Strom im Kopf
Doppelter Glücksfall: Eine gewaltige Ausstellung in der Bundeskunsthalle und die neue Dauerausstellung im Beethovenhaus Bonn bringen uns den Komponisten nahe, ohne ihn vom Sockel holen zu müssen.
Doppelter Glücksfall: Eine gewaltige Ausstellung in der Bundeskunsthalle und die neue Dauerausstellung im Beethovenhaus Bonn bringen uns den Komponisten nahe, ohne ihn vom Sockel holen zu müssen.
Endlich kommt der japanische Comicrevolutionär Yoshiharo Tsuge zu seinem deutschen Debüt: „in „Rote Blüten“ sind die zwanzig Kurzgeschichten versammelt, die ihn vor fünfzig Jahren berühmt gemacht haben.
Unbekannte versuchen seit Jahren, Arbeiten von Gerhard Richter, die aus den 1950er Jahren stammen sollen, für eine hohe Millionensumme zu verkaufen. Der Künstler ist sauer und sagt: „Die meisten Sachen sind nicht von mir.“
Jetzt heißt es, schnell noch Mitglied zu werden in dem Kunstverein, der unter seinen Jahresgaben ein Werk hat, das man begehrt. Eine kleine Revue verlockender Angebote.
Das Ende der Kunstmesse Art Berlin ist ein weiterer Stoß für den dümpelnden Standort – und ein neuer Beleg für das Versagen der Berliner Kulturpolitik.
Mit gerade mal sieben Jahren ist er ein Star in der Kunstbranche. Seine Bilder werden zu stolzen Preisen verkauft. Jetzt gab es in Berlin seine neuesten Werke zu sehen.
Ende 1944 wurden die Scheiben der Kirche Sankt Elisabeth in Darmstadt bei einem Luftangriff zerstört. Jetzt haben Studenten neue Buntglasscheiben entworfen.
Die Berliner Gemäldegalerie läutet die Feierlichkeiten zum fünfhundertsten Todestag des Malergenies Raffael mit einer Kabinettausstellung seiner Madonnenbilder ein. Dabei wäre auch ein größerer kulturhistorischer Überblick möglich gewesen.
Graf Zahl der Medicis: Der Florentiner Palazzo Pitti zeigt in der Ausstellung „Plasmato dal Fuoco“ die Schönheit der Bronzeskulpturen unter den letzten Medici-Großherzögen. Und eine ganz besondere „Venus“.
Starke Kondition: Erling Kagge erklärt auf seine Art, wie das Sammeln von zeitgenössischer Kunst funktioniert.
Rapper in Deutschland haben oft mit kriminellen Milieus zu tun. Sie lassen sich von Rockern und Clans beschützen. Wenn die Hintermänner streiten, wird es gefährlich. Ein Einblick in die Welt von Kollegah, Capital Bra und Bushido.
Wer vergessen hatte, dass André Heller auch Sänger und Musiker ist, wird nun eindrucksvoll daran erinnert: „Spätes Leuchten“ ist ein großes Comeback-Album aus Melancholie und Überschwang.
Wird Künstliche Intelligenz einst ihre ganz eigene Kreativität entwickeln und damit die Kunstwelt revolutionieren? Ein Gespräch mit dem Mathematiker Marcus du Sautoy.
Es handelt sich um eine begehbare Kunstinstallation in einem Gebäudekomplex, der bald abgerissen werden soll. Dabei sollen Besucher in der interaktiven Ausstellung sich selbst vergessen oder entdecken - ganz individuell.
Wenn die Kinder klein sind, spielen wir Christkind, um uns an den verzückten Gesichtern zu erfreuen. Aber irgendwann ist diese magische Zeit vorbei – und aus dem Wunschzettel wird eine Bestellliste. Muss das sein?
Peter Emmerich war die graue Eminenz auf dem Grünen Hügel. Jetzt ist der langjährige Sprecher der Bayreuther Festspiele völlig unerwartet gestorben.
Viola Beuschers Keramiken verkaufen sich wie warme Semmeln. Warum greifen so viele Menschen wieder nach Handgefertigtem?
1959 lernte der damals unbekannte Modemacher Azzedine Alaïa den jungen Christoph von Weyhe kennen. Fast sechs Jahrzehnte waren sie Partner – privat wie geschäftlich. Nun bekommt der tunesische Modeschöpfer eine Schau in Paris.
Auf der Bahnfahrt mit dem Costa Verde Express entlang der spanischen Nordküste liegen die Wunder der Steinzeit und der Moderne nahe beieinander. Eine Zeitreise – mit Halt im Betriebsablauf.
Eine MDR-Dokumentation zeigt, wie die DDR zur Devisenbeschaffung offenbar auch Kunst professionell fälschen lassen wollte. Sie wendete sich zu diesem Zweck unter anderem an einen berühmten Maler.
Rhythmisiertes Leben: Das Berliner Staatsballett tanzt neue Stücke von Sharon Eyal und lässt den Zuschauer schaudern: so schrecklich ist unser Leben und so unglaublich schön.
Acht Jahre lang hat der Schriftsteller Peter Wawerzinek an einem Film über die Suche nach seiner Mutter gearbeitet. Eine Begegnung.
Wiederentdeckung eines Vielbegabten: Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt widmet Maximilian Schell eine biographische Ausstellung, die Film, Kunst und Geschichte verbindet.
Olga Neuwirth hat aus „Orlando“ von Virginia Woolf eine Oper gemacht. Die Uraufführung an der Staatsoper Wien ist spektakulär.
Maurizio Cattelan war noch nie für subtile Kunst bekannt. Bei ihm wird der Papst von einem Meteoriten erschlagen, fleht eine kniende Hitlerfigur um Vergebung oder steht ein goldenes Klo zur Benutzung bereit. Auf der Messe Art Basel Miami hat er eine Banane an die Wand geklebt - ein neuer Tiefpunkt.
Produzent Nico Hofmann prägt das hiesige Fernsehen mit seinen Filmen wie kaum ein Zweiter. Würde er „Unsere Mütter, unsere Väter“ noch einmal machen? Was sagt das Programm des Jahres 2019 über unser Land? Und wieso reden in der Branche alle über die AfD?
Songwriterin Maram El Dsoki aus Schweinfurt ist mit ihrer Mischung aus Egyptian Pop & Soul eine leidenschaftliche Sängerin. Trotz Zweifel und übler Vorurteile.
Alexander J. Benz aus Berlin arbeitet als Musikproduzent unter anderem für Helene Fischer. Manchmal staunt er über eigenwillige Interpretationen.
Die Mailänder Scala eröffnet die Saison mit Puccinis „Tosca“ und Anna Netrebko in der Titelrolle. Es ist ein Schwelgen in Schönheit. Aber wo bleibt der Weltbezug?
Der Zufall fördert manchmal die schönsten Begebenheiten zutage: Wie mir der Comic „Rauschgift“ von Eric Wunder ins Haus gekommen ist und was ihn so eindrucksvoll macht.
Keine Gabe zum Christfest ist so individuell wie ein Kunstwerk. Frankfurter Galerien warten auch mit großen Namen auf. Eine Adresse bietet unter „Kunst macht glücklich“ Unikate zum kleinen Preis von mehr als 90 Künstlern feil.
Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt widmet Maximilian Schell eine große Schau und ein Buch. Er gehört zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern, die in Hollywood erfolgreich waren.
Im Frühjahr 1975 reist der Schriftsteller Hubert Fichte nach Mexiko. Kurz nach ihm trifft ein anderer in Mexiko-Stadt ein: Willy Brandt. Geschichte der Begegnung zweier Männer, die mehr gemeinsam haben, als sie voneinander wissen.
Auf der Art Basel in Miami hat ein Performance-Künstler eine an die Wand geklebte Banane aufgegessen, die ein Werk des Italieners Maurizio Cattelan und bereits für einen sechsstelligen Betrag verkauft worden war.
Der obsessive Charakter seines ebenso kraftvollen wie hochsensiblen Werks lässt keine Altersschwäche zu. Zeichnen und Malen war für ihn immer „provoziertes Leben“. An diesem Sonntag wird Arnulf Rainer neunzig Jahre alt.
Eine mit einem Klebeband an der Wand befestigte Banane war Kunstkäufern einen sechsstelligen Dollar-Betrag wert. Nun hat ein Ausstellungsbesucher die Frucht gegessen.