Marie-Janine Calic hat nicht nur den Mut für eine neue Gesamtgeschichte aufgebracht, sondern auch eine Methode erarbeitet, um dieser Gefahr auszuweichen.
Die EU hat viel dafür getan, dass weniger Flüchtlinge nach Europa kommen, vor allem über die Balkan-Route. Doch noch immer kommen viele Migranten. Für den EU-Gipfel in Malta ist das ein zentrales Thema.
Formal geht es um Fußball, doch die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshof hat eine weitreichende Bedeutung. Entsprechend sind die Reaktionen auf das Urteil.
Historisch ursprünglich mit Verankerungen in Deutschland und dem Balkanraum als Vielvölkerreich gewachsen, blieb der neugegründeten Doppelmonarchie als Folge der Niederlage von 1866 nur der Balkan als außenpolitisches Bewegungsfeld. Dieser Raum barg eine Menge politischer Risiken.
Der Internationale Sportgerichtshof entscheidet heute über das Begehren Serbiens, das Kosovo wieder aus der Uefa auszuschließen. Diese Entscheidung könnte die Stabilität des Balkans gefährden.
Da sich das Verfasserehepaar Herfried und Marina Münkler nicht den Begriff der Leitkultur - weder in einer deutschen noch in einer europäischen Deutung - zu eigen machen will, erscheint Integration wie ein Marathonlauf, bei dem es gleichgültig ist, wo man am Ende angekommen ist.
Deutschland allein und mächtig in der Mitte, Russland offensiv, Europa insgesamt gespalten: Welche Lehren für die gegenwärtige Lage können wir aus der Weltgeschichte der Geopolitik ziehen? Ein Gastbeitrag.
Eine Hamburger Investmentgesellschaft mit prominentem Beirat verklagt das arme Land. Die Entscheidung wird zeigen, mit wie viel Sicherheit Investoren dort rechnen können.
Im Alter von 86 Jahren stirbt Franz Joseph I. nach 68 Jahren Regentschaft an einer Lungenentzündung. Ein Nachruf der Frankfurter Zeitung am 22. November 1916.
Bulgarien in dieser Zeit zu durchqueren ist wahrlich nicht leicht. Die Frankfurter Zeitung nimmt Sie am 18. Juli 1916 mit auf eine Reise durch verbündetes bulgarisches Land.