Debatte über Pflichtversicherung
ela. WIEN, 13. Juni. In Österreich ebbt die große Flut allmählich ab. Noch lässt sich die Höhe der Hochwasserschäden nicht beziffern.
ela. WIEN, 13. Juni. In Österreich ebbt die große Flut allmählich ab. Noch lässt sich die Höhe der Hochwasserschäden nicht beziffern.
Auch bei dieser Flut kursieren wieder Gerüchte, Orte seien gezielt „geopfert“ worden. Das ist vermutlich nicht wahr. Vielmehr haben die Länder gelernt, wie wichtig Planung und Absprachen sind.
GEESTHACHT, 13. Juni. Führt die Elbe Hochwasser, ist Lauenburg in Südholstein der letzte empfindliche Punkt. Die Elbe macht dort eine leichte Biegung, und die ...
FRANKFURT, 13. Juni. Mit dem Hochwasser in Sachsen-Anhalt werden auch alte Schadstoffe aus der Chemieregion Bitterfeld in Richtung der Elbe getragen.
Bund und Länder haben sich auf die Gründung eines Aufbaufonds für die Hochwassergebiete in Höhe von acht Milliarden Euro geeinigt. Eine Steuererhöhung wie vor zehn Jahren zur Finanzierung der Last ist nicht geplant, dafür aber wohl eine höhere Neuverschuldung.
Heute berät Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder, woher die Milliarden für den Hochwasser-Fonds kommen sollen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff schlägt einen höheren Solidaritätszuschlag vor.
Das Hochwasser hat vielerorts seinen Höhepunkt erreicht, doch weite Flächen werden noch tagelang überschwemmt bleiben. Die Gefahr von Deichbrüchen bleibt.
Nach dem Hochwasser beginnt die Schadensregulierung. Die Verbraucherzentralen haben für Fragen eine Gratis-Hotline eingerichtet. Die Staatsbank KfW informiert über günstige Kredite.
Die Flut gilt in Berlin als „nationale Herausforderung“. Es ist die „Stunde der Exekutive“. Aber Mitgefühl darf nicht als Mittel des Wahlkampfes erscheinen - darauf muss auch die Kanzlerin achten.
Aktienkurse der Versicherer haben seit Beginn des Hochwassers verloren. Es ist aber fraglich, ob die Schäden an ihre Substanz gehen.
Einen Deich, der sein Haus schützt, hatte man Werner Neumann schon vor 11 Jahren versprochen. Passiert ist nichts. Sein Haus und sein Grundstück im Örtchen Breese stehen unter Wasser.
Brücken sind gesperrt, Gleise überflutet, Tausende Mitarbeiter im Hochwassereinsatz. Die Bahn tut viel, lange Verspätungen aber sind nicht zu vermeiden.
Ein neuer Höchststand an den nördlichen Elborten, neue Evakuierungen in Sachsen-Anhalt, weiche Deiche in Mecklenburg-Vorpommern: Das Hochwasser hält Norddeutschland in Atem.
Nach dem Bruch des Deichs bei Fischbeck in der Altmark setzen professionelle und freiwillige Helfer alles daran, die Lücke nicht weiter aufreißen zu lassen, damit nicht noch mehr Dörfer zum Opfer des Hochwassers werden.
Für die Opfer der Flutkatastrophe soll schnelle Hilfe fließen. Am Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Angela Merkel im Kanzleramt zu einem Flut-Gipfel. Es dürfte abermals auf einen Fonds hinauslaufen.
Wittenberge hat sich gut auf die Flut vorbereitet. Helfer haben 600.000 Säcke mit Sand befüllt. Die Altstadt wurde evakuiert. Nun hoffen die Bewohner, dass die Dämme den Wassermassen tatsächlich stand halten.
Als am Wochenende Journalisten den tschechischen Finanzminister Miroslav Kalousek daheim anriefen, um nach Steuererleichterungen für Flutopfer zu fragen, war er völlig betrunken. Verständlich.
Strafrechtlich keine Konsequenzen haben Vorwürfe gegen die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauser, sie sei in seltsame Geschäfte ihres Mannes verwickelt gewesen. Ihren politischen Ambitionen aber kam die Debatte nicht zupass.
