Börsengang mit ministerialer Begleitung
Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der französische Musikstreaming-Dienst Deezer ist nun an der Pariser Euronext notiert. Allzu berauschend läuft der erste Handelstag allerdings nicht.
Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der französische Musikstreaming-Dienst Deezer ist nun an der Pariser Euronext notiert. Allzu berauschend läuft der erste Handelstag allerdings nicht.
Kein Verlust der Mitte mehr: Nach 500 Jahren wurde nun der neue Naumburger Domhochaltar von Michael Triegel eingeweiht. Er ist eine Feier der Schönheit und das Meisterwerk einer vergegenwärtigten Kunst-Religion.
Der Antisemitismus-Skandal bei der Documenta ist bisher weitgehend ohne personelle Konsequenzen geblieben. Schlimmer noch: In Kassel übt man sich in einer besonderen Form der modernen Kunst. Der des Spurenverwischens durch gespielte Empörung.
Das Riesenwerk neu überblicken: Die Gesamtausgabe Robert Musils ist abgeschlossen mit einer Textsammlung, die an Lichtenbergs „Sudelbücher“ erinnert.
Er will der Gesellschaft etwas zurückgeben, aber wie erträgt man diese entfremdete Sprache? Eine Woche im Bundestag unterwegs mit dem SPD-Abgeordneten Martin Rosemann.
Russische Musik in Zeiten des Krieges: Fünf Intendanten denken über das Grenzwertproblem von Solidarität und Kunstfreiheit, über Gesinnungsprüfungen und die Zukunft von Anna Netrebko nach.
Die Marke Fortuny wird 100 Jahre nach Gründung ihrer Textilfabrik in Venedig wiederbelebt. Auch ihre berühmten Plisseekleider, die schon Sarah Bernhardt liebte, sollen wieder flattern.
Wer unter dem Hochstapler-Phänomen leidet, führt Erfolge in Beruf oder Studium nur auf Glück oder Zufall zurück. Der Psychologe Kay Brauer spricht im Interview über Ursachen und Folgen.
Improvisation und Wahnsinn: Der US-amerikanische DJ Marc Rebillet beeindruckt durch eine interaktive Show.
Bad Homburger Sommer, Orscheler Sommer, Friedrichsdorfer Sommerbrücke, Steinbach Open Air: Alles soll wieder wie vor Corona sein bei Kino, Konzerten, Kabarett.
Die Kammeroper Frankfurt stand selten im Mittelpunkt von umfangreicher Berichterstattung, kann aber auf künstlerisch erfolgreiche 40 Jahre blicken. Und nun steht ein festes Domizil im Kulturwerk „Die Fabrik“ in Sachsenhausen in Aussicht.
Bis 2030 will Saudi-Arabien zum wichtigsten Touristenziel der Arabischen Halbinsel werden – ein kühner Plan, an den viele junge Saudis glauben. Aber kann der Übergang in eine neue kulturelle Identität mit der Geschwindigkeit des Fortschritts mithalten?
Wer „westliche Werte“ vertreten will, wie es jetzt immer heißt, muss auch für den Individualismus des Westens kämpfen. Die Documenta jedenfalls ist ein Dokument des Antiliberalismus.
Bevor Antisemitismus die Documenta 15 diskreditierte, sollte kollektives Handeln ihr Großthema werden. In der „Lumbung Gallery“ wird Kunsthandel zum Sozialprojekt.
Roger Melis zählte zu den wichtigsten Reportage- und Modefotografen der DDR. Ein Band versammelt nun Porträts, die er über zwei Jahrzehnte von seiner Frau gemacht hat. Die Bilder zeugen von einem ausgeprägten Sinn für strenge Kompositionen.
Bis kurz vor seinem Tod im Jahr 2020 war Modeschöpfer Pierre Cardin noch aktiv. Der gebürtige Italiener galt als Pionier und Miterfinder der futuristischen Mode. Am Samstag hätte der Designer seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Viele Besucher sollen das Corona-Format der Konzerte ohne Pause gut gefunden haben. Deshalb wird es beim Rheingau Musik Festival jetzt fortgesetzt. Das hat aber auch Nachteile.
Sie ist ein beliebtes Fotomotiv, doch niemand will den Unterhalt finanzieren, darum soll das Riesen-Eurosymbol nun versteigert werden.
Die Sonderversteigerung Marc Chagall bei Kornfeld in Bern lief nicht ganz so gut wie vergangenes Jahr. Dafür sorgten Schweizer Künstler in der Hauptauktion für einen Millionenregen.
Die Arbeiten der Städelschülerin kreisen zunächst um klassische skulpturale Fragen: um leicht und schwer, hart und weich etwa.
So viel Unsicherheit war lange nicht: Die Pandemie und der Krieg fordern auch die Zentralbanken.
„Antisemitismus in der Kunst“ hieß in Kassel eine Veranstaltung. Schon der Titel war falsch: „Antisemitismus auf der Documenta fifteen“ wäre richtig gewesen.
Selbstporträt des alternden Regisseurs als funktionsloser Filmkritiker – in Woody Allens neuem Film „Rifkin’s Festival“ gibt es viele Umwege.
Seit bei der Documenta antisemitische Bilder „entdeckt“ wurden, ist die Aufregung groß. Dabei muss jedem klar gewesen sein: Wer sich die BDS ins Bett holt, wacht mit Karikaturen aus dem Stürmer auf, schreibt Benjamin Graumann im Gastbeitrag.
Das einzige Tanzgymnasium Deutschlands lässt seine Schüler strahlen: Bei den vielen starken Persönlichkeiten wirkt am alljährlichen Tanzabend in der Neuen Aula der Folkwang Universität in Essen die Bühne klein.
Auf dem Rooftop Walk in Rotterdam wird klar: Der Dachlandschaft der Städte gehört die Zukunft. Unterwegs auf dem temporären Höhenweg.
Die Documenta diskutiert über den Antisemitismus, die Kuratoren von Ruangrupa verweigern die Aussage. Sie wollen dieses seltsame Deutschland erst noch studieren.
In der Ausstellung „Medium Rare“ zeigen die Absolventen der Frankfurter Städelschule, was sie in ihrem Studium gelernt haben. Der Rundgang zeigt in diesem Jahr eine künstlerische Vielfalt wie selten.
Für viele Deutschtürken ist er ein Star, doch im deutschen Mainstream ist der Sänger Muhabbet nie angekommen. Heute ist er froh darüber – denn Stereotypen will er nicht bedienen.
Zur Eröffnung des Frankfurter Festivals „Literaturm“ zeigen sich bei Viktor Jerofejew und Tanja Maljartschuk Unterschiede im Umgang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Das Museum Ludwig in Köln zeigt den Künstler Isamu Noguchi. Der ist vor allem seiner Lampen wegen bekannt. Doch er beherrschte auch die Skulptur.
So cool und unnahbar wie der „dunkle Magier“ Miles Davis, mit dem er einst in einer Band spielte, kommt Herbie Hancock nicht rüber.
Der Franzose erweist sich bei der Schau, die ihm Barbara Grässlin zum siebzigsten Geburtstag eingerichtet hat, auch als ein Künstler mit schelmischem Humor.
Alljährlich wird ein kleiner Park in Mörfelden-Walldorf zur Galerie im Freien. Das stellt besondere Anforderungen an die Skulpturen.