Die Troika ist nach Athen zurückgekehrt
Regierungschef Tsipras bringt ein weiteres Reformgesetz ins Parlament ein, um die Vorgaben der Gläubiger für weitere Finanzhilfen zu erfüllen. Die schicken ihre Experten zurück nach Griechenland.
Regierungschef Tsipras bringt ein weiteres Reformgesetz ins Parlament ein, um die Vorgaben der Gläubiger für weitere Finanzhilfen zu erfüllen. Die schicken ihre Experten zurück nach Griechenland.
Trotz seines Kurswechsels vertrauen die meisten Griechen Alexis Tsipras fast blind. Der Ministerpräsident ist das einzige politische Kapital, das Griechenland noch besitzt.
Beim IWF war eine wichtige Rate schon seit fast 3 Wochen überfällig. Auch bei der EZB war heute ein hoher Rückzahlungsbetrag fällig. Nun hat Griechenland bezahlt.
Auch Österreich lebt über seine Verhältnisse. Der Rentenbeginn ist noch früher als in Athen.
Bundeskanzlerin Merkel hat die beiden Koalitionsparteien aufgefordert, den Streit über das Vorgehen im Schuldenstreit mit Griechenland zu beenden. Es gebe wichtigere Sachen, um die man sich kümmern müsse, sagte sie.
Nur für einen Moment gab es in Brüssel die Illusion, mit den Griechenland-Verhandlungen hätte es endlich ein Ende. Doch wir schleppen die Krise weiter. Der Kopf ist leer und Müdigkeit der Dauerzustand. Wann wird alles gut? Eine Brüsseler Innenansicht.
Die Belastung Deutschlands aus dem neuen Hilfspaket für Athen beträgt 22 Milliarden Euro. Der Bund der Steuerzahler lehnt jedoch Steuererhöhungen zur Finanzierung der Griechenland-Hilfe ab.
Bei starkem Wind, Sommerhitze und Trockenheit sind in Griechenland mehrere Waldbrände ausgebrochen. Regierungschef Tsipras eilt zur Krisenzentrale. Der Verteidigungsminister vermutet Brandstfiter am Werk.
60 Abgeordnete der Union stimmen mit „Nein“, der SPD-Vorsitzende hingegen lobt die Europapolitik der Kanzlerin über den grünen Klee. Das hat auch mit Finanzminister Schäuble zu tun.
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EU-Ratspräsident Donald Tusk sieht in der Einigung über neue Verhandlungen mit Griechenland einen guten Kompromiss - ohne Sieger und Verlierer. Im Interview mit der F.A.Z. spricht er über die Rolle Deutschlands und Momente kurz vor dem Scheitern.
Kanzlerin Merkel bittet die Abgeordneten im Bundestag in „voller Überzeugung“ darum, der Aufnahme von Verhandlungen über ein weiteres Hilfspaket für Griechenland zuzustimmen. Ebenso wie Finanzminister Schäuble spricht sie von „einem letzten Versuch“. Die Debatte im Überblick.
Wenn es nach Wolfgang Schäuble ginge, käme der Grexit – und zwar ziemlich bald. Doch er muss sich nach der Kanzlerin richten. Kann er eine Politik vertreten, an die er gar nicht glaubt?
Im Bundestag wird die Regierung für ihr Verhalten in der Griechenland-Krise ordentlich Federn lassen müssen. Die Illner-Sendung stimmte die Zuschauer schon einmal darauf ein.
Nach der Abstimmung im griechischen Parlament können Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für Griechenland beginnen, sagt Bundesfinanzminster Schäuble. Einen echten Schuldenschnitt schließt er aber aus, es sei denn Hellas würde zeitweilig den Euro verlassen.
Um die Griechenland-Rettung zu finanzieren, muss in Deutschland der Solidaritätszuschlag angehoben werden. Das fordert der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in einem Gastbeitrag.
Aus der Griechenland-Krise ist eine Debatte über die deutsche Rolle in Europa geworden. Diese ist längst überfällig gewesen - und sollte nicht dem Bundesfinanzminister überlassen werden, wie die Sendung von Anne Will zeigte.
Die Abstimmung im Parlament habe die Spannungen in der Syriza-Fraktion offenbart, sagt Christos Katsioulis, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Athen, im Interview. Dennoch könnte der Regierungschef möglicherweise die anstehenden Reformen durchsetzen.
Regierungschef Tsipras bekommt die ausgehandelten Reformen nur mit Hilfe der Opposition durchs Parlament. Auch der frühere Finanzminister Giannis Varoufakis stimmt mit „Nein“.
In der Nacht könnte sich das politische Schicksal von Alexis Tsipras entscheiden. In seiner Parlamentsrede droht er damit, bei einer Ablehnung der Reformen sein Amt abzugeben. Einige Syriza-Politiker muss er aber nicht mehr überzeugen. Sie sind bereits zurückgetreten.
Griechenlands Parlament streitet über die Reformauflagen, die Beamten streiken – und die Koalitionskrise eskaliert. Am Abend kommen die Volksvertreter zu ihrer entscheidenden Abstimmung zusammen.
Um die Vereinbarungen mit den europäischen Regierungschefs umsetzen zu können, muss Alexis Tsipras mit Oppositionsparteien zusammenarbeiten. Auf wen ist Regierungschef Griechenlands nun angewiesen?
Am Tag vor der entscheidenden Abstimmung im griechischen Parlament geht Alexis Tsipras hart mit den Gläubigern ins Gericht. Trotzdem fordert er seine Anhänger auf, den Weg für ein drittes Hilfsprogramm freizumachen.
Der Verkauf von Staatseigentum soll Griechenland 50 Milliarden Euro einbringen. Doch in Wahrheit basieren angebliche Privatisierungserlöse auf frei erfundenen Schätzungen.
Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem bleibt Chef der Eurogruppe. Trotz eines kompetenten Gegenkandidatens hat er die einhellige Unterstützung seiner Kollegen.
Die Euro-Staaten haben Griechenland schnelles Geld versprochen. Aber woher soll es kommen? Ein Überblick über die Möglichkeiten.
Diese Einigung verschärft das Sprengpotential im Euroraum: Die Retter erhöhen ihren Einsatz in Athen, ohne jede Gewähr, dass sie ihr Geld wiedersehen.
Die Regierung in Athen weiß, welche Gläubiger sie gut behandeln muss und welche nicht. Am Dienstag beglich sie eine in Japan in Yen aufgenommene Samurai-Anleihe.
Ein Lob den Korrespondenten, die sich in Brüssel, Berlin und Athen die Beine in den Bauch stehen: Sie zeigen uns, warum sich in der Krise das Ausharren lohnt.
Während die Kanzlerin in Brüssel verhandelte, schoss der Vizekanzler daheim quer: Gabriel wollte die SPD in der Griechenland-Debatte profilieren – das ging schief.
Nach fast 17 Stunden kommt am Morgen die Nachricht: Einigung. Der Grexit ist erstmal abgewendet. Doch Tsipras kann trotzdem nur verlegen lächeln. So lief die Nacht in Brüssel ab.
Wie groß wird das dritte Hilfspaket eigentlich? Welche Vorleistungen muss Athen erbringen? Und kommt es jetzt zum Schuldenschnitt? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Griechenland-Einigung.
In Brüssel einigt sich Alexis Tsipras mit den Geldgebern. Zuhause muss er das Ergebnis nun durchsetzen - im Parlament und in der eigenen Partei. Wahrscheinlich bleibt seine Regierung in dieser Form nicht mehr allzu lange bestehen.
Griechenland und die Geldgeber haben sich geeinigt. Einstimmig. Bis zuletzt haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras über einen Treuhandfonds gestritten. Doch das Drama ist noch nicht zu Ende.
Am Sonntag geht es um die Zukunft der Europäischen Union - und um die der Kanzlerin. Drückt sie ein neues Hilfsprogramm durch den Bundestag? Oder bricht sie mit Frankreich?
Der Durchbruch bleibt aus: Die Eurogruppe beendet ihr neunstündiges Krisentreffen ohne Ergebnis. Am Sonntag sollen die Verhandlungen weitergehen. Über einen Grexit-Plan von Finanzminister Schäuble gibt es unterdessen Streit in der großen Koalition.