Tsipras gegen die Troika
Vereinbarungen müssen nicht detaillierter sein, sondern mit klareren Sanktionen bewehrt. Es fehlt eine Konkursordnung für die Länder der Währungsunion.
Vereinbarungen müssen nicht detaillierter sein, sondern mit klareren Sanktionen bewehrt. Es fehlt eine Konkursordnung für die Länder der Währungsunion.
Die Bundesregierung hat sich nach der Wahl in Griechenland zurückhaltend geäußert. Sie verweist auf geltende Verpflichtungen.
In der Schuldenkrise haben Athens Gläubiger schon in der Vergangenheit auf die Rückzahlung von Schulden verzichtet. Der Entlastungseffekt hielt aber nicht lange.
Die Euro-Finanzminister zeigen sich offen für Verhandlungen - aber das Streichen von Schulden darf sich Griechenland nicht erhoffen. Berlin will die Regierungsbildung abwarten.
EU-Kommissar Oettinger und Parlamentspräsident Schulz lehnen einen neuen Schuldenerlass für Griechenland ab. Auch die Politiker der großen Koalition in Deutschland sind sich darüber einig. Nur die CSU droht schon Konsequenzen an.
Unter Verzicht auf die religiöse Eidesformel ist der Syriza-Vorsitzende Alexis Tsipras vereidigt worden. Er schwor, den Interessen Griechenlands zu dienen.
Forderungen über 23,5 Milliarden Euro haben deutsche Banken gegenüber griechischen Schuldnern. Dazu kommt ein Unternehmen aus der Realwirtschaft.
Alexis Tsipras hat mit seinem Linksbündnis die Macht in Griechenland erobert. Kommt nun ein weiterer Schuldenschnitt? Beendet er das „Troika-Diktat“? Oder treten die Griechen gar aus dem Euro aus? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen.
Schon lange bevor Alexis Tsipras die Regierungsgeschäfte in Athen übernimmt, steht die wichtigste Station seines Fahrplans bereits fest. Denn im Februar läuft ein Teil des Hilfsprogramms aus. Ratschläge könnte sich Tsipras aus Zypern holen.
Was soll nach der Wahl in Athen passieren, wenn Alexis Tsipras mit Syriza an der Regierung ist - womöglich sogar alleine? Unser Kolumnist hätte da einen Vorschlag.
Vor der Schließung der Wahllokale in Griechenland blickt die Welt gespannt auf das Land am Mittelmeer. Sollte die Linkspartei Syriza gewinnen und womöglich die absolute Mehrheit erringen, warten spannende Zeiten auf die gesamte EU.
Alexis Tsipras will Ministerpräsident werden. Dafür verspricht er den Griechen viel. Wenn er das nicht einhält, könnten ihm die Gefolgsleute weglaufen, denn seine Wähler hoffen auf eine Stunde Null.
Die Wahl in Griechenland hat am frühen Morgen begonnen. Das hochverschuldete Land steht vor einem Regierungswechsel. Die in Umfragen führende Linkspartei Syriza will die strenge Sparpolitik der EU beenden. In Athen und Berlin laufen bereits Planspiele für den Tag nach der Wahl.
Stellt der Linkspopulist Alexis Tsipras nach der griechischen Parlamentswahl die Eurozone auf den Kopf? Drohen Grexit, Schuldenschnitt und politisches Chaos? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Griechenland-Wahl.
Vor der Parlamentswahl sehen Umfragen die Linksradikalen vorn. Doch Syriza braucht einen Koalitionspartner. Es könnte Potami werden – eine Partei, die gegensätzlicher nicht sein kann: Sie wartet mit anerkannten Fachleuten auf.
Es gibt sie – erfolgreiche Unternehmer in Griechenland. Aber sie meiden die Öffentlichkeit. Ihnen schlägt eine feindselige Stimmung entgegen. Oligarchen haben den Ruf freier Unternehmer nachhaltig beschädigt.
Die griechische Regierungspartei Pasok könnte nach den kommenden Wahlen in Griechenland nur noch außerparlamentarisch existieren. Viele Griechen würde das nicht stören. Doch die Partei hat auch einige Verdienste.
Wenige Tage vor der Wahl in Griechenland hat die linke Oppositionspartei Syriza ihre Führung in Umfragen ausgeweitet. Aber wer wählt eigentlich Syriza? Athener Demoskopen erklären es - auch was die Europäische Zentralbank damit zu tun hat.
Die in Griechenland festgenommenen mutmaßlichen Islamisten belgischer Herkunft stehen entgegen ersten Vermutungen doch mit den vereitelten Anschlägen in Verbindung. Belgien will nun einen der Verdächtigen ausliefern lassen.
Festnahmen in Griechenland haben, anders als zunächst gemeldet, wohl doch nichts mit vereitelten Anschlägen in Belgien zu tun. Dort herrscht weiterhin Alarmzustand.
Die belgische Polizei hat drei weitere Terrorverdächtige gefasst. Einer von ihnen soll versucht haben, auf einen Polizisten zu schießen. In den Straßen der größten Städte patrouillieren bis zu 300 Soldaten.
Griechenlands Oppositionsführer Tsipras verspricht viel – doch sein Programm ist vage. Und je näher der Wahlsieg rückt, desto vorsichtiger drückt er sich aus. Für Verhandlungen über einen Schuldenerlass fehlen ihm institutionelle Partner.
Im Frühjahr hatte Griechenlands Regierung eine Sonderkommission gebildet, die mögliche Forderungen aus dem Zweiten Weltkrieg konkretisieren sollte. Das Ergebnis: Deutschland soll Athen noch elf Milliarden Euro schulden.
Die Bundeskanzlerin hat in London Berichte zurückgewiesen, nach denen das Kanzleramt einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone vorbereite. Bei einem anderen Thema bleibt sie vage.
Für viel Wirbel sorgten Medienberichte über einen angeblichen Kurswechsel Deutschlands gegenüber Griechenland. Regierungssprecher Seibert versucht die Aufregung über einen von Deutschland in Kauf genommenen Eurozonen-Austritt Athens zu dämpfen.
Anders als zu Beginn der Euro-Krise lässt die deutsche Debatte die Griechen offenbar bisher kalt. Weder im Wahlkampf noch in den Medien spielt das Austritts-Szenario bis jetzt eine zentrale Rolle.
Es sei alleine an Griechenland, über die Zugehörigkeit des Landes zur Euro-Zone zu entscheiden, sagt der französische Präsident François Hollande. Athen müsse sich aber an europäische Verpflichtungen halten.
Der ehemalige Ministerpräsident Papandreou hat sich von der sozialistischen Pasok losgesagt und eine neue Partei gegründet. Seine Bewegung könnte bei der Neuwahl ungewollt Schützenhilfe leisten für Ministerpräsident Samaras.
In der Debatte um einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands hat sich die EU-Kommission zu Wort gemeldet: Die Mitgliedschaft in der Eurozone sei „unwiderruflich“. Das Finanzministerium in Berlin bezeichnete am Montag einen „Grexit“ als „eine hypothetische Diskussion“.
Der Wirtschaftsminister fordert die Griechen dazu auf, ihre Sparzusagen zu erfüllen. Andernfalls kann sich Sigmar Gabriel die Eurozone auch ohne Athen vorstellen. Bayerns Finanzminister Markus Söder warnt vor „voreiligen Schritten“, die Grünen nennen die Debatte „unverantwortlich“.
Vor Griechenlands Parlamentswahl sendet Berlin indirekte Botschaften Richtung Athen. Sie machen deutlich: Alles ist möglich – selbst das Ausscheiden des Landes aus dem Euroraum.
Finanzminister Wolfgang Schäuble soll der griechischen Regierung im Jahr 2011 zunächst den Austritt aus der Euro-Zone nahegelegt haben. Das berichtet der stellvertretende Ministerpräsident Evangelos Venizelos.
Ein Sieg der Linkspartei Syriza bei der griechischen Parlamentswahl gilt als sicher. Dass sie ihre nicht finanzierbaren Versprechungen wahr macht, ist ausgeschlossen. So könnte die Partei schon bald vor einer Zerreißprobe stehen.
Im griechischen Wahlkampf ist die Zinslast des enormen Schuldenbergs ein Politikum. Dabei zahlt Athen im Schnitt weniger Zinsen als Berlin. Das steht im jüngsten Bericht der Troika-Geldgeber.
Griechenlands Neuwahlen beeinflusst auch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank über Anleihenkäufe. Noch allerdings hat das Land Geld.
Die Neuwahl stürzt Griechenland in eine Phase der politischen und wirtschaftlichen Instabilität. Dafür ist die Regierung verantwortlich – aber auch die internationale Troika.