Schweigend im Gitterkäfig
Jahrelang hatte Omar al-Baschir in Sudan diktatorisch regiert. Ein Jahr nach seinem Sturz wurde er nun wegen Korruption verurteilt. Staatsanwälte wollen auch den Beginn seiner Herrschaft aufarbeiten.
Jahrelang hatte Omar al-Baschir in Sudan diktatorisch regiert. Ein Jahr nach seinem Sturz wurde er nun wegen Korruption verurteilt. Staatsanwälte wollen auch den Beginn seiner Herrschaft aufarbeiten.
Zur Fußball-WM 2022 will sich Qatar modern und weltoffen zeigen – aller Kritik zum Trotz. VW will mit seinem Großaktionär ein elektrisches und autonomes Nahverkehrssystem beisteuern.
Ein Gericht im Sudan hat den ehemaligen Präsidenten Omar al-Baschir der Korruption und des unerlaubten Besitzes ausländischer Währungen schuldig gesprochen. Der 75-Jährige Ex-Präsident wurde wegen seines Alters nicht zu einer Gefängnisstrafe, sondern zu zwei Jahren Haft in einer Besserungsanstalt verurteilt.
Ankara strebt nach mehr Macht im östlichen Mittelmeer. Das ruft nicht nur einen Konflikt mit der EU hervor, sondern wirkt sich auch auf den Krieg in Libyen aus – dort steht die Türkei nun Russland gegenüber.
Omar al-Baschir soll kurz vor seinem Sturz 25 Millionen Dollar aus Saudi-Arabien erhalten haben. Deshalb muss der frühere Machthaber Sudans nun zwei Jahre in einer Pflegeeinrichtung verbringen. Antreten muss er die Strafe aber noch nicht.
Sie sind Radikale, ohne es zu merken: Ein Gespräch mit der Beiruter Soziologin Nadia Bou Ali über die andauernde Krise im Libanon und die aktuellen Proteste in der Hauptstadt.
Ein entschiedenes Signal gegen den Klimawandel ist aus Madrid nicht zu erwarten. Ein Hauptstreitpunkt könnte um ein weiteres Jahr verschoben werden.
Abdelmadjid Tebboune gilt als Mann des Systems Bouteflika, dem er mehrmals diente. Er bekam gut 58 Prozent der Stimmen. Algerien stehen weitere Proteste bevor.
Viele hatten große Hoffnung in die Klimakonferenz gesetzt. Kurz vor Schluss sieht es aber eher nach einer Enttäuschung aus. Was in Madrid geschehen müsste, damit es keine Katastrophe gibt.
Die Wut auf die Politik treibt seit Monaten die Bürger des Irak auf die Straße. Ein 17 Jahre alter Junge greift selbst zur Waffe und wird anschließend von einer wütenden Menge gelyncht.
24,5 Millionen Algerier wählen einen neuen Präsidenten. Wird das Ergebnis die Gemüter befrieden? Lokale Medien berichten von zahlreichen Zwischenfällen.
Drei Wochen nach der Korruptionsanklage kündigt Netanjahu die Aufgabe seiner Ministerämter an. Regierungschef will er aber bleiben. Sein ehemaliger Verteidigungsminister spricht sich unter einer Bedingung für dessen Begnadigung aus.
Hin- und hergerissen zwischen religiöser Prinzipientreue und jugendlicher Lebensbegierde: Die pointierte Sitcom „Ramy“ spießt die Lebensrealität junger Muslime in Amerika mit Geist, Witz und Würde auf.
Politiker in Israel und Deutschland entrüsten sich über die geforderte Kennzeichnung israelischer Produkte aus dem besetzten Westjordanland. Doch ihre Vergleiche sind falsch, Emotionen triumphieren über Fakten. Ein Gastbeitrag.
Mit einer Exekutivanordnung geht Präsident Donald Trump gegen die antiisraelische Boykott-Bewegung BDS vor. Kritiker werfen ihm vor, dass die Verordnung Juden als Angehörige einer Nation oder „Rasse“ definiere.
Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres sind die israelischen Bürger zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Der Wahlkampf wird sich vermutlich vor allem um eines drehen: die Korruptionsvorwürfe gegen Ministerpräsident Netanjahu.
Was genau passierte im Elysee-Palast bei einem Mittagessen im November 2010? Wurden dort Absprachen bezüglich der Vergabe der WM 2022 nach Qatar getroffen? Nun ermittelt die französische Justiz.