Die Überschwemmungen in Bayern und im Osten Deutschlands könnten für die Versicherungsbranche noch kostspieliger als die Flut 2002 an Elbe und Oder werden. Die Rating-Agentur Fitch schätzt den Schaden für die Versicherer diesmal auf 2,5 bis 3 Milliarden Euro.
Mit aller Macht wälzt das Hochwasser durch Norddeutschland. Flussaufwärts gehen die Pegel zurück, dennoch bleibt die Angst vor weiteren Deichbrüchen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler kündigt einen Fluthilfefonds an.
F.A.Z. FRANKFURT/BERLIN, 10. Juni. Trotz sinkender Pegel hat sich die Lage in den Hochwassergebieten entlang der Elbe zum Teil dramatisch verschlechtert.
St. DORTMUND, 10. Juni. Die Versicherungen der Signal-Iduna-Gruppe wollen die Hochwasserschäden bei ihren Versicherungsnehmern zügig regulieren.
Erst wenn das Hochwasser abläuft, ist der Schaden zu beziffern. Bisher redet glücklicherweise niemand von Steuererhöhungen zur Finanzierung der Flutschäden. Das sollte so bleiben.
Gut 40 Kilometer: Ein so langer Hochwasser-Scheitel wurde an der Elbe noch nie gemessen. Tagelang werden die Deiche belastet. Selbst Fachleuten fällt dazu nur noch ein Begriff ein: „extremst“.
Die Schäden der dramatischen Überschwemmungen sind noch nicht geschätzt. Doch wie nach Flutkatastrophen früherer Jahre beginnt auch nun wieder eine Debatte um eine Pflichtversicherung gegen die Folgen. Versicherer lehnen die ab, sie wäre eine staatliche Zusatzsteuer.
Etwa 45.000 Menschen in Sachsen-Anhalt haben wegen der Fluten der Elbe ihre Wohnungen verlassen. Nach dem Bruch eines Deiches strömen tausend Kubikmeter Wasser je Sekunde in die Altmark. Der Bahnverkehr nach Berlin ist stark behindert.
Die Hochwasserlage in Magdeburg entspannt sich langsam, weil der Pegelstand sinkt. Weiter nördlich ist die Lage dagegen dramatisch. An der Elbe brechen Dämme, Dörfer und Stadtteile werden evakuiert. Der Bahnverkehr von Hannover nach Berlin ist unterbrochen.
Tausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen: Nach dem Bruch eines Elb-Deiches in Sachsen-Anhalt hat sich die Hochwasserlage in Norddeutschland noch einmal zugespitzt. Hauptverbindungen der Bahn nach Berlin wurden gesperrt.
Bürgerbeteiligung ist ein schönes Stichwort. Auch beim Hochwasserschutz. Bei „Günther Jauch“ geriet sie allerdings zur Idylle. Die Sendung wurde so unverhofft lehrreich.
REGENSBURG. Strahlende Sonne trotz Hochwassers und Gewitterwarnung. Schier unglaubliche Leistungen im Trainingslager. Da sollte es doch keine Überraschung ...
Deutschland ist der einzige EU-Mitgliedstaat, in dem nach Fukushima der Atomausstieg beschlossen wurde. Jetzt versucht EU-Kommissar Oettinger die Mitgliedsländer bei der Reaktorsicherheit auf einen Nenner zu bringen.
Bergepanzer, Wasserwerfer und Hubschrauber - auch bei dieser Flut sind Bundeswehrsoldaten, Bundespolizisten und THW gemeinsam im Einsatz. Innenminister Friedrich bittet die Arbeitgeber, bei der Freistellung von ehrenamtlichen Helfern großzügig zu sein.
Nach 35 Siegen ist die Serie gerissen. Diskuswerfer Robert Harting verliert bei „Segelwetter“. In Piotr Malachowski findet er seinen Meister. Den Rekord kann sich Harting in diesem Diskus-Leben wohl abschreiben.
Horst Seehofer will die Landesmittel für den Hochwasserschutz verdoppeln. In Niederalteich und anderen Gemeinden im Landkreis Deggendorf wird dies dringend nötig sein.
F.A.Z. FRANKFURT/BERLIN, 9. Juni. Während das Hochwasser vor allem der Saale und der Elbe langsam immer weiter nach Norden fließt, haben zahlreiche Helfer in ...