Ein größerer Trostpreis für den Westbalkan
Die EU-Staaten bekräftigen die Erweiterungsperspektive für den Westbalkan, wollen aber kein festes Datum nennen. Stattdessen setzen sie jetzt auf „greifbare Vorteile“ – es gibt Geld aus Brüssel.
Die EU-Staaten bekräftigen die Erweiterungsperspektive für den Westbalkan, wollen aber kein festes Datum nennen. Stattdessen setzen sie jetzt auf „greifbare Vorteile“ – es gibt Geld aus Brüssel.
Auf dem Balkan bereitet ein Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo Sorgen. Insbesondere Belgrad schürt Hysterie. Auslöser ist ein Streit über Auto-Kennzeichen.
Trotz aller Widerstände wirbt Angela Merkel für die Erweiterung der EU auf dem Balkan. Europa habe daran ein „absolutes geostrategisches Interesse“, sagt sie.
2005 führte Angela Merkels erste Reise als Kanzlerkandidatin auf den Balkan. Dorthin kehrt sie kurz vor Ende ihrer Kanzlerschaft nun zurück. Sie trifft unter anderem auf Konflikte, die seit damals nicht gelöst sind.
China investiert in die serbische Schwerindustrie. Das rettet Arbeitsplätze – und gefährdet Natur und Menschenleben. Eine Reportage aus dem Osten Serbiens.
Österreich regiert mit der Aufrüstung seines Grenzschutzes auf die steigende Zahl irregulärer Migranten, die von Ungarn her einreisen. Erinnerungen an die Flüchtlingskrise 2015 werden wach.
Nirgendwo auf dem europäischen Kontinent ist der Schienenverkehr so schlecht ausgebaut wie in Südosteuropa. Das weckt Chinas Interesse.
Umweltthemen spielen in Serbien eine immer größere Rolle. Aber kann aus lokalen Protesten gegen Stahlwerke und Bauprojekte eine grüne Partei werden?
Mit viel Geld aus China wird im Balkan-Staat Montenegro eine sündhaft teure Autobahn gebaut. Noch vor der Fertigstellung muss der kleine Balkanstaat mit der Rückzahlung der Schulden an Peking beginnen. Doch woher das Geld kommen soll, ist unklar.
Eine Fußnote zum Nobelpreis: Der Schriftsteller nimmt Preise entgegen und geht auf Jubeltournee bei den serbischen Freunden.
Die Amerikaner und Verbündete aus 25 weiteren Staaten üben bis Mitte Juni am westlichen Balkan und am Schwarzen Meer. Der diesjährige Manöverort ist auch ein Signal der NATO an Russland.
Deutschlands Außenminister sorgt sich offenkundig: Debatten über Territorien einzelner Balkanstaaten könnten ihre Beitrittsprozesse zur Europäischen Union gefährden.
Die EU will mit der Lieferung von Impfstoff im westlichen Balkan Sympathien zurückgewinnen sowie russischen und chinesischen Einfluss zurückdrängen. Und auch Österreich koordiniert die Hilfsaktion aus eigenem Interesse.
Vor 80 Jahren begann der deutsche Angriff auf Griechenland und Jugoslawien. Er dauerte nur wenige Wochen – und ist weiter Anlass für Reparationsforderungen.
Spielen, bis die Deutschen kommen: Goran Pandev gilt in Nordmazedonien als Fußball-Held. Der Stürmer schoss das Land zur EM in diesem Sommer – und er hat noch längst nicht genug.
Eine brutale Mordserie erschüttert Serbien. Als Täter gelten radikale Fußballfans. Welche Verbindungen haben sie zum Staat?
Die Idee klingt vertraut: Mit einem gemeinsamen Binnenmarkt sollen politische Konflikte überwunden werden. So machte es einst die EU. Jetzt wollen sechs Balkanstaaten es auch versuchen.
Ein verwirrter Engel und wie man das eigene Martyrium in der Kunst liebt: Der literarische Essay eines bosnischen Lyrikers über dreißig Jahre.
Ein ehemaliger deutscher Minister soll als Hoher Repräsentant in Bosnien-Hercegovina das Friedensabkommen überwachen. Doch Unterstützung des Kremls für die Personalie ist fraglich – und seine Hebel sind wirksam.
Die Elendsviertel der Roma auf dem Balkan galten zu Beginn der Pandemie als mögliche Infektionstreiber. Nun ist die Frage, wie es gelingen kann, Europas größte ethnische Minderheit flächendeckend zu impfen.
Der auf Betreiben der Trump-Regierung aus dem Amt gehobene vormalige Ministerpräsident des Kosovos will bei der Parlamentswahl am Sonntag abermals triumphieren. Für die Zukunft setzt Albin Kurti auf Präsident Joe Biden.
China und Russland liefern sich auf dem Balkan einen Impfwettkampf. Die Europäische Union sieht mit leeren Händen zu – sie muss sich zuerst um ihre eigene Bevölkerung kümmern.
In Europa impft nach Großbritannien bisher niemand so viel wie Serbien – dank Hilfe aus Peking und Moskau. Kritiker werfen der Europäischen Union Versagen auf dem Balkan vor.
Die Pro-Europäer des westlichen Balkans streben nach einer Vollmitgliedschaft in der EU. Dass das bald gelingt, ist unwahrscheinlich. Möglich wäre die Aufnahme in den Binnenmarkt. Aber die lehnen sie als zweitklassig ab.
Auf dem Balkan, im Nahen Osten, in Indien und Südasien beheimatet, breitet sich der Goldschakal nach Mitteleuropa aus. Auch weil es hierzulande offenbar nicht mehr so kalt wird.
Unablässig versucht Peking die Medien in Südosteuropa zu beeinflussen und für positive Berichte zu sorgen. Die Sicht der autoritären Weltmacht wird vielerorts unreflektiert übernommen.
Formal ist es der mächtigste Posten im Balkanstaat Bosnien-Hercegovina. Aber was kann ein ehemaliger deutscher Minister dort als „Hoher Repräsentant“ wirklich bewegen?
Die Erweiterung der Europäischen Union ist vorerst beendet. Wie soll nun verhindert werden, dass sich die Balkanstaaten Russland, China oder der Türkei zuwenden? In der EU wird darüber schon nachgedacht.
In Bosnien sind hunderte Geflüchtete dem harten Winterwetter auf dem Balkan schutzlos ausgesetzt. Das Lager in Lipa war vor kurzem wegen unhaltbarer Zustände geschlossen worden, dann brannte es ab.
Eine große Gestalt der Kohl-CDU: Christian Schwarz-Schilling lebt auch mit Neunzig noch im Hier und Jetzt. Ein Büro unterhält der frühere Postminister im heimischen Büdingen, den Geburtstag feiert er in Berlin.
Unterwirft Bulgarien mit ihrem Veto den Beitrittskandidaten Nordmazedonien in langjährigen Streitfragen? Zumindest gibt Sofia Bedingungen für weitere Gespräche auf.
Die bulgarische Regierung verbreitet mithilfe von Historikern das Narrativ, Mazedonien sei eine „erfundene Nation“. Der Protest gegen die staatliche Geschichtspolitik wird immer lauter.
Die EU möchte noch im Dezember Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien aufnehmen. Doch im erbitterten Geschichtsstreit zwischen Skopje und Sofia scheinen selbst die deutschen Vermittlungsversuche wirkungslos.
Noch ist der Islamismus in Nordmazedonien ein Randphänomen. Doch schleiertragende Frauen und Männer in Pluderhosen sind immer häufiger zu sehen, Minarette werden höher. Der Historiker Robert Pichler sieht das mit Sorge.
Der islamistisch motivierte Attentäter von Wien hat Wurzeln in Nordmazedonien. Der auf dem Balkan praktizierte Islam gilt traditionell als liberal. Doch eine Minderheit meist junger Männer hat sich stark radikalisiert.
Griechenland und die Türkei besiegeln ihren Frieden. Dabei verfolgen die Staatschefs ihre eigenen Interessen. Wie mächtig kann der Balkan werden, wenn sich die Länder zusammenschließen?