Joe Biden und der Völkermord
Serbiens Nationalisten hoffen, dass Donald Trump Präsident bleibt. Die meisten Muslime des Balkans drücken seinem Herausforderer Joe Biden die Daumen. Der weiß, dass die Konflikte nicht mit schnellen Deals zu lösen sind.
Serbiens Nationalisten hoffen, dass Donald Trump Präsident bleibt. Die meisten Muslime des Balkans drücken seinem Herausforderer Joe Biden die Daumen. Der weiß, dass die Konflikte nicht mit schnellen Deals zu lösen sind.
Schon Deutschland hat Probleme, abgelehnte Asylbewerber in ihre Herkunftsstaaten zurückzuführen. Wie soll das dann kleineren Staaten gelingen? Die geplanten „Rückführungs-Partnerschaften“ der EU werden kaum funktionieren.
Der Weg zur EU-Mitgliedschaft ist schwer. Im Interview spricht Erweiterungskommissar Olivér Várhelyi über die verändernde Kraft der Beitrittsperspektive für die Balkanstaaten – und das Schicksal der Türkei.
Sechs südosteuropäische Staaten wären gerne EU-Mitglieder. Mit einigen wird auch schon verhandelt. Aber nicht nur der französische Staatspräsident findet: 27 Mitgliedstaaten seien erst einmal genug.
Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel, Deutschland werde die Flüchtlingskrise meistern. Ihre Gegner verhöhnten sie dafür. Wer hat recht behalten?
Griechenland baute als erstes einen Grenzzaun gegen illegale Migration. Es folgten Bulgarien, Ungarn und Nordmazedonien. Nun schotten sich auch die Serben ab.
Von der Schweiz nach Ostdeutschland: Urs Zürchers eindringlicher Roman „Überwintern“ verfolgt die Radikalisierung zweier junger Männer.
Der serbische Präsident und der kosovarische Ministerpräsident treffen sich zum ersten Mal persönlich in Brüssel – nachdem zuletzt Amerikas Sondergesandter Grenell die Verhandlungen moderierte. Das Ziel des Dialogs: eine Normalisierung der Beziehungen.
Die Spotify-Aktie steht auch wegen der teuren Podcast-Offensive derzeit gut da. Jetzt wagt der Musikstreaming-Marktführer seit mehr als einem Jahr wieder eine große Expansion. In den neuen Ländern ist er aber nicht allein.
Die Anklage des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaçi vor dem Kosovo-Sondertribunal in Den Haag wegen Kriegsverbrechen hat den Balkan erschüttert. Selbst politische Gegner springen für Thaçi in die Bresche.
Das letzte Interview vor dem Bekanntwerden der Anklage wegen Kriegsverbrechen gab Kosovos Präsident Hashim Thaçi der F.A.Z. Eine Dokumentation des Gesprächs und der jüngsten Entwicklungen.
In Washington wollen Kosovaren und Serben am Samstag über ihre Streitpunkte verhandeln. Ein Abkommen wäre ein Wunder, sagt Kosovos Präsident Hashim Thaçi im F.A.Z.-Interview – dem letzten, das er vor Bekanntwerden der Anklage gegen ihn gegeben hat.
Nach dem Bekanntwerden von drei Corona-Fällen bei Spielern der Adria-Tour teilt nun auch der Mitorganisator Novak Djokovic mit, positiv getestet worden zu sein. Die Tennis-Turnierserie wurde nun vorzeitig beendet.
Donald Trump hat die Regierungen Serbiens und des Kosovos nach Washington eingeladen. Die beiden Balkanländer rätseln nun, was dahinter steckt. Und die EU bemüht sich ihrerseits um eine friedliche Lösung.
Auf dem Balkan sind die EU und Washington von Verbündeten zu Gegnern geworden. Einer der wesentlichen Protagonisten ist Richard Grenell, bis vor kurzem amerikanischer Botschafter in Berlin.
Die Börsen in Osteuropa laufen oftmals unter dem Radar. Das soll sich nun ändern. Helfen soll dabei ein besseres Verständnis für den Markt, das mit Geld gekauft wird.
Kommt eine Vollmitgliedschaft für Staaten wie Albanien, das Kosovo oder Mazedonien auf absehbare Zeit nicht in Frage, sollte man das auch so sagen. Dann muss es andere Angebote geben.
Beim virtuellen Westbalkan-Gipfel gab es viel Geld, doch wenige Perspektiven für die sechs Staaten. Kroatiens Präsident Plenković verlangt Engagement. Serbien könnte indes auf China setzen.
Aus Verbündeten sind auf dem Balkan Gegenspieler geworden. Im Kosovo zeigt sich, dass die EU der Erpressungsdiplomatie Washingtons nichts entgegen setzen konnte. Der Sturz der dortigen Regierung mitten in der Corona-Krise destabilisiert die Region.
Kenner nennen Montenegro im gleichen Atemzug mit der französischen Riviera. Doch bei deutschen Käufern ist das Land an der Adria allenfalls ein Geheimtipp. Das soll sich in Zukunft ändern.
Albanien und Nordmazedonien wollen EU-Mitglieder werden. Dies ist bislang am „Non“ des französischen Präsidenten gescheitert, jetzt hofiert die EU die Länder wieder. In Skopje hat dieses Hin und Her bereits zur Regierungskrise geführt.
Auf den Schwarzmärkten Südeuropas versorgen sich Terroristen mit Waffen. Eine deutsch-französische Initiative will dagegen vorgehen. Kann das funktionieren?
Von Vranjes bis Cervar: Die Trainer, die nach dem EM-Titel streben, haben allesamt ihre Besonderheiten. Doch wer setzt sich am Ende durch? Und wer muss sich geschlagen geben?
Die Städte des Balkans versinken im Smog. Rückständige Heizsysteme, veraltete Autos und eine schlechte Verkehrsinfrastruktur sorgen im Winter für katastrophal hohe Feinstaubwerte. Oder sind die nur Ergebnis einer Intrige?
Die kroatische Politik habe sich bis zum Beitritt des Landes zur EU oft um Mythen und Träume gedreht, sagt die frühere Außenministerin Vesna Pusić. Sie setzt sich für eine Erweiterung der Gemeinschaft ein – findet sie Unterstützer?
Umstrittene Modepflanze: Die Lorbeerkirsche ist giftig, immergrün, schwer auszurotten und spaltet die Gemüter.
Die französische Regierung hat Bedenken gegen eine Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit den beiden Balkanstaaten – und fordert eine grundsätzliche Revision des EU-Erweiterungsprozesses.
Niemand hat die Massaker, den Krieg und das Leid auf dem Balkan so ausdrucksstark zur Petitesse erklärt wie Peter Handke. Für die Opfer birgt die Stockholmer Entscheidung eine erschütternde Botschaft. Ein Essay.
Die Auszeichnung für Peter Handke, der den Genozid in Bosnien leugnet, weckt auf dem Balkan besonders tiefe Emotionen: Wut, Trauer oder Spott herrschen bei Kroaten, Albanern und Bosniaken.
Im neuen „Leitfaden zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ erscheint das Osmanische Reich nicht mehr als Kolonialmacht. Sein Wechsel von der Täter- auf die Opferseite offenbart einen Konstruktionsfehler im postkolonialen Geschichtsbild.
Ein Investigativreporter ist in Montenegro angeklagt, bei einem Drogenring mitgemischt zu haben. Die Anklage ist dünn. Doch weil es an medialer Aufmerksamkeit fehlt, kommt die Justiz damit durch.
Die Bürger des Kosovos können nach wie vor nur mit Visum in den Schengen-Raum reisen – obwohl sich der Balkan-Staat als Musterschüler präsentiert. Doch einige Staaten sperren sich gegen eine Visumliberalisierung. Ministerpräsident Haradinaj kämpft um den Ruf seines Landes.
China weitet seinen Einfluss in Europa aus, durch Investitionen erzeugt das Land Abhängigkeiten. Das führt dazu, dass Kritik an Peking immer mehr verstummt – Europa hat kein Gegenmittel.
Streng vertrauliche Stenogramme dokumentieren, wie Griechenland und Mazedonien über Monate versuchten, den Namensstreit zwischen ihren Staaten zu lösen. Auch die Angst vor russischen Störversuchen spielte dabei eine Rolle. Ein Protokoll.
Auf dem Balkan stimmt ein ganzes Land darüber ab, ob es einen neuen Namen tragen soll. Eine Reise durch Mazedonien, solange es noch so heißt.
Einig wie selten unterstützt der Westen das Referendum zur Umbenennung Mazedoniens. Auch Angela Merkel reist dafür nun in den Balkanstaat – mit einem klaren Appell an die mazedonischen Bürger.