Amin Nasser hat als Vorstandsvorsitzender Saudi Aramco mehr Transparenz verordnet. Mit dem erfolgreichen Börsengang des größten Ölkonzerns der Welt sind die Kritiker verstummt.
Die dritte Wahl in Israel eines Jahres rückt näher. Um Mitternacht endet die letzte Möglichkeit für die Abgeordneten, eine Regierung zu bilden. Eine Lösung ist nicht in Sicht.
In Oslo nimmt Abiy Ahmed den Friedensnobelpreis entgegen. Und in Stockholm wird Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis geehrt. Doch die Debatte um seine Auszeichnung reißt nicht ab – und sie wird sogar vom türkischen Präsidenten befeuert.
Abiy Ahmed erhält heute in Oslo den Friedensnobelpreis nach nur anderthalb Regierungsjahren. In seiner Heimat muss der äthiopische Ministerpräsident um den Zusammenhalt des Landes kämpfen.
Mehrere Morde an Aktivisten fachen die Wut der Demonstranten an. Auf dem Bagdader Tahrir-Platz ist nun die Gewalt eskaliert. Auch wurden amerikanische Einrichtungen von Raketen getroffen.
Männer und Frauen im Königreich müssen Restaurants, Cafés und Schulen bislang durch verschiedene Eingänge betreten. Das angekündigte Ende dieser Regel gilt als weiterer Schritt auf dem Reformkurs.
Wegen der Manipulation von Doping-Daten wird Russland im Weltsport für vier Jahre gesperrt. Auf die Teilnahme und die Austragung der Fußball-EM hat das aber keine Auswirkungen. Den Grund erklärt die Wada.
Im sächsischen Sebnitz sollen zwei Jugendliche ein Mädchen aus dem Irak angegriffen haben. Die Tat hat mutmaßlich einen rassistischen Hintergrund.
Die Ermittler in Florida können noch nicht sagen, ob der Attentäter von Pensacola allein handelte oder Mittäter hatte. Weil es sich um einen saudischen Soldaten handelte, diskutieren aber auch die Republikaner über die Beziehungen des Präsidenten zum Königreich.
Er ist jung und braucht das Geld: Der saudische Kronprinz Muhammad Bin Salman bringt den weltgrößten Ölkonzern Saudi Aramco an die Börse. Damit will er nicht nur das Land reformieren, sondern auch die eigene Macht sichern.
Libanon, Hongkong, Bolivien, Kolumbien, Chile, Irak, Iran: Überall begehren Menschen auf. Wir haben Autoren, die mittendrin sind oder waren, gefragt: Worum geht es euch? Und was hat das mit uns im Westen zu tun?
Trotz einer Waffenruhe kommt es im Nahen Osten zu neuer Gewalt: Erst feuern radikale Palästinenser Raketen ab. Dann bombardieren israelische Streitkräfte den Gazastreifen.
Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden finden zwei Partien des FC Liverpool statt – und das auch noch tausende Kilometer voneinander entfernt. Trainer Jürgen Klopp kann nur bei einer dabei sein und hat sich nun entschieden.
Ursula von der Leyen ist zu ihrem ersten Auslandsbesuch als EU-Kommissionspräsidentin in Äthiopien eingetroffen. Die ehemalige Bundesverteidigungsministerin landete am Morgen in der Hauptstadt Addis Abeba.
Es ist schwer zu vermitteln, dass Deutschland selbst solche Syrer nicht abschiebt, die in ihrer Heimat Urlaub machen. Trotzdem dürfen die Innenminister keine großen Erwartungen wecken.
Das Ölkartell will von Januar an abermals die Ölförderung drosseln. Die Ölpreise steigen mit der Bekanntgabe deutlich an.
Die Nachbarländer machten es vor, nun betreibt auch Saudi-Arabien massives „sportswashing“. Neben dem internationalen Imageeffekt gibt es aber noch einen Grund, sportliche Großveranstaltungen ins Land zu holen.
Die Innenminister von SPD und Union wollen die Abschiebung gefährlicher Straftäter in das Bürgerkriegsland erlauben. Dabei gibt es jedoch praktische Probleme.
Boris Pistorius schlägt vor, Straftaten gegen Flüchtlinge und Delikte von Flüchtlingen bundesweit genauer zu erfassen. Die Unionsinnenminister sehen seinen Vorstoß kritisch – und sind auch bei anderen Fragen nicht auf einer Linie mit den SPD-Ministern.