Brüssel zahlt – China baut
In Kroatien wurde eines der teuersten Infrastrukturprojekte in der Geschichte des Landes eingeweiht. Sie ist zu allem Überfluss ein Zeichen, wie schlecht es um die EU-Erweiterung steht.
In Kroatien wurde eines der teuersten Infrastrukturprojekte in der Geschichte des Landes eingeweiht. Sie ist zu allem Überfluss ein Zeichen, wie schlecht es um die EU-Erweiterung steht.
Mit Waffen aus China und Russland rüstet Serbien seit Jahren massiv auf. Zugleich kooperiert das Land eng mit der NATO – vor allem im Kosovo, an dessen Grenze es jetzt rumort.
Nach Bulgarien debattiert nun auch Kroatien über ein Veto gegen EU-Beitrittskandidaten. Es geht um Serbien, Bosnien und Montenegro. Zur Begründung dienen offene historische Streitfragen.
Seit mehr als zehn Jahren warten Länder des Westbalkans teilweise auf den Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen. Die Union müsse handeln, sonst fülle jemand anderes das Vakuum, warnt Wien.
Eigentlich hatten sich beim EU-Gipfel alle Augen auf die Ukraine richten sollen, die nun offiziell Beitrittskandidat ist. Doch verärgerte Westbalkanstaaten machten den Plan zunichte.
Kurz sah es so aus, als könne Bulgarien sein Veto gegen EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien aufheben. Dann drehte sich die Lage wieder. Manche finden, das sei gut so.
Der Finanzminister war zu Besuch in Sofia. Das war ein schwieriges Pflaster. Denn der Regierungschef und die Elite sind für den Euro, die Mehrheit der Bevölkerung aber nicht.
Nach der Ukraine, Georgien und Moldau will auch das Kosovo einen EU-Beitritt beantragen. Doch der Wunsch sagt nichts über die Aussichten aus.
Russland und China profitieren davon, dass es die EU nicht schafft, den westlichen Balkan enger an sich zu binden. Das kann sich Europa angesichts der veränderten Lage nicht weiter leisten.
Olaf Scholz reist zu Gesprächen ins Kosovo und nach Serbien, danach nach Griechenland, Nordmazedonien und Bulgarien. Die Konflikte sind vielfältig, die Erwartungen an den Bundeskanzler sind groß. Womöglich zu groß.
Olaf Scholz reist als Konfliktmanager auf den Balkan. Berlin will dem EU-Beitrittsprozess Nordmazedoniens neues Leben einhauchen. Die Erfolgsaussichten sind gering. Nicht zuletzt wegen der Regierungskrise in Bulgarien.
In ihrem preisgekrönten Debüt „Der zweite Sohn“ schildert Loraine Peck die Binnendynamik eines Bandenkriegs.
Der Krieg in der Ukraine hat auch Südosteuropa verändert. Während Bulgarien auf Distanz zu Russland geht, halten Bosniens Serben treu zu Putin.
Marko Perković, Künstlername Thompson, ist der umstrittenste Künstler des Balkans. Nun kommt der rechtsradikale Sänger nach Deutschland.
Zündelt Russland auf dem Westbalkan? Moskaus Einfluss in Belgrad, Sarajevo oder Prishtina ist groß. Berlin will wachsam sein. Deshalb ist Verteidigungsministerin Lambrecht bereits die zweite ranghohe Besucherin.
Alles schaut auf die Ukraine, doch auch auf dem Balkan könnte Russland die Glut neu entfachen. Die Verteidigungsministerin reist in die Region.
Nach Russlands Ausschluss aus dem Europarat steigen die Chancen zur Aufnahme eines anderen Bewerbers. Wird der Kosovo bald Mitglied?
Die Aufnahme neuer Staaten in die EU ist nicht realistisch. Doch es gibt Ideen für eine Kooperation mit den Nachbarn, die für alle Beteiligten Vorteile hätten.
Der Krieg gegen die Ukraine zeigt ein weiteres Mal, was passieren kann, wenn man Diktatoren nicht frühzeitig entgegentritt. Nächster Gefahrenherd könnte Bosnien-Hercegovina werden. Ein Gastbeitrag.
Deutschlands grüne Außenministerin kann im Kosovo endlich einmal über Klimapolitik sprechen. Aber der Krieg in der Ukraine lässt sie auf ihrer Balkan-Reise nicht los.
Bei ihrem Aufenthalt in der kosovarischen Hauptstadt ist vor allem Russland und die Ukraine ein Thema. Bundesaußenministerin Baerbock muss sich jedoch auch die Unzufriedenheiten mit der EU anhören.
Deutschlands Außenministerin sieht die Stabilität in der Region durch den Krieg in der Ukraine zusätzlich gefährdet. An die serbischen Gebiete in Bosnien-Hercegovina richtet Baerbock eine Warnung.
Serbiens Präsident Vučić setzt sich systematisch für eine positive Einstellung gegenüber Putins Russland ein. Der russische Verteidigungsminister Schoigu ist mit dem Land eng verbunden.
Vor ihrem Abflug nach Sarajevo fordert die Außenministerin ein stärkeres europäisches Engagement für die Länder auf dem Balkan. Diese seien vernachlässigt worden.
Serbien will die EU-Sanktionen gegen Russland nicht mittragen. Der serbische Präsident werde bald merken, dass die russische Option nicht attraktiv sei, sagt Manuel Sarrazin, der Westbalkanbeauftragte der Bundesregierung, im Interview.
Seit drei Jahrzehnten hält sich die Legende, Deutschland habe 1991 die Auflösung Jugoslawiens betrieben. Die F.A.Z. hat Dokumente des Auswärtigen Amts ausgewertet, die jetzt zugänglich geworden sind.
China will keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland bauen. Opfer könnten nun Projekte auf dem Balkan werden. Umweltschützer sind erfreut, bleiben aber skeptisch.
Bulgariens neuer Regierungschef Kyrill Petkow reist nach Nordmazedonien. Dabei geht es auch um die Zukunft der EU-Erweiterung.
Ist der Balkan ein ewiger Unruheherd? Oder viel besser als sein Ruf? Der Schweizer Autor Cyrill Stieger geht der Frage nach.
Albanien, Serbien und Nordmazedonien sehen ihre Initiative „Open Balkan“ als einen großen Schritt in Richtung einer EU-Mitgliedschaft. Ein Gastbeitrag.
Europa wird durch den bosnischen Serbenführer herausgefordert, der sein Land zu zerreißen droht. Die Gleichzeitigkeit mit dem russischen Aufmarsch an der ukrainischen Grenze dürfte kein Zufall sein.
Alex Wynaendts soll der Deutschen Bank Orientierung geben. Der Ingenieur kommt aus einer alten niederländischen Familie und spricht sechs Sprachen. Sein Vater war Diplomat und wäre in den Neunzigern auf dem Balkan fast erschossen worden.
Es gibt keine „europäische Perspektive“ für den Balkan mehr. Die EU sollte überlegen, welche Angebote sie der Region stattdessen machen kann.
Der Rücktritt des nordmazedonischen Ministerpräsidenten ist für Brüssel eine schlechte Nachricht. Zoran Zaevs Niederlage ist auch eine Niederlage für die Erweiterungspolitik der EU auf dem Balkan.
Zwischen Serbien und Kosovo genügt schon der geringste Anlass, um in Streit zu geraten: Jüngst ging es um die Anerkennung von Autokennzeichen. Das ist gefährlich für den ganzen Balkan.
Die Erfahrungen mit den jüngsten Beitrittsrunden sind ernüchternd. Die EU sollte sich erst einmal selbst reformieren, bevor sie neue Mitglieder aufnimmt